Paul di Resta: Sohn Leo als Glücksbringer

Von Andreas Reiners
DTM
Paul di Resta

Paul di Resta

Paul di Resta hat das zweite DTM-Saisonrennen in Hockenheim gewonnen und sich an die Spitze der Gesamtwertung gesetzt. Der Mercedes-Pilot widmete den Sieg seinem Sohn.

Als frisch gebackener Vater verschieben sich die Prioritäten. Andere Dinge werden wichtig, der Fokus liegt auf dem Nachwuchs, der neuen Verantwortung, die der mit sich bringt.

Rennfahrern wird dabei immer wieder nachgesagt, ein Kind mache sie etwa eine halbe Sekunde langsamer. Genauso oft widerlegen die Piloten diese These.

So auch Paul di Resta. Der Mercedes-Pilot hat am ersten Wochenende der DTM ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Von der Pole Position aus fuhr er souverän zu seinem siebten Sieg in der DTM, die er 2010 gewonnen hatte, ehe es ihn damals in die Formel 1 zog.

Nach seiner Rückkehr 2014 lief es allerdings nicht mehr, er hatte ähnliche Anpassungsprobleme wie andere Formel-1-Fahrer, schließlich hatte sich die DTM in den Jahren seiner Abwesenheit verändert. 2014 wurde er Gesamt-15., im vergangenen Jahr war er als Achter immerhin zweitbester Mercedes-Pilot hinter Champion Pascal Wehrlein.

Doch nun scheint er seinen Rhythmus gefunden zu haben. Am Samstag wurde er Vierter, am Sonntag holte er den Sieg. Und sein fünf Monate alter Sohn Leo war der Glücksbringer, denn der Nachwuchs war ebenfalls in Hockenheim. «Ich widme den Sieg meinem Sohn Leo. Zum ersten Mal kommt er an die Strecke und schon gewinne ich. Das war ein super Start in die Saison», sagte di Resta.

Das war aber nur die halbe Wahrheit, denn seine Mannschaft hatte eine Nachtschicht geschoben: Getriebewechsel. «Vielen Dank an mein Team, die mir dieses starke Auto gegeben haben. Der Einsatz der Jungs ist echt beeindruckend. Das war ein absoluter Topjob des Teams. Sie hatten heute Nacht keinen Schlaf und stellen mir so ein Auto hin. Ihnen gebührt die Ehre dieses Sieges», so di Resta.

Gefährdet war der Sieg lediglich, als sein Markenkollege Gary Paffett bis auf zwei Sekunden herangerückt war. Ein Unsafe Release beim Boxenstopp nahm dem Briten aber alle Siegchancen. Die eigene nutzte di Resta dann souverän – 13 Sekunden Vorsprung hatte er im Ziel.

«Nachdem Gary weg war, war es natürlich einfacher. Aber insgesamt haben wir das Rennen hier – trotz der Probleme beim Stopp - sehr souverän über die Bühne gebracht. Wir sind einfach wesentlich schneller als im vergangenen Jahr – was mich sehr, sehr glücklich macht», sagte di Resta.

Nach zwei von 18 Rennen der Saison 2016 führt er das Gesamtklassement an. Mit 37 Punkten hat er elf Zähler Vorsprung auf seinen Markenkollegen Robert Wickens, der nach seinem zweiten Platz am Samstag im zweiten Lauf als Sechster ins Ziel kam. Dritter in der Fahrerwertung ist der Sieger vom Auftaktrennen, Edoardo Mortara (25 Punkte), der am Sonntag mit dem zwölften Rang ohne Punkte blieb.

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