Eisspeedway-GP Togliatti: Schlimmer Crash ohne Folgen
Den wenigen Personen im Mega-Lada-Stadion in Togliatti stockte beim Training zu den beiden Eisspeedway-WM-Läufen am Wochenende der Atem: Nikita Toloknov und Max Koivula waren in einen furchtbaren Sturz verwickelt.
Im Starttraining schmierte Nikita Toloknov kurvenausgangs das Hinterrad weg und er rutschte quer über die Gegengerade. Hinter ihm kam Max Koivula, der offenbar von dem Sturz garnichts mitbekommen hatte. Er flog in hohem Bogen über Toloknovs Maschine und landete hart auf dem Eis. Beide konnten sofort wieder aufstehen und die lädierten Maschinen ins Fahrerlager bringen.
Im gleichen Trainingslauf war "Eishans" Weber – an der Spitze. "Meine Starts waren gut", resümmierte der Bayer erleichtert nach dem Crash. Auch der zweite Deutsche Franz Mayerbüchler fuhr hier mit – an Position 3: "Ich habe Toloknov vor mir stürzen sehen und bin ausgewichen. Koivula hat hinter mir entweder nichts gesehen, oder er war in Schockstarre."
Der Inzeller fuhr nicht, wie vorher angekündigt, auf dem Motorrad des Russen Igor Saydullin, sondern bekam das Bike des vierfachen Weltmeisters Daniil Iwanov, der im Fahrerlager die Strippen zog. "Daniil wollte das so und er hat sich auch persönlich engagiert. Sein Motorrad fährt sich natürlich anders als meines. Der Kurveneingang ist sehr gut, aber kurvenausgangs habe ich das Gefühl, dass mir das Hinterrad wegschmiert. Die Starts funktionieren. Ich will am Samstag schon auf Attacke fahren und einfach in jedem Lauf sehen, was geht. Es soll das Bestmögliche rauskommen", sagte der 28-Jährige, der kurzfristig ohne seinen Vater anreiste, aber von Veranstalter Mega Lada einen Mechaniker gestellt bekommt.
Deutschlands Nr. 1 Hans Weber war zufrieden mit dem Trainingstag: "Uns ist zwar ein Bügel gebrochen, aber den haben wir gleich ausgetauscht. Während des Trainings haben wir noch die Bedüsung geändert. Dass ich Toloknov schlagen konnte war schon mal ein gutes Zeichen, aber am Samstag kommen ja noch die anderen sechs Russen … Wenn ich was reissen will, dann muss ich auch was riskieren. Dann sind die Chancen 50:50", sagte der Liebling der deutschen Eisfans.
Franky Zorn musste
Anstelle des wegen zu spät gekommenen Visums
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