Positiver Test von ERC Endurance (Ducati) in Portimaõ

Von Helmut Ohner
Endurance-WM
Die Ducati Panigale V4R vom deutschen Langstrecken-Team ERC Endurance

Die Ducati Panigale V4R vom deutschen Langstrecken-Team ERC Endurance

Die deutsche Langstrecken-WM-Equipe ERC Endurance nutzte die Gelegenheit, zusammen mit dem Superbike-Werksteam von Ducati Corse auf der portugiesischen Rennstrecke in Portimaõ zu testen.

Ducati Corse versammelte seine Teams in der Superbike- und Endurance-Weltmeisterschaft für zwei Testtage im portugiesischen Portimaõ. Nach ihrem Debüt auf der Panigale V4r beim WM-Lauf in Sepang Mitte Dezember bot sich für ERC Endurance die Gelegenheit, im Vorfeld des 24-Stunden-Rennens in Le Mans eng mit den Ducati-Technikern zusammenzuarbeiten.

Obwohl er in Malaysia nicht mit der Ducati Panigale gefahren war, war Julien Da Costa schneller als seine Teamkollegen Louis Rossi und Ondřej Ježek. «Die ersten Runden haben mich positiv überrascht. In meiner 20-jährigen Karriere habe ich noch nie zuvor eine Ducati mit Rennspezifikation getestet. Man kann die Renn-DNA der Maschine sofort erkennen», so der Franzose. «Die Panigale ist nicht mit einem japanischen Fabrikat oder mit einer BMW zu vergleichen. Das Setup ist darauf ausgelegt, die Effizienz zu maximieren.»

Da Costa zeigte sich auch von der Unterstützung der Italiener angetan. «Sie sind äußerst aufmerksam und hören sehr genau zu. Wir haben einen Motorkonstrukteur, der unsere Fortschritte im Laufe des Jahres ganz genau verfolgt. Man merkt, dass sie wirklich an der Langstrecken-Weltmeisterschaft interessiert sind.»

Auch Rossi zeigt sich nach den beiden Testtagen zufrieden. «Das Wichtigste an diesem Test war für uns, die Kilometerleistung für die 24-Stunden-Rennen zu steigern. Die Panigale hat ein enormes Potenzial in Bezug auf Motor, Elektronik und Fahrwerk. Wir beginnen, ein immer besseres Gefühl für die Maschine zu bekommen. In Malaysia war noch alles neu für uns. In Portimaõ konnten wir ohne Druck unsere Runden drehen.»

«Ducati Corse zeigt volle Unterstützung für unser Team», freut sich Teammanager Uwe Reinhardt über das Engagement. «Zumindest ein Ingenieur ist nicht nur bei den Rennen, sondern auch bei den privaten Tests dabei, weil wir nicht in die Elektronik eingreifen können. In Sepang waren zwei Techniker anwesend, die das Superbike-Motorrad von Grund auf kennen. Auch in Le Mans werden sie uns unterstützen und unsere Mechaniker ausbilden.»

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