Suzuka 8h: Haslam und van der Mark siegen für Honda

Von Helmut Ohner
Endurance-WM
Wie im Vorjahr endete das Achtstunden-Rennen in Suzuka mit dem Sieg von MuSASHI HARC-Pro mit Michael van der Mark, Takumi Takahashi und Leon Haslam. Die Suzuki-Teams von Yoshimura und Kagayma landen dahinter.

Zum ersten Mal seit 1982 wurde das Acht-Stunden-Rennen in Suzuka bei nassen Bedingungen gestartet. Kurz vor Beginn hatte es sogar so stark geregnet, dass der Start um über eine Stunde verschoben werden musste. Weil pünktlich um 19.30 Uhr Ortszeit die Zielflagge fallen musste, dauerte die 37. Auflage des Klassikers nur knapp sieben Stunden.

Lange Zeit sah es nicht nach einem neuerlichen Sieg des Teams von MuSASHI RT HARC-Pro aus. Takumi Takahashi, Leon Haslam und Michael van der Mark lagen lange sogar außerhalb der Top-3, doch langsam kam das Trio in Fahrt und rückte hinter FCC TSR Honda an die zweite Stelle vor. Nach dem Ausrutscher der führenden Mannschaft übernahm das Honda-Trio das Kommando. Von der Spitze kontrollierte sie das Tempo und wiederholten den Sieg aus dem Vorjahr.

Zum 60-Jahr-Jubiläum von Yoshimura überquerten der Japaner Takuya Tsuda, der Australier Josh Waters und der Franzose Randy de Puniet von Yoshimura Suzuki die Ziellinie auf dem zweiten Platz vor ihren Markenkollegen vom Team Kagayama und stellten damit exakt den selben Zieleinlauf her, wie im letzten Jahr.

Als Neuling auf dem schwierigen Kurs von Suzuka zog sich Dominique Aegerter ordentlich aus der Affäre. Der Schweizer Moto2-Grand-Prix-Sieger gewann in seinem unnachahmlichen Stil nicht nur den Start, er fuhr auch annähernd dieselben Rundenzeiten wie seine erfahrenen japanischen Teamkollegen Yukio Kagayama und Noriyuki Haga. Zusammen mit den beiden ehemaligen Suzuka-Siegern durfte er als Dritter aufs Siegespodest klettern.

Mit dem vierten Rang endete für Monster Energy Yamaha with YSP das für die japanischen Motorradhersteller so wichtige Rennen. Katsuyuki Nakasuga, Broc Parkes und Josh Brookes verloren den dritten Platz durch eine außerplanmäßige Reparatur wegen eines Problems mit dem Schaltautomaten. Zu diesem Zeitpunkt rangierte das vom Österreicher Mandy Kainz geleitete Team bereits vor Kagayama Suzuki.

Bolliger weiter WM-Dritter
Mit wichtigen acht WM-Punkten im Gepäck tritt das Bolliger Team Switzerland seine Heimreise an. Der in Liechtenstein lebende Österreicher Horst Saiger, für den es das erste Rennen nach seinem schweren Sturz bei der diesjährigen Tourist Trophy auf der Insel Man war, sowie die beiden Schweizer Roman Stamm und Daniel Sutter steuerten ihre Kawasaki ZX-10R unter 70 Teams auf den 13. Rang und verteidigt damit den dritten Platz in der WM-Tabelle.

Mit einem hart erkämpften neunten Rang übernimmt Yamaha France GMT94 die Führung in der WM-Zwischenwertung. Erst knapp vor Ende des Rennens konnten Kenny Foray, Mathieu Gines und David Checa die Mannschaft von Monster Energy Yamaha YART mit Wayne Maxwell, Rick Olson und Tommy Bridewell auf die zehnte Position verdrängen.

In der 109. Runde verlor das zu diesem Zeitpunkt mit über einer Runde Vorsprung führende Team von FCC TSR Honda aller Chancen auf den Sieg. Kohsuke Akiyoshi segelte von der Piste und obwohl er sich beim Sturz sichtlich verletzt hatte, brachte der Japaner das Motorrad an die Box zurück. Mit 16 Runden Rückstand konnte Lorenzo Zanetti das Rennen an 50. Stelle wieder aufnehmen. Mehr als der 40 Platz war unter diesen Umständen allerdings für Akiyoshi, Zanetti und dem Superbike-WM-Piloten Jonathan Rea nicht mehr möglich.

Im Vorjahr beendete Kevin Schwantz das Rennen etwas überraschend an der dritten Stelle. Heuer bleib dem amerikanischen Halbliter-Weltmeister von 1991 ein Einsatz verwährt. In der hektischen Anfangsphase ließ sein Teamkollege Nobuatsu Aoki auf regennasser Piste zu einem übermotivierten Manöver hinreißen. Bereits in der sechsten Runde stürzte der MotoGP-Testfahrer beim Versuch außen am Trainingsschnellsten Takuya Tsuda vorbeizugehen und beschädigte dabei seine Suzuki nachhaltig.

Ergebnis
1. MuSASHI HARC-PRO (Takahashi, Haslam, van der Mark), Honda CBR1000RR, 172 Runden in 6:56.13,056. 2. Yoshimura Suzuki Shell Advance (Tsuda, Waters, de Puniet), Suzuki GSX-R1000, 59,844 sec. zur. 3. Kagayama & Verity (Kagayama, Aegerter, Haga), Suzuki GSX-R1000, 171 Rdn. 4. Monster Energy Yamaha with YSP (Nakasuga, Parkes, Brookes), Yamaha YZF-R1, 171 Rdn. 5. TOHO Racing with Moriwaki (Yamaguchi, Kunikawa, Kobayashi), Honda CBR1000RR, 170 Rdn. 6. Honda Suzuka Racing (Yasuda, Hiura, Morii), Honda CBR1000RR, 170 Rdn. 7. Honda Asia (Baba, Pratama, Hook), Honda CBR1000RR, 169 Rdn. 8. Suzuki Endurance (Delhalle, Nigon, Cudlin), Suzuki GSX-R1000, 169 Rdn. 9. Yamaha France GMT94 (K. Foray, Gines, D. Checa), Yamaha YZF-R1, 168 Rdn. 10. Monster Energy Yamaha –YART (Maxwell, Olson, Bridewell), Yamaha YZF-R1, 168 Rdn. Ferner: 13. Bolliger Team Switzerland (Saiger, Stamm, Sutter), Kawasaki ZX-10R, 166 Rdn. 25. Motors Events April Moto (Fastre, Savary, Storrar), Suzuki GSX-R1000, 160 Rdn. 31. Motobox Kremer by Shell Advance (Scherrer, Paavalainen, Miyajima), Suzuki GSX-R1000, 159. Rdn.

WM-Stand (nach zwei von vier Rennen)
1. Yamaha France GMT94, 62 Punkte. 2. SRC Kawasaki, 55. 3. Bolliger Team Switzerland, 45. 4. MuSHASHI HARC-Pro und Motos Events April Moto, beide 35. 6. National Motos, 32. 7. Yoshimura Suzuki, 29. 8. Team R2CL, 26. 9. Kagayama & Verity, 25. 10. Suzuki Endurance, 23. Ferner: Monster Energy Yamaha with YSP, 21. 20. Monster Energy Yamaha – YART, 11.

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