Bittere Pille für unser Team

Kolumne von Eckart Rösinger
Eckart Rösinger und Bastian Born: Kein Glück in Oschersleben.

Eckart Rösinger und Bastian Born: Kein Glück in Oschersleben.

In Oschersleben war das Glück nicht auf unserer Seite. Nachdem sich Bastian im zweiten Sprint verletzte, war das Wochenende für uns gelaufen.

In Oschersleben fand die zweite Veranstaltung um den Sidecar Eurocup statt. Erstmals trugen wir an einem Wochenende drei Rennläufe aus. Aufgrund von Trainingsverschiebungen durch den Veranstalter wurde die Startaufstellung für den Supersprint nach Meisterschaftsstand durchgeführt. Das brachte uns in die erste Startreihe.

Beim ersten Sprintrennen konnten wir nach einem guten Start die dritte Position behaupten. Erst nach einer Runde wurden wir von den stärker motorisierten F1-Gespannen «aufgeschnupft». In 5 Runden bleibt keine Zeit für Taktik. Da musst du von Anfang an auf Angriff fahren. Ab der Mitte des Rennens hat sich ein Pulk von sechs Gespannen gebildet, die in etwa alle die gleichen Rundenzeiten vorlegen konnten. Es war völlig offen, wer den letzten Podestplatz belegen würde. In jeder Kurve war mindestens ein Gespann über dem Limit. Für alle eine neue, sehr tolle Erfahrung. Am Ende sprang für uns der achte Platz in der Gesamtwertung heraus. In der F2-Wertung belegten wir Rang 2, erneut hinter dem Team Currie/Biggs aus Großbritannien, die in diesem Jahr eine unüberwindbare Hürde darstellen.

Am Sonntagmorgen war der Start für das zweite Rennen angesetzt. 8 Runden, eigentlich immer noch ein Sprint. Die Startaufstellung für dieses Rennen ergab sich aus dem Ergebnis des Supersprintlaufes vom Vortag. Also achter Rang, dritte Reihe links. Beim Start verloren wir bis zur ersten Kurve etwa 3 Plätze. Die Beschleunigung der F1-Gespanne ist so gewaltig, da kann man nur noch zusehen, wie sie vorbeifahren. Nach drei Runden kam das dicke Ende für uns. In einer Rechtskurve «ging mir die Strasse aus». Beim Versuch das Gespann über die Wiese zurück auf die Strecke zu bringen, wurde Bastian aus dem Gespann geschleudert und verletzte sich an Schulter und Knie.

Am Abend vorher gab es ein Autorennen. Wahrscheinlich wurde die Strecke dabei stark verschmutzt. Ich habe mich nicht exakt genug den neuen Bedingungen angepasst. Es war mein Fehler. Leider muss Bastian die Sache ausbaden, was mir besonders Leid tut. Gerne würde ich ihm einige seiner Schmerzen abnehmen. Er hat zum Glück keine Brüche, aber dennoch war an ein Weiterfahren oder an einer Teilnahme im letzten Rennen nicht zu denken.

Zwei Nuller im Meisterschaftsrennen sind nicht mehr aufzuholen. Vor allem hat die Konkurrenz auch technisch zugelegt, da geht es in jedem Rennen sehr eng zu. Ich muss nun die Aktion erst einmal verdauen und dann mit Bastian gemeinsam entscheiden, wie es in dieser Saison weiter geht. Das nächste Rennen ist der dritte Lauf zum Sidecar Eurocup im September in Anglesey/Wales. Bis dahin bleibt Zeit alle Dinge auszusortieren.

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