Vanthoor / Caroll holen letzte FIA GT1 WM Pole

Von Christian Freyer
FIA GT1
Pole für Vanthoor / Caroll in Donington Park

Pole für Vanthoor / Caroll in Donington Park

Das WRT Audi Duo holt sich die letzte vergebene Pole Position in der FIA GT1 WM. Interessante Ausgangslage im Titelkampf: Bartels / Buurman au P8 / Basseng / Winkelhock auf P10.

Um zu erfahren, wer die letzte jemals vergebene Pole Position der FIA GT1 WM in Donington Park einfahren würde, brauchte man einen langen Atem. Erst gab es 10 Minuten Verzögerung, weil noch zwei Ginetta Cup Autos von der Strecke geborgen werden mussten. Just als das Feld dann auf die Reise ging, fiel in der kompletten Region der Strom aus. Weitere 30 Minuten Verspätung waren die Folge. Q1 war allerdings bei 12 Autos kein Garant für Spannung, kam doch jeder wieder weiter ins W2. Frederic Makowiecki fuhr im McLaren die Bestzeit vor Frank Stippler (WRT Audi), Alvaro Parente (McLaren) und Enzo Ide im AF Corse Ferrari.

Q2 zeigte dann erstmals das wahre Kräfteverhältnis, denn nun ging es um die Top 8 Teilnahme für Q3. Stefan Rosina legte im Reiter Lamborghini eine Zeit von 1.28,779 vor, dann jedoch übernahm Yelmer Buurman das Kommando im Vita4One BMW Z4. Der Niederländer verbesserte die Bestzeit unter die 1.28 Minuten Marke und hielt sich vor Caroll (Audi), Rosina, Lauda (BMW) und Jäger. Nicht mithalten konnte Markus Winkelhock im All-Inkl.com Münnich Mercedes. Ein extrem unruhiges Heck sorgte für gleich drei Dreher. Mehr als Rang 10 war damit nicht drin. Allerdings bestand dadurch die Gefahr, den Anschluss an Bartels und Buurman zu verlieren, die ins Q3 einzogen.

Allerdings spielte das BMW Team keine Rolle beim Kampf um die Pole Position. Die Bestzeitenjäger kamen dieses Mal aus dem Audi und McLaren Lager. Laurens Vanthoor übernahm die Spitze der Zeitenliste vor zunächst Pastorelli im Mercees und Bartels. Dann schob sich Kox mit Spitzenzeiten im letzten Sektor auf Rang 2 fest, gefolgt von Makowiecki. Der Franzose in Hexis Diensten startete in der letzten möglichen Runde noch einen Angriff auf die Pole, konnte aber den Abstand zu Vanthoor nicht mehr komplett zu fahren. 0,124 Sekunden sollten am Ende fehlen. Kox wurde Dritter vor Salaquarda (Ferrari), Pastorelli, Mayr-Melnhof und Bartels.

Somit haben Bartels / Buurman für das Qualifying Rennen einen Vorteil von drei Plätzen gegenüber Basseng / Winkelhock. Und das trotz einem kurzen Schreckmoment für Bartels in Q1: «Es war schwer die Reifen auf Temperatur zu bringen, da musste ich einmal die Lenkung aufmachen und durchs Gras fahren», relativierte Bartels die Situation.

Für Laurens Vanthoor endet die Saison mit der Pole genauso, wie sie in Nogaro begonnen hat. Dem pflichtete auch Teamchef Vincent Vosse bei: «Wir haben das Jahr in Nogaro mit einem Hoch begonnen, dann wurde es extrem schwierig für uns. Ich hoffe, wir können hier noch mal ein Hoch erleben». Dass sein Team nicht die Pole geholt hatte, war für Hexis Racing Teamchef Philippe Dumas überraschenderweise gar nicht so schlimm: «Denn immer wenn wir im Training ganz vorne standen, ist im Rennen was schief gegangen», so Dumas.

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