Hauen und Stechen in Zolder

Von Oliver Runschke
FIA GT Series
Kumpen griff Bartels nach dem Rennen scharf an

Kumpen griff Bartels nach dem Rennen scharf an

Anthony Kumpen und Mike Hezemans zeigten sich in Zolder nicht als sonderlich gute Verlierer.

Das war nicht die feine Art von [*Person Anthony Kumpen*]. Eine Schimpftirade auf Vitaphone Racing im allgemeinem und [*Person Michael Bartels*] im besonderem folgte nach dem Rennen vor der versammelten Medienschar. Der Belgier wetterte auf Ärgste, warf Bartels Stallregie und Unsportlichkeit vor, vergass aber dabei, dass er mit seinen Pöbeleien auch kein Anwärter für einen Fairnesspokal war.

«Wir haben drei Proteste gegen Vitaphone Racing eingelegt», erklärte Kumpen abschliessend. Gegen was wird protestiert? «Verraten wir nicht. Beim letztem Mal in Frankreich wurde unsere Proteste aufgrund von Formfehlern zurückgewiesen, aber diesmal machen wir alles richtig.» 

Mit dem ersten Protest hatte PK Sport Erfolg. Die Holländer hatten entdeckt, dass am #1 Maserati MC12 von Bertolini/Bartels beim Boxenstop zu viele Personen werkten. Die neuen Champions bekamen nachträglich eine Zeitstrafe von 30 Sekunden verpasst, die allerdings am Ergebnis nichts änderte.

Zwei weitere Proteste wurden gegen das Platzierungsgewicht der #1 von Bertolini /Bartels und der #33 von Pier Guidi/Bobbi eingelegt. In Zusammenhang mit einer Stallorder in den letzten drei Rennen hätte Vitaphone nach Auffassung von PK Sport die Platzierungsgewichte manipuliert. 

Die Sportkommissare in Zolder schmetterten den Protest umgehend ab, jedoch ging PK in die Berufung. Die Angelegenheit kommt nun vor ein Berufungsgericht. Die Chancen für PK auf den Erfolg des Protests sind allerdings wohl eher gering einzustufen. PK hatte Vitaphone schon in den letzten Rennen der Stallregie bezichtigt. Die FIA leitete daraufhin eine Untersuchung ein, das Ergebnis daraus wurde nicht veröffentlicht.

Vitaphone nutzte die taktischen Möglichkeiten, die drei Fahrzeuge bieten, in den letzten drei Rennen über alle Masse. Dafür kann man dem Team von Michael Bartels aber kaum einen Vorwurf machen, solange von den Sportkommissaren keine Stallregie nachgewiesen wird. Denn die vier Corvette-Teams waren sich im Titelkampf uneins und verpassten die Chance, mit vereinten Kräften der Vitaphone-Offensive entgegenzuwirken.

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