Triumph für Raffaele Marciello beim FIA GT World Cup

Von Oliver Müller
FIA GT World Cup

Im Mercedes-AMG GT3 gewinnt der Italiener Raffaele Marciello den fünften FIA GT World Cup in Macau. Die beiden Porsche-Piloten Laurens Vanthoor und Earl Bamber machen ordentlich Druck und komplettieren erneut das Podium.

Raffaele Marciello war der große Dominator beim fünften FIA GT World Cup in Macau. Nach dem Herausfahren der Pole-Position am Freitag und dem Sieg im Qualifikationsrennen am Samstag gewann er mit dem Mercedes-AMG GT3 vom Mercedes-AMG Team GruppeM Racing auch das Hauptrennen am Sonntag. Final hatte der Italiener 3,818 Sekunden Vorsprung auf Porsche-Werksfahrer Laurens Vanthoor im 911 GT3 R von Rowe Racing. Das Podium vervollständigte dessen Teamkollege Earl Bamber als Dritter.

Schon beim Start machte Marciello mit der Konkurrenz kurzen Prozess und behielt die Führung inne. Der von Platz zwei gestartete Bamber wurde jedoch direkt von Werksfahrer-Kollege Vanthoor überholt. Dahinter folgten Augusto Farfus im Schnitzer-BMW M6 GT3 und Christopher Haase im Audi R8 LMS von Phoenix Racing. In Runde zwei fuhr dann Kévin Estre im Porsche von Absolute Racing seinem Teamkollegen Alexandre Imperatori in der 'Lisboa Bend' leicht in die Seite und sicherte sich dadurch die Verfolgerposition hinter den Top Fünf. Platz. Imperatori musste mit beschädigtem Fahrzeug aber vorzeitig aufgeben. 

Insgesamt wirkte Estre dieses Jahr in Macau etwas übermotiviert. Denn schon in der fünften Runde cashte er in die Streckenbegrenzung der 'Mandarin Bend', was auch seinem Rennen ein Ende brachte.  Der schnelle Franzose hatte im zweiten freien Training am Freitagmorgen bereits einen ähnlichen Ausrutscher zu Buche stehen. Natürlich wurde zur Bergung des Porsche eine Safety-Car-Phase ausgerufen.

Direkt beim Re-Start holte sich dann BMW-Pilot Farfus den dritten Platz von Bamber. Doch bei der Anfahrt auf die enge 'Lisboa Bend' konnte der Neuseeländer jedoch wieder innen durchschlüpfen und die alte Reihung herstellen. Marciello, Vanthoor und Bamber setzten sich im weiteren Rennverlauf an der Spitze um einige Sekunden ab. Und Porsche versuchte alles, den Sieg noch einzufahren.

Vanthoor und Bamber tauschten sechs Runden vor Schluss sogar die Positionen. Das ermöglichte es Bamber, nochmals mächtig Druck auf den führenden Marciello auszuüben. Er fuhr die schnellste Rennrunde, verlor bei einer leichten Berührung in der 'Police Bend' sogar seinen linken Außenspiegel und rutschte in der letzten Runde in der 'Melco Hairpin' dem Mercedes-AMG sogar noch ins Heck. Aber einen Führungswechsel konnte der Porsche-Pilot trotzdem nicht mehr erreichen.

So gewann Marciello den fünften FIA GT World Cup. Bamber bremste kurz vor der Ziellinie nochmals ab und gab seinem Freund Vanthoor schließlich wieder den zweiten Platz zurück. Farfus und Haase landeten auf den weiteren Plätzen. Damit befanden sich mit Mercedes-AMG, Porsche, BMW und Audi alle vier vertretenen Marken in den Top Fünf.

Insgesamt kann die diesjährige Ausgabe des FIA GT World Cups wieder als Erfolg gewertet werden. Über das Wochenende wurde sehr ansehnlicher und unterhaltsamer Motorsport geboten. Dass 2019 wieder Piloten mit dem FIA-Status Silber zugelassen waren, tat dem Event keinen Abbruch, sondern bereicherte es sogar. Auf der anderen Seite hätten aber auch ein paar mehr Marken mit von der Partie sein können. Zudem ist ein Feld von lediglich 17 Fahrzeugen grenzwertig. Hier das Ergebnis des FIA GT Word Cup zum Nachlesen

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