Porsche 919 Hybrid kommt zurück auf die Rennstrecke

Von Oliver Müller
FIA WEC
Obwohl der LMP1-Renner von Porsche nicht mehr in der Sportwagen-WM (FIA WEC) antritt, wurde das Fahrzeug über den Winter weiterentwickelt. Mit spektakulärer Optik sollen diverse Rekordfahrten unternommen werden.

Die FIA WEC muss in der anstehenden Saison ohne den Porsche 919 Hybrid auskommen. Obwohl das schwäbische LMP1-Team ursprünglich einmal bis inklusive 2018 die Teilnahme an der Sportwagen-WM geplant hatte, zogen die Verantwortlichen für Ende 2017 den Stecker im so erfolgreichen Rennprogramm. Doch schon bei der Verkündung des Abschieds deutete Porsche an, einige Demofahrten mit dem 919 veranstalten zu wollen. Dies bestätigte auch Teamchef Andreas Seidl bei einem zufälligen Treffen mit SPEEDWEEK.com im vergangenen Winter. «Wir wollen einige Rekorde mit dem Auto brechen. Wie genau das aussehen soll, erarbeiten wir gerade.»

Nun hat Porsche ein Youtube-Video veröffentlicht, das den 919 Hybrid in einem überarbeiteten Karosseriekleid zeigt. Auffällig ist dabei vor allen der größere Heckflügel, der an die Zeiten der Gruppe C erinnert. Aber auch die Front wurde überarbeitet. Auch unter der Haube soll sich einiges getan haben, um beispielsweise die Leistung auf weit über 1000 PS zu steigern. Dadurch, dass der Wagen nun an keiner Rennserie mehr teilnimmt, müssen sich die Ingenieure auch an kein technisches Reglement halten und können ihren Ideen freien Lauf lassen.

Der überarbeite Porsche 919 Hybrid wurde am Wochenende bei ersten Testfahrten auf der Rennstrecke in Spa-Francorchamps gesichtet. Dort soll Werksfahrer Neel Jani den Wagen pilotiert haben.

Beobachter der Szene sind aktuell gespalten über die Idee der #919Tribute-Tour. Viele hätten den Wagen lieber im Wettbewerb der FIA WEC gegen Toyota und die erstarkte private Konkurrenz gesehen. Auf der anderen Seite hätte Porsche das Fahrzeug aber auch in einem Museum verstauben lassen können. Den 919 Hybrid (womöglich sogar vor großem Publikum bei diversen Rennveranstaltungen) wieder auf die Strecke zu lassen, entschädigt aber teilweise für den WEC-Ausstieg. Außerdem ergibt sich die Möglichkeit, endlich einmal herauszufinden, was ein unreglementierter LMP1 auf der Stoppuhr zu leisten im Stande ist.

Porsche debütierte im Jahre 2014 mit dem 919 Hybrid in der FIA WEC. In den Jahren 2015, 2016 und 2017 konnte das Team nicht nur drei Gesamtsiege bei den 24 Stunden von Le Mans einfahren, sondern jeweils auch Fahrer- und Hersteller-WM gewinnen. In 34 Renneinsätzen gelangen insgesamt 17 Siege, 20 Pole-Positions und 13 schnellste Runden.


Siehe auch

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Romain Grosjean (Haas): Seine fünf Schutzengel

Mathias Brunner
​Es besteht kein Zweifel: Noch vor wenigen Jahren hätte Romain Grosjean bei einem Unfall wie am 29. November 2020 sein Leben verloren. Es waren vor allem fünf Faktoren, die ihn gerettet haben.
» weiterlesen
 

TV-Programm

  • Fr. 04.12., 23:50, ORF 1
    Formel 1 Großer Preis von Sakhir 2020
  • Sa. 05.12., 00:05, Sky Sport 2
    Formel 1: Großer Preis von Sakhir
  • Sa. 05.12., 00:45, Hamburg 1
    car port
  • Sa. 05.12., 01:05, Sky Sport 2
    Formel 1: Großer Preis von Sakhir
  • Sa. 05.12., 01:40, Motorvision TV
    4x4 - Das Allrad Magazin
  • Sa. 05.12., 03:15, ORF Sport+
    Formel 1
  • Sa. 05.12., 04:35, Sky Sport 2
    Formel 1: Großer Preis von Sakhir
  • Sa. 05.12., 05:15, Hamburg 1
    car port
  • Sa. 05.12., 05:25, SPORT1+
    Motorsport - FIA WEC
  • Sa. 05.12., 05:35, Motorvision TV
    Top Speed Classic
» zum TV-Programm
7DE