Porsche bestätigt LMDh-Motor: Es ist ein V8-Turbo

Von Oliver Müller
Der Porsche LMDh beim Shakedown in Weissach

Der Porsche LMDh beim Shakedown in Weissach

Der neue LMDh-Prototyp von Porsche wird von einem großvolumigen V8-Triebwerk mit doppelter Turbolaufladung angetrieben. Der Motor muss per Reglement ein Mindestgewicht von 180 Kilogramm aufweisen.

Endlich hat Porsche das bestätigt, was als Gerücht schon lange durch das Fahrerlager schwirrt. Der Hersteller aus Schwaben wird bei seinem neuen Rennprototypen für die LMDh-Klasse auf einen V8-Motor setzen, der zudem von doppelter Turbolaufladung unterstützt wird. Das genaue Volumen des Brennraums hat Porsche noch nicht bestätigt - lediglich dass es sich um ein großvolumiges Aggregat handeln soll.

«Wir hatten bei der Auswahl des Motors für unseren LMDh-Prototypen die Qual der Wahl, denn die Produktpalette bietet mehrere erfolgversprechende Basisaggregate», meint Porsche-Motorsportchef Thomas Laudenbach. «Wir haben uns für den V8-Biturbo entschieden, der aus unserer Sicht die beste Kombination im Hinblick auf Leistungscharakteristik, Gewicht und Kosten bietet. Der Start in das aktive Testprogramm war ein wichtiger Schritt für das Projekt.»

Der Motor wird zudem von einem Hybridsystem unterstützt. Gemäß LMDh-Reglement ist dies ein Standardteil, welches alle Hersteller in der Klasse nutzen müssen. Die Einheitsbauteile für die Rekuperation, Speicherung und Abgabe der elektrischen Energie stammen von Williams Advanced Engineering (Batterie), Bosch (Motor-Generator-Einheit sowie Steuerungs-Elektronik) und Xtrac (Getriebe).

Der Motor muss per Reglement eine Leistung zwischen 480 und 520 KW haben. So können die Regelhüter Anpassungen über die BoP (Balance of Performance) vornehmen und entsprechend Rennspannung erzeugen. Das Regelbuch schreibt außerdem eine Höchstdrehzahl von 10.000 Umdrehungen pro Minute, ein maximales Vorbeifahrgeräusch von 110 Dezibel und ein Mindestgewicht von 180 Kilogramm vor.

Durch das Hybridsystem wird die Leistung der Wagen in der LMDh-Klasse jedoch nicht erhöht. Sobald die Elektropower einsetzt, muss der Verbrenner entsprechend weniger Power abgeben, sodass die Systemleistung nicht ansteigt.

Porsche hatte Mitte Januar den Shakedown des Rennwagens in Weissach absolviert. «Der Roll Out des LMDh-Rennwagens war auch erste Streckeneinsatz von Porsche Penske Motorsport», erklärt Urs Kuratle (Gesamtprojektleiter LMDh bei Porsche Motorsport). «Die Mannschaft hat von Beginn an gut zusammengearbeitet. Das beweist die hohe Professionalität aller beteiligten Bereiche. Denn die notwendigen operativen Anforderungen an den sicheren Betrieb eines Hybridfahrzeugs sind sehr hoch. In den nächsten Einsätzen können die erforderlichen Abläufe und Prozeduren weiter vertieft werden. Während dieser ersten Testtage in Weissach hat uns der V8-Biturbo in allen Belangen überzeugt. Wir sind sicher, uns genau für das richtige Aggregat entschieden zu haben.»

Demnächst steht dann auch der erste Test auf einer richtigen Rennstrecke an - wohl in Südeuropa. Der erste Renneinsatz ist bei den 24h von Daytona 2023 anvisiert. Auch in der FIA WEC wird der Rennwagen 2023 antreten.

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