Fernando Alonso: Wann er erstmals im IndyCar sitzt

Von Mathias Brunner
Formel 1
Fernando Alonso

Fernando Alonso

​McLaren-Honda-Superstar Fernando Alonso und sein Start beim Indy 500 Ende Mai sind bislang die grosse Geschichte des Wochenendes. Der Spanier sagt, wie er sich auf den Rennklassiker vorbereitet.

Für den zweifachen Formel-1-Champion Fernando Alonso steht fest: «Nach Amerika zu gehen, das ist ein Schritt, bei dem es nur Gewinner gibt. Es ist gut für das Indy 500, wenn Formel-1-Fahrer dort antreten. Es ist gut für die IndyCar-Serie, wenn wir hier in Europa über das 500 reden. Es ist fabelhaft von McLaren, am gleichen Wochenende Autos in zwei so unterschiedlichen Kategorien einzusetzen. Ich sehe ja an den Reaktionen der Fans, wie sie davon fasziniert sind. Und ich selber bin es ja auch.»

Alonso weiss: «Indy, das bedeutet eine ganz andere Strategie, das sind komplett andere Autos, es wird anders gefahren. Ich muss in den kommenden Wochen sehr viel lernen, aber ich bin bereit.»

«Heute würde ich über meine Situation sagen: Ich bin ausserhalb meiner Komfortzone, weil es so viele Unbekannte gibt. Aber ich habe nichts zu verlieren, und ich fürchte mich nicht davor, alles dafür zu geben, ein gutes Ergebnis zu erzielen. Meine Lernkurve ist steil. Die kommenden Wochen werden sehr wichtig. Aber ich wusste, wenn ich die grossen drei Rennen erobern will, also neben Monaco, wo ich schon gewinnen konnte, Le Mans und Indy, dann muss ich jetzt damit anfangen. Und ich bin sehr dankbar, dass ich es darf.»

Was käme denn nach Indy 500 und Le Mans? Alonso lacht: «Die Kart-WM!»

Über die kommenden Wochen sagt Fernando: «Es gibt noch keinen Plan Tag für Tag, aber wir möchten ungefähr so vorgehen – nach Russland reise ich nach Indy, ich werde im Simulator sitzen, und wenn alles optimal läuft, dann fahre ich meinen ersten Test. Dann folgt der spanische Grand Prix. Noch in der Nacht auf Montag jette ich nach Amerika, denn ab Montagmittag wird in Indianapolis getestet, und ich kann es mir nicht erlauben, nur eine Minute zu verlieren. Ich werde mir auch alle erdenklichen Videos über das 500 anschauen, um einige Kniffe zu lernen.»

Hürden sieht Alonso keine: «McLaren-Direktor Zak Brown ist Amerikaner, da war ihm das Indy 500 wichtig. Teamchef Eric Boullier ist Franzose, also kann er meine Begeisterung für Le Mans verstehen. Jetzt geht es nur noch darum, die Flugverbindungen zu checken!»

«Ich fliege ohne exaktes Ziel nach Indy. Ich bin aufgekratzt und freue mich auf alles, was ich lernen kann. Ich bin aufgeregt, dass ich an einer so fabelhaften Veranstaltung teilnehmen kann. Ich reise in Bescheidenheit an, aber ich sage auch – wenn ich mein grosses Ziel von Siegen überall erreichen will, dann muss ich nun damit anfangen. Und wenn es auch nur die kleinste Chance auf den Sieg gibt, dann will ich die gleich nutzen.»

Plant Alonso andere IndyCar-Einsätze? «Nein, das 500 wird eine einmalige Sache sein für diese Saison.»

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