Formel-1-Saison 2017: Wer ist Effizienz-Weltmeister?

Von Mathias Brunner
Formel 1
Mercedes vor Force India – die effizientesten GP-Rennställe

Mercedes vor Force India – die effizientesten GP-Rennställe

​Es ist oft davon die Rede, dass kein Team sein Geld so effizient verwende wie Force India – 2016 und 2017 jeweils WM-Vierter hinter Mercedes, Ferrari und Red Bull Racing. Aber stimmt das wirklich?

Über Geld wird in der Formel 1 nicht gerne geredet. Kein Rennstall bezieht jeweils Stellung, wenn es darum geht, die Budgets für eine Saison in Euro zu formulieren. Das «Business Book GP» versucht jedes Jahr, den genauen Zahlen auf die Spur zu kommen. Addiert sind die Summen aus Sponsor-Einkommen, von Partnerfirmen sowie Einkünfte aus dem Erlös aus TV-Rechten.

Wie nahe Business Book GP an die Wahrheit heranreicht, wissen nur die Verantwortlichen der zehn Rennställe, und die schweigen wie ein Grab, auch zu den 2017er Zahlen.

Immer wieder heisst es, der Rennstall Force India verwende sein Geld so effizient wie kein anderes Grand-Prix-Team. Wir wollten der Sache auf den Grund gehen.

Team-Budgets 2017
1. Mercedes-Benz 497,3 Millionen Euro
2. Ferrari 473,5
3. McLaren-Honda 451,7
4. Red Bull Racing 429,6
5. Renault 271,2
6. Williams 185,3
7. Force India 145,1
8. Toro Rosso 125,3
9. Haas 117,6
10. Sauber 90,9

Konstrukteurs-Pokal 2017
1. Mercedes 668 Punkte
2. Ferrari 522
3. Red Bull Racing 368
4. Force India 187
5. Williams 83
6. Renault 57
7. Toro Rosso 53
8. Haas 47
9. McLaren-Honda 30
10. Sauber 5

Wenn wir nun den Aufwand ins Verhältnis setzen zum Punkte-Ertrag, dann kommt folgende Tabelle heraus.

Effizienz-Tabelle (Euro/WM-Punkt)
1. Mercedes 744.461
2. Force India 775.936
3. Ferrari 907.088
4. Red Bull Racing 1.167.391
5. Williams 2.232.530
6. Toro Rosso 2.364.150
7. Haas 2.502.128
8. Renault 4.757.894
9. McLaren-Honda 15.056.666
10. Sauber 18.040.000

Fazit
Die Kosten/Nutzen-Rechnung bei Mercedes geht sehr gut auf. Force India wird dem guten Ruf gerecht, aus den Möglichkeiten sehr viel zu machen. Auch der Aufwand bei Ferrari und Red Bull Racing geht in Ordnung. Bei Renault, McLaren und Sauber hingegen passen Aufwand und Ertrag hinten und vorne nicht zusammen.

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