Renault: Wirbel um neuen Hülkenberg-Renner

Von Andreas Reiners
Formel 1
Der neue Renault beim Filmtag

Der neue Renault beim Filmtag

War das in der vergangenen Woche nun das neue Auto der Franzosen? Oder wurde der Öffentlichkeit ein alter Hut gezeigt?

Der neue Bolide von Nico Hülkenberg hat in Barcelona seine ersten Runden gedreht. Zwei Tage vor den Wintertestfahrten absolvierten die Franzosen ihren Filmtag. Dabei war der R.S.18 in einem kleinen Video-Schnipsel kurz zu sehen. Immerhin.

Denn was Renault in dieser Woche als neues Auto präsentierte, war alles andere als das neue Auto. Renault-Geschäftsführer Cyril Abiteboul bestätigte bei den Kollegen von motorsport.com: «Um es ganz klar zu sagen: Das Auto, das wir in digitaler Form gezeigt haben, war wirklich nur eine Präsentation für die Lackierung.»

Abiteboul war offensichtlich etwas erschrocken, welche Schlüsse aus den Bildern gezogen wurden. «Ich habe in Internetforen gelesen, dass die Leute Schlussfolgerungen daraus ziehen. Beruhigt euch, Leute! Versucht nicht, den Radstand daraus zu berechnen, denn es ist nicht repräsentativ für irgendetwas», sagte er.

Repräsentativ wird aber das sein, was ab Montag in Barcelona zu sehen sein wird, dann ist das Versteckspiel zum Großteil beendet. Dann kann der neue Bolide ausgiebig bewundert werden.

Abiteboul schätzt, dass «Renault die Top-Teams ärgern kann, obschon wir nur 85 Prozent ihrer Ressourcen haben. Das gilt für das Budget wie für die Mannschaftsgröße. Aber es geht nicht alleine darum, einfach so viele Mitarbeiter zu haben wie Mercedes oder Red Bull Racing. Es geht darum, die Möglichkeiten effizient zu nutzen. Wir werden weiter wachsen, aber das Wachstum verlangsamt sich, denn wir sind inzwischen an vielen Stellen sehr gut besetzt. Am Ende werden wir im Chassis-Werk von Enstone wohl bei bis zu 750 Mitarbeitern landen.»

Renault-Sonderberater Alain Prost meinte bei den Kollegen von AutoHebdo: «Man muss hinsichtlich seiner Ziele realistisch und vorsichtig sein. Vor uns in der WM liegen richtige Kriegsmaschinen, die seit Jahren um Titel kämpfen. Wir müssen uns Schritt um Schritt entwickeln.»

Ein bestimmter Schlussrang in der WM steht für den vierfachen Formel-1-Champion nicht im Mittelpunkt: «Wir müssen vielmehr verstehen, wie wir den Rückstand auf die Top-Teams verringern können. In diesem Jahr lagen wir im Schnitt eineinhalb Sekunden hinter Mercedes, Ferrari und Red Bull. In der kommenden Saison müssen wir das halbieren.»

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