Toto Wolff: «Ferrari war am Morgen extrem schnell»

Von Agnes Carlier
Formel 1

Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff durfte sich in Baku über die erste Startreihe in Silber freuen. Polesetter Valtteri Bottas und Lewis Hamilton profitierten dabei von den Verzögerungen im Qualifying.

Zwei Mal wurde das Abschlusstraining auf dem Strassenkurs von Baku unterbrochen, weil ein F1-Renner in der achten Kurve in der Streckenbegrenzung steckte: Zum Schluss des ersten Qualifying-Abschnitts rauschte Williams-Rückkehrer Robert Kubica in die TecPro-Elemente, zur Q2-Mitte verabschiedete sich mit Ferrari-Star Charles Leclerc der Top-Favorit für die Pole auf die gleiche Weise und an gleicher Stelle aus dem Rennen um die besten Startplätze.

Weil die Streckenbegrenzung repariert werden und entsprechend viel Schrott von der Piste geschafft werden musste, verzögerte sich das entscheidende Top-10-Stechen, sodass die Piloten schliesslich bei deutlich kühleren Temperaturen als erwartet zum Q3 ausrückten. Das spielte vor allem den Silberpfeil-Piloten Valtteri Bottas und Lewis Hamilton, die sich die ersten beiden Startplätze sicherten, in die Hände.

Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff, der zur ersten Zwangspause noch geseufzt hatte, dass den Silberpfeilen auf einer Runde schlicht der Speed fehle, um mit Ferrari mithalten zu können, bestätigte: «Ich denke, es war ein Vorteil für uns, dass die Temperaturen sanken, wir konnten zulegen. Das Auto wurde immer besser. Am Morgen war Ferrari noch in einer eigenen Liga unterwegs. Die Streckenverhältnisse und Bedingungen sorgten dafür, dass sie im dritten freien Training noch extrem schnell waren. Aber sobald es kühler wurde, änderte sich wohl das Kräfteverhältnis.»

«Am Morgen wussten wir noch nicht, wie wir diesen Rückstand aufholen sollten, denn der war ziemlich gross. Aber wir wussten gleichzeitig, dass wir durchaus über die richtige Performance verfügten und es einfach nicht schafften, die Reifen ins richtige Arbeitsfenster zu bringen. Doch je weiter der Tag voranschritt, desto besser wurde das Auto, das am Ende ganz gut war», schilderte der Wiener, der natürlich auch auf die Taktik-Spielchen zum Schluss der Qualifying-Zeitenjagd angesprochen wurde.

Denn Mercedes verhinderte es, Rivale Sebastian Vettel einen unfreiwilligen Windschatten zu spenden, indem Hamilton und Bottas nach dem Verlassen der Box noch einmal auf jenen Bereich steuerten, der für Startübungen reserviert ist. Vettel, der angesichts der ausrückenden Silberpfeile auch losfuhr, rauschte vorbei und hatte keinen schnellen Renner vor sich, der ihm den nötigen Vorteil verschaffen konnte.

«Du versuchst natürlich immer, den richtigen Kompromiss zu finden zwischen einem guten Windschatten und einer störungsfreien Outlap. Und man konnte in Shanghai sehen, dass das auch schiefgehen kann, wenn man zu spät über die Ziellinie kommt, um noch eine Runde zu drehen», kommentierte Wolff, der auch unumwunden zugab: «Wir konnten ein Muster erkennen, wonach jeder darauf wartete, dass wir auf die Strecke gehen. Deshalb dachten wir, dass wir etwas Anderes ausprobieren sollten, und das taten wir dann auch.»

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