Cyril Abiteboul (Renault): «Denke nicht ans Aufhören»

Von Otto Zuber
Formel 1
Renault-Teamchef Cyril Abiteboul

Renault-Teamchef Cyril Abiteboul

Renault-Teamchef Cyril Abiteboul weiss, dass nicht nur seine Mannschaft zulegen muss. «Auch ich muss mich weiter verbessern, wie jeder Andere», betont der ehrgeizige Franzose.

2018 belegte das Renault-Werksteam noch mit 122 WM-Zählern den vierten Platz hinter den Top-3-Rennställen. Doch im vergangenen Jahr musste sich die Mannschaft des französischen Autobauers mit 91 Punkten und dem fünften WM-Rang begnügen. Besonders bitter: Der Titel «Best of the Rest» ging stattdessen an Motorenkunde McLaren.

Dabei hatte Cyril Abiteboul lange am vor Saisonstart formulierten Ziel festgehalten, den vierten Platz in der WM-Tabelle zu festigen und den Rückstand auf die Top-3 zu verringern. Doch der Teamchef musste am Ende einsehen, dass daraus nichts mehr wurde. Der Franzose weiss, dass nicht nur seine Mannschaft zulegen muss.

Auch er selbst sei in der Pflicht, betonte Abiteboul im Interview mit dem britischen Magazin «Motor Sport»: «Die Formel 1 ist ein harter Sport, in dem du dich als Teamchef nicht verstecken kannst. Ich habe viel dazugelernt, aber auch ich muss mich weiter verbessern, wie jeder Andere.»

Eine Schwäche sei, dass er schlecht mit Niederlagen umgehen könne, offenbart der Ingenieur. «Ich bin extrem emotional und nehme die Dinge sehr ernst. Ich liebe die Rennfahrerei aber ich habe Mühe, die Tatsache hinzunehmen, dass wir an jedem Wochenende wieder verlieren. Denn so ist es doch, auch wenn wir Fortschritte machen, denn der Zweite ist bereits der erste Verlierer», erklärt er.

«Ich muss lernen, zu verlieren, gleichzeitig will ich meinen Siegeswillen nicht verlieren. Der Erfolgshunger ist in dieser Zeit der Erfolglosigkeit gestiegen, mit jedem Jahr, das verstreicht, werden wir stärker. Selbst in der vergangenen Saison war das nicht anders. Wir sind zwar nur auf dem fünften WM-Platz gelandet, aber wir waren stärker als im Vorjahr, das wir als Vierte abschliessen konnten. Dessen bin ich mir sicher.»

Schritt für Schritt geht es in Richtung des grossen Zieles, Siege einzufahren. «Das ist auch mein persönliches Ziel. Ob ich es erreichen werde, ist eine andere Geschichte. Aber ich kann euch versichern, dass ich im Moment nicht ans Aufhören denke, und daran wird sich auch nichts ändern, solange ich es nicht für unmöglich halte oder wir unser Ziel erreicht haben. Und ich bin zuversichtlich, dass diese Mannschaft eines Tages wieder gewinnen wird. Das haben wir früher schon geschafft und das werden wir wieder schaffen», fügt Abiteboul an.

Formel-1-WM 2019, Fahrer

1. Lewis Hamilton, Mercedes, 413 Punkte. 2. Valtteri Bottas, Mercedes, 326. 3. Max Verstappen, Red Bull Racing 278. 4. Charles Leclerc, Ferrari, 264. 5. Sebastian Vettel, Ferrari 240. 6. Carlos Sainz, McLaren, 96. 7. Pierre Gasly, Toro Rosso, 95. 8. Alex Albon, Red Bull Racing, 92. 9. Daniel Ricciardo, Renault, 54. 10. Sergio Pérez, Racing Point, 52. 11. Lando Norris, McLaren, 49. 12. Kimi Räikkönen, Alfa Romeo, 43. 13. Daniil Kvyat, Toro Rosso, 37. 14. Nico Hülkenberg, Renault, 37. 15. Lance Stroll, Racing Point, 21. 16. Kevin Magnussen, Haas, 20. 17. Antonio Giovinazzi, Alfa Romeo, 14. 18. Romain Grosjean, Haas, 8. 19. Robert Kubica, Williams, 1. 20. George Russell, Williams, 0.

Formel-1-WM 2019, Teams

1. Mercedes, 739 Punkte. 2. Ferrari, 504. 3. Red Bull Racing, 417. 4. McLaren, 145. 5. Renault, 91. 6. Toro Rosso, 85. 7. Racing Point, 73. 8. Alfa Romeo, 57. 9. Haas, 28. 10. Williams, 1.

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