Bernie Ecclestone rät: Formel-1-WM absagen

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Bernie Ecclestone

Bernie Ecclestone

Formel-1-Zirkusdirektor Chase Carey hofft immer noch auf eine späte Durchführung einer Saison, die 15 bis 18 Rennen umfasst. Sein Vorgänger Bernie Ecclestone rät hingegen zur WM-Absage.

Die Coronavirus-Pandemie hat die Welt weiter im Griff, die Zahl der Infizierten und jener, die die Lungenkrankheit Covid-19 nicht überleben, steigt stündlich. Ein Ende der Krise, die in einigen Ländern katastrophale Auswirkungen hat, ist nicht in Sicht. Dennoch träumt Formel-1-CEO Chase Carey weiter von einer Saison 2020, die 15 bis 18 Rennen Umassen soll.

«Das Risiko für weitere Verschiebungen sei gross, räumt der Amerikaner ein. «Trotzdem gehen wir und unsere Partner davon aus, dass die Saison an irgendeinem Punkt in diesem Sommer beginnen wird», betont er gleichzeitig. «Im Moment kann niemand sicher sagen, wann sich die Situation verbessern wird. Wenn sie es tut, werden wir bereit sein, wieder Rennen zu fahren. Wir sind fest entschlossen, unseren Fans eine Saison 2020 zu bieten. Wir arbeiten an einem überarbeiteten Kalender aus 15 bis 18 Rennen.»

Sein Vorgänger Bernie Ecclestone würde hingegen gleich Nägel mit Köpfen machen und die ganze Saison absagen. Der Baumeister der modernen Formel 1 erklärte im Reuters-Interview: «Was ich tun würde? Ich denke, ich wäre gezwungen, sämtliche Gespräche über irgendwelche Rennen in diesem Jahr zu beenden. Das ist das einzig Sichere, das man tun kann, um zu vermeiden, dass jemand irre Vorkehrungen für etwas trifft, das vielleicht nicht passieren wird.»

Und was sagt der 89-Jährige zu den 15 bis 18 Rennen, die Carey durchdrücken will? «Ich wäre sehr überrascht, wenn sie das hinbekommen. Ich hoffe, dass sie es schaffen, das tue ich wirklich. Man könnte etwa drei bis vier Rennen zu Beginn des nächsten Jahres durchführen, die immer noch zur WM 2020 zählen.»

«Das Problem ist nur, dass nicht klar ist, wo diese stattfinden werden, wo die Teams hingehen können und die Promoter einen GP auch ausrichten wollen. Es ist schön und gut, einen Kalender in der Wartezeit zu erstellen. Das grosse Problem ist nur, die GP-Ausrichter auch dazu zu bringen, ein Rennwochenende ausrichten zu wollen.»

Die Coronakrise sieht Ecclestone als Chance an, den ganzen Sport zu revolutionieren. «Es könnte eine gute Gelegenheit für Liberty sein, das Ganze wirklich unter Kontrolle zu bringen», erklärt der geschäftstüchtige Engländer.

Der gegenwärtige Formel-1-Kalender 2020

14. Juni: Montreal, Circuit Gilles Villeneuve/CDN
28. Juni: Le Castellet, Circuit Paul Ricard/F
05. Juli: Spielberg, Red Bull Ring/A
19. Juli: Silverstone, Silverstone Circuit/GB
02. August: Mogyoród bei Budapest, Hungaroring/H
30. August: Francorchamps, Circuit de Spa-Francorchamps/B
06. September: Monza, Autodromo Nazionale/I
20. September: Singapur, Marina Bay Street Circuit/SGP
27. September: Sotschi, Sochi Autodrom/RUS
11. Oktober: Suzuka, Suzuka Circuit/J
25. Oktober: Austin, Circuit of the Americas/USA
1. November: Mexico City, Autódromo Hermanos Rodríguez/MEX
15. November: São Paulo, Autódromo José Carlos Pace/BR
29. November: Abu Dhabi, Yas Marina Circuit/UAE

Ohne neuen Termin
Shanghai, Shanghai International Circuit/RCH
Melbourne, Albert Park Circuit/AUS
Bahrain, Bahrain International Circuit/BRN
Hanoi, Street Circuit Hanoi/VN
Zandvoort, Circuit Park Zandvoort/NL
Montmeló bei Barcelona, Circuit de Barcelona-Catalunya/E
Aserbaidschan, Baku City Circuit/AZ

Abgesagt
Monte Carlo, Circuit de Monaco/MC

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