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Ralf Schumacher: Meistermacher und Talenteflüsterer

Ralf Schumacher fährt mit dem Team US Racing seit einigen Jahren Erfolge in der Nachwuchsarbeit ein. Der frühere Formel-1-Fahrer spricht über Probleme und das Erfolgsgeheimnis.

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Es liegt in der Natur der Sache, dass es ein wenig untergeht, doch Ralf Schumacher hat nach der Formel-1-Karriere eine neue Berufung gefunden: die Nachwuchsarbeit. Im Schatten der großen Stars bereitet er die Talente auf ihre nächsten Schritte vor.

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Zusammen mit dem früheren HWA-Vorstandschef Gerhard Ungar führt Schumacher das Motorsport-Team US Racing. Und das überaus erfolgreich: Das Team ist seit der Premierensaison der ADAC Formel 4 2015 dabei, zu Beginn noch unter anderem Namen.

Ungar führte den Rennstall bereits unter anderen Konstellationen, als Schumacher Ende 2015 dazu stieß. Beide kennen sich aus der gemeinsamen DTM-Zeit bei Mercedes.

2018 und 2019 dominierte die Mannschaft das Geschehen in der Formel 4. 2018 gewann Lirim Zendeli den Fahrertitel, Schumachers Sohn David den Rookie- und US Racing den Teamtitel.

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2019 dann erneut der Hattrick: Theo Pourchaire holte sich den Titel, Roman Stanek war der beste Neuling und US Racing erneut das erfolgreichste Team. Prominenter Name an Bord war in der vergangenen Saison Charles Leclercs Bruder Arthur. 2020 gehören Elias Seppänen (16, Finnland), Tim Tramnitz (15, Hamburg) und Vlad Lomko (15, Russland) zum Team.

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Das Erfolgsgeheimnis? "Der Pilot ist wichtig, aber was vor allem wichtig ist: Die jungen Leute in die richtige Richtung zu lenken, ihnen mit Geduld alles zu erklären", sagte Schumacher beim GT-Masters-Talk.

Natürlich läuft bei den Talenten noch lange nicht alles glatt. "Das ist manchmal nicht so leicht, weil auch die Eltern dabei sind. Und manchmal geht es auch schief, weil die Fahrer Heißsporne sind. Das Geheimnis ist aber, dass das Team eine Einheit ist und die Fahrer einem vertrauen."

Bei seinem Sohn, der 2020 in der neuen Formel 3 im Rahmenprogramm der Formel 1 fahren soll, war das übrigens "auch nicht immer einfach", wie Schumacher verrät. "Wir haben aber immer an einem Strang gezogen. Wir sind im Motorsport groß geworden. Ich habe zum Beispiel die Fehler immer zuerst bei mir gesucht, und so haben wir es auch beim David gehalten. Das ist auch der richtige Weg, denn die Performance lügt ja nicht."

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Und wie findet man ihn nun, den kommenden Formel-1-Superstar? Gibt es gleich zu Beginn, in der untersten Formelklasse, bereits Anzeichen, die darauf hindeuten?

Schumacher betont: "Man muss mit den Jungs Geduld haben, die geben sich alle Mühe."

Aber: "Man erkennt, wenn jemand seine Prioritäten setzt und sich darauf konzentriert, was er tut, und das möglichst alleine, ohne die Begleitung, durchziehen will. Die sind alle in einem Alter, wo dieser Halt durch die Familie sehr wichtig ist. Aer ich halte unser Team für sehr familiär. Dann muss man ihnen Zeit geben, wichtig sind der Wille und der Fortschritt über das Jahr hinweg."

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