Toto Wolff über Sebastian Vettel: «Eine Bereicherung»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Sebastian Vettel und Toto Wolff nach dem Monaco-GP 2019

Sebastian Vettel und Toto Wolff nach dem Monaco-GP 2019

​Sebastian Vettel wird 2021 nicht mehr für Ferrari fahren. Damit wäre er frei, um ein neues Kapitel zu beginnen. Mercedes-Teamchef Toto Wolff: «Vettel ist für jedes Formel-1-Team eine Bereicherung.»

Es ist die Hammermeldung des Tages: Ferrari und Sebastian Vettel haben bestätigt, dass sie 2021 nicht mehr zusammenarbeiten. Zwei Fragen drängen sich auf: Wen holt Ferrari statt Vettel? Und bedeutet dies automatisch Rücktritt von Sebastian Vettel?

Ex-GP-Pilot Marc Surer hat noch vor dem offiziellen Aus von Vettel bei Ferrari angeregt: «Wieso keine Alternative, die Mercedes heisst? Wenn Vettel nochmals Weltmeister werden will, dann wird er nicht zu McLaren ziehen. Dort dauert das einfach zu lange, zumal die Einführung der neuen Rennwagengeneration um ein Jahr verschoben worden ist. McLaren wird mit dem Mercedes-Motor 2021 weiter Fortschritte machen, aber diese Schritte werden kleiner, und ich glaube nicht, dass sie im kommenden Jahr um den Titel mitfahren. Vettel zu Mercedes, das wäre doch ein Knaller. Und die Traditionsfirma hätte wieder einen Deutschen im Wagen.»

Was sagt Erfolgs-Teamchef Toto Wolff? Der Baumeister von sechs WM-Titeln in Folge seit 2014 gegenüber der dpa: «Sebastian ist ein grossartiger Fahrer, eine grösse Persönlichkeit und für jedes Formel-1-Team eine Bereicherung. Wir sind in erster Linie gegenüber unseren aktuellen Mercedes-Fahrern zu Loyalität verpflichtet, aber wir können diese Entwicklung natürlich nicht ausser Acht lassen.»

Marc Surer bleibt überzeugt: «Es kann Zufall sein oder nicht, dass sich Toto Wolff privat bei Aston Martin als Investor engagiert. Möglicherweise jedoch spürt Hamilton, dass diese grosse Mercedes-Ära in der Formel 1 dem Ende zugeht. Eine Überlegenheit ist vielleicht auch nicht mehr so gross, wenn mit einem Budgetdeckel gearbeitet werden muss. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich Hamilton derzeit viele Gedanken macht.»

«Für Ferrari zu fahren, das ist natürlich das i-Tüpfelchen auf einer grossen Karriere. Bei Hamilton gilt zu bedenken: Er ist bereits für zwei verschiedene Rennställe Weltmeister geworden, im Gegensatz zu Sebastian Vettel. Aus dieser Perspektive muss er nicht unbedingt nach Maranello. Aber der Mythos Ferrari lockt jeden – auch Lewis Hamilton.»

Eddie Jordan nahm von 1991 bis 2005 mit seinem eigenen Grand-Prix-Rennstall an der Formel-1-WM teil. Jordan hat mit einigen spektakulären Vorhersagen in der Formel 1 Recht behalten. So hielten ihn viele Insider für übergeschnappt, als er behauptete, Lewis Hamilton werde von McLaren zu Mercedes wechseln. Oder dass Michael Schumacher zur Saison 2010 hin zu Mercedes in die Formel 1 zurückkommen werde.

Im vergangenen Dezember spekulierte der inzwischen 72jährige Jordan im «Top Gear»-Magazin: «Ich bin mir ganz sicher, dass Lewis 2021 zu Ferrari wechseln wird.»

Dazu haute Jordan raus: «Lewis wird nur dann zu Ferrari gehen, wenn irgend jemand da ist, der ihn davor bewahrt, von Charles Leclerc verdrängt zu werden. Und deshalb denke ich auch, dass er wechseln wird, denn auch Totos Vertrag läuft Ende 2020 aus.»

Zum spektakulären Transfer zu Ferrari gemeinsam mit Lewis Hamilton sagte Wolff daraufhin in der Kronen Zeitung: «Klingt wie ein guter Plan. Aber ich würde da lieber vorher noch etwas einschieben: Gemeinsam mit Lewis zum Mars fliegen und uns umschauen, ob man dort auch etwas gewinnen kann.»

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