Österreich-GP: Keine Strafe für Lewis Hamilton

Von Rob La Salle
Formel 1
Lewis Hamilton darf seinen zweiten Startplatz behalten

Lewis Hamilton darf seinen zweiten Startplatz behalten

Das erste Qualifying des Jahres in Spielberg barg für Lewis Hamilton gleich zwei unliebsame Überraschungen: Erst setzte sich Valtteri Bottas im Kampf um die Pole durch, dann wurde Lewis zu den Regelhütern zitiert.

So hatte sich Lewis Hamilton das erste Abschlusstraining nach der langen Corona-Zwangspause sicher nicht vorgestellt, schliesslich hatte er in allen drei freien Trainings den Ton angegeben. Doch als es am heutigen Samstagnachmittag darauf ankam, war sein Teamkollege Valtteri Bottas der schnellere der beiden Mercedes-Piloten – wenn auch nur knapp. Nur zwölf Tausendstel betrug Hamiltons Rückstand auf den Finnen.

Das war nicht die einzige bittere Pille, die der sechsfache Weltmeister schlucken musste. Denn nach der Zeitenjagd musste der 84-fache GP-Sieger kurz nach 18 Uhr bei den Rennkommissaren vorsprechen und sich gleich in zweierlei Hinsicht erklären, wie die Rennleitung mitteilte.

Dr. Gerd Ennser und Felix Holter (beide Deutschland), der frühere Formel-1-Fahrer Tonio Liuzzi (Italien) und Walter Jobst (Österreich) wollten einerseits wissen, warum er sich auf seiner letzten Runde verbesserte, obwohl zwischen den Kurven 5 und 7 die gelben Flaggen gezeigt wurden.

Der Mercedes-Pilot erklärte, dass er die LED-Tafel und die Flaggen der Streckenposten wegen des aufgewirbelten Drecks nicht sehen konnte. «Ich kam um die Ecke, ging aufs Gas und dache, Valtteri ist nur kurz von der Strecke gefahren und weiter vorne wieder auf die Piste zurückgekehrt. Deshalb hielt ich Ausschau nach Kies oder einem Auto auf der Bahn.»

«Ich glaube es war in der sechsten Kurve, als ich realisiert habe, dass Valtteri sehr viel weiter links unterwegs war. Alles lief ziemlich schnell ab und es gab eine ziemlich grosse Dreckwolke, die aufgewirbelt wurde», fügte der Titelverteidiger aus Grossbritannien an.

Andererseits stand auch das Verlassen der Bahn in der zehnten Kurve seiner ersten schnellen Q3-Runde zur Diskussion, die schliesslich die Streichung der ersten Rundenzeit zur Folge hatte – sein schnellster Versuch, der ihm den zweiten Platz hinter Bottas beschert hatte, ist davon aber nicht betroffen.

Auch wegen der gelben Flaggen gab es keine Strafe gegen Lewis, da es widersprüchliche Signale gab, als Hamilton den entsprechenden Streckenabschnitt durchfuhr. Die Video-Aufnahmen bewiesen, dass gleichzeitig gelbe Flaggen geschwenkt wurden, als die LED-Tafeln noch grün anzeigten. Deshalb sahen die Regelhüter von einer Strafe ab.

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Lewis Hamilton: Hunger auf mehr als Formel 1

Mathias Brunner
​Lewis Hamilton ist nach 2008, 2014, 2015, 2017, 2018 und 2019 zum siebten Mal Formel-1-Weltmeister. Doch sein Erbe besteht nicht aus Bestmarken, die er reihenweise niederreisst. Sein Erbe reicht erheblich weiter.
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