Charles Leclerc (Ferrari/3.): «Das war reines Glück»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Platz 3 für Charles Leclerc

Platz 3 für Charles Leclerc

​Der zweifache GP-Sieger Charles Leclerc bleibt der Mann, der Chancen ergreift, wenn sie sich bieten. Nach dem glücklichen zweiten Platz in Österreich nun ein glücklicher dritter Platz in Silverstone.

Charles Leclerc war auf dem Weg zu einem soliden vierten Platz, als Ferrari mit viel Glück einen Podestplatz geschenkt bekam. Beim WM-Auftakt auf dem Red Bull Ring war der Monegasse von zahlreichen Ausfällen nach vorne gespült worden, nun war es der Reifenschaden am Mercedes von Bottas, der Leclerc Rang 3 in Silverstone beschert hat.

Der WM-Fünfte Leclerc sagt: «Das war ein schwieriges Rennen. Ich hörte, dass Bottas in Schwierigkeiten ist, ich nahm erheblich Tempo raus. Dann sah ich den Wagen von Carlos Sainz, auch er mit Reifenproblemen, dann meldeten sich meine Jungs erneut am Funk und sagten, dass es auch Hamilton erwischt hätte. Das war heute reines Glück; Glück, dass wir vor Reifenschäden verschont geblieben sind, Glück, dass wir einen Podestplatz erhalten haben.»

«Was mich freut: Wir haben immer gesagt – gut, wir sind derzeit nicht so konkurrenzfähig wie wir es gerne wären. Aber wir müssen aus jedem Rennen das Bestmögliche machen. Und das ist uns heute gelungen.»

«Ich bin zufrieden damit, wie ich im Rennen mit den Reifen haushalten konnte. Was in der kommenden Woche passiert, weiss ich noch nicht. Es war eigentlich angedacht, dass wir mit weicheren Reifen antreten als am ersten Silverstone-Wochende. Aber erstens soll es nächste Woche wieder wärmer werden, und zweitens müssen wir das in Sachen Haltbarkeit der Walzen hinterfragen. Ich bin sicher, Pirelli schaut sich das derzeit sehr genau an. Vielleicht waren da auch Trümmer auf der Bahn, welche die Reifenschäden verursacht haben.»

«Ich bin generell zufrieden, wie wir an diesem Wochenende gearbeitet haben. Wir lagen auf einem sicheren vierten Platz. Klar wäre es mir lieber, wir würden um Siege kämpfen, aber das ist nun mal unser gegenwärtiges Potenzial. Wir haben seit Ungern am Abtriebsniveau gearbeitet, das bedeutet, dass wir auf den Geraden schneller geworden sind, aber das Handling in den Kurven schwieriger geworden ist. Ich bin zufrieden mit mir selber, wie ich das gemeistert habe, und auch in Sachen Reifen-Management war das solide Arbeit.»

«Am meisten Probleme hatte ich in den Safety-Car-Phasen und kurz danach. Da brachte ich kaum Temperatur in die Reifen. Romain Grosjean hinter war auf gebrauchten mittelharten Reifen unterwegs, aber schneller als ich. Aber als die Walzen endlich im richtigen Betriebsfenster waren, lief es eigentlich recht gut. Ich hatte das nach den Dauerläufen im Training schlimmer erwartet. Wir haben mit der Fahrzeugbalance einen guten Job gemacht.»

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