Ferrari-Junior Mick Schumacher: Silverstone-Schmach

Von Mathias Brunner
Formel 1
Beim Start ging Mick Schumacher gleich in Führung, später aber fiel der Deutsche zurück

Beim Start ging Mick Schumacher gleich in Führung, später aber fiel der Deutsche zurück

​Formel-2-Hauptrennen in Silverstone: Ferrari-Nachwuchsfahrer Mick Schumacher konnte seinen feinen dritten Startplatz und eine Führung nicht nutzen – abbauende Reifen, nur Neunter. Sieger: Nikita Mazepin.

Mick Schumacher ging voller Tatendrang ins Formel-2-Hauptrennen von Silverstone. Er hatte in der Quali einen sauberen dritten Startplatz erkämpft. «Der Wagen fühlte sich fabelhaft an, und das zeigte sich auf der Stoppuhr. Nach den beiden Podestplatzierungen in Ungarn sind wir hungrig auf mehr.»

Mick Schumacher kam raketengleich vom Start weg und ging sofort in Führung. Felipe Drugovich, auf der härteren Reifenmischung gestartet, fiel auf Rang 4 zurück. Mick Schumacher führte souverän vor Nikita Mazepin und Christian Lundgaard.

In der dritten Runde ging der junge Moskauer Mazepin an Schumacher vorbei. Der Russe schien sich mit den weichen Reifen wohler zu fühlen, sein Landsmann Robert Shwartzman übrigens auf Platz 13.

Mazepin setzte sich leicht ab, Schumacher kam unter Druck des Renault-Fahrers Lundgaard. Am Ende der achten Runde kamen Mazepin und Schumacher beide an die Box, um sich die härteren Pirelli-Walzen abzuholen. Zur Erinnerung: In der Formel 2 muss im Hauptrennen einmal gewechselt, beide Mischungen müssen verwendet werden.

Die Prema-Truppe arbeitete ein wenig schneller als die Jungs von Hitech, aber Mazepin blieb vorne. Eine Runde später tauchte auch Lundgaard an die Box. Eine Runde länger auf der Bahn zu bleiben, zahlte sich für den Dänen aus, er quetschte sich vor Mick auf die Bahn, aber Schumachers Reifen waren wärmer, er konnte den Dänen gleich kassieren.

Als sich Mazepin und Schumacher nach vorne arbeiteten, hatte der Russe das glücklichere Händchen. Das nutzte Lundgaard, um Schumacher zu attackieren. Schumacher, von Markelov vor ihm kurz irritiert, musste sich vom Dänen aussen herum überrumpeln lassen!

In Runde 19 holte Pole-Mann Drugovich frische Reifen ab. Er reihte sich nur auf dem zwölften Platz wieder ein, hatte nun aber den Vorteil frischer, weicher Reifen.

Mick Schumacher konnte den Speed von Mazepin und Lundgaard nicht halten. Ganz im Gegenteil wurde der Wagen von Louis Delétraz im Rückspiegel von Mick immer grösser.

Der führende Guanyu Zhou kam in Runde 21 für frische Reifen herein und als Achter wieder auf die Bahn hinaus. Damit hatten alle ihren Stopp absolviert – Mazepin 4,4 Sekunden vor Lundgard, zwei Sekunden dahinter Schumacher, Delétraz und Tsunoda hinter sich.

Schnellster Mann auf der Bahn: Zhou, der sich sofort Ilott und Daruvala schnappte und auf die Jagd nach Daruvala machte. Louis Delétraz hatte sich nun lange genug das Heck von Schumachers Heck angeschaut. Mick fiel auch hinter den Inder zurück und hatte gegen den Chinesen Zhou ebenfalls kein Rezept, der Vorteil der frischen Reifen war einfach zu gross. Schumacher musste sich auch Callum Ilott geschlagen geben, der aus der Boxengasse gestartet war.

Mick musste nun hoffen, Rang 7 oder 8 zu halten, um für den Sprint am Sonntag aus Reihe 1 ins Rennen gehen zu können. Aber hinter ihm drängelten Drugovich und Daruvala. Drei Runden vor Schluss war Mick den siebten Platz los, keine Chance gegen Drugovich, eine Runde später war auch Platz 8 weg, den schnappte sich Micks alter Formel-3-Rivale Dan Ticktum.

Weiter vorne überholte Zhou bärenstark den zweitplatzierten Lundgaard. Der Abstand zum führenden Mazepin war zu gross, aber was für eine tolle Fahrt des Chinesen!

Damit erster Formel-2-Sieg für Nikita Mazepin, Rang 2 für Guanyu Zhou, der Japaner Yuki Tsunoda krallte sich in der letzten Runde von Lundgaard noch den dritten Platz – packender Motorsport! Rang 5 für Ilott, dann Delétraz, Drugovich, Ticktum, Mick Schumacher enttäuschter Neunter, Rang 10 für Nobuharu Matsushita.

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