Alex Albon nach Mugello (3.): «Das brauche ich nicht»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Alex Albon (vorne) gegen Esteban Ocon

Alex Albon (vorne) gegen Esteban Ocon

​Alexander Albon hat es seinen Kritikern gezeigt. Der Toskana-GP war für den 24jährigen Thai-Briten ein Durchbruch: Rang 3. Was der Red Bull Racing-Honda über seine Kritiker und seine Zukunft sagt.

Das dürfte die Kritiker von Alexander Albon erst einmal zum Schweigen bringen: Der 24jährige Thai-Brite hat mit einer kampfstarken Leistung im turbulenten Toskana-GP seinen ersten Podestplatz in der Königsklasse errungen – Platz 3 hinter Lewis Hamilton und Valtteri Bottas. Dafür gab es von Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner ein dickes Lob: «Ich rechne es ihm hoch an, wie er sich von der ganzen Kritik und Negativität nie hat entmutigen lassen. Er hat sich am Riemen gerissen, die Kritik abgestreift und ist in Mugello erstklassig gefahren. Ich glaube, dieser erste Podestplatz wird wie ein Turbo sein für sein Selbstvertrauen, Albon wird jetzt noch stärker fahren.»

Der in London geborene Sohn eines britischen Vaters und einer thailändischen Mutter blickt zurück: «Es ging für mich immer darum, ständig an mir zu arbeiten und mich mit meinem Team auf die ganzen Details zu konzentrieren. Mir war immer klar, dass die Ergebnisse zuvor nicht das zeigten, was wir wirklich erreichen können. Ich wusste, dass ich mehr kann.»

Alexander Albon hatte seit Belgien 2019 bei Red Bull Racing den Franzosen Pierre Gasly ersetzt; jenen Gasly, der den packenden Monza-GP gewann, was natürlich Spekulationen angefacht hat, er seit für 2021 bei RBR wieder ein Kandidat. Christian Horner hat aber wiederholt betont, dass sein Team auf Albon setze.

Albon meint zum Gasly-Gerücht: «Der Sieg von Pierre hat nichts geändert. Ich habe mich für ihn gefreut, aber das hat mich nicht zusätzlich motiviert. Das brauche ich nicht, denn ich bin ein Fahrer, der von sich selber schon genug fordert.»

«Mir ist klar, dass ich als Red Bull Racing-Pilot und als Stallgefährte von Max Verstappen besonders unter Beobachtung stehe. Aber für mich geht es darum zu lernen, wie man damit fertig wird, darüber hinauswächst und einen besseren Job macht als alle Anderen, die vor mir auf dieser Position gespielt haben.»

«Einige Leute denken, Max’ Teamkollege zu sein, das sei ein Nachteil. Aber man kann es auch so sehen: Es gibt keinen zielführenderen Weg, sich zu verbessern, als gegen einen der Besten anzutreten.»

In der Formel-1-WM hat sich Albon mit seiner tollen Fahrt in der Toskana auf fünften Zwischenrang verbessert, nur zwei Punkte hinter McLaren-Fahrer Lando Norris.

Toskana-GP 2020, Mugello

1. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, 1:31:55,955h
2. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes, +4,942 sec
3. Alex Albon (T), Red Bull Racing, +7,910
4. Daniel Ricciardo (AUS), Renault, +10,476
5. Sergio Pérez (MEX), Racing Point, +15,638
6. Lando Norris (GB), McLaren, +18,931
7. Daniil Kvyat (RUS), AlphaTauri, +21,751
9. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +27,785
8. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo, +29,247
10. Sebastian Vettel (D), Ferrari, +29,595
11. George Russell (GB), Williams, +31,894
12. Romain Grosjean (F), Haas, +40,707
Out
Lance Stroll (CDN), Racing Point, Reifenschaden/Unfall   
Esteban Ocon (F), Renault, Bremsen
Nicholas Latifi (CDN), Williams, Crash
Kevin Magnussen (DK), Haas, Crash
Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo, Crash
Carlos Sainz (E), McLaren, Crash
Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, Crash
Pierre Gasly (F), AlphaTauri, Crash

WM-Stand Fahrer nach 9 von 17 Rennen

1. Hamilton 190 Punkte
2. Bottas 135
3. Verstappen 110
4. Norris 65
5. Albon 63
6. Stroll 57
7. Ricciardo 53
8. Leclerc 49
9. Pérez 44
10. Gasly 43
11. Sainz 41
12. Ocon 30
13. Vettel 17
14. Kvyat 10
15. Nico Hülkenberg (D) 6
16. Räikkönen 2
17. Giovinazzi 2
18. Magnussen 1
19. Latifi 0
20. Russell 0
21. Grosjean 0

Marken

1. Mercedes 325
2. Red Bull Racing 173
3. McLaren 106
4. Racing Point 92
5. Renault 83
6. Ferrari 66
7. AlphaTauri 53
8. Alfa Romeo 4
9. Haas 1
10. Williams 0

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