Ferrari-CEO Louis Camilleri: «Wir sind in einem Loch»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Ferrari-Teamchef Mattia Binotto (rechts) zeigt CEO Louis Camilleri den Helm von Mick Schumacher

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto (rechts) zeigt CEO Louis Camilleri den Helm von Mick Schumacher

​Ferrari-Geschäftsleiter Louis Camilleri sagt nach den enttäuschenden Plätzen 8 (Charles Leclerc) und 10 (Sebastian Vettel) beim Heimrennen in Mugello: «Uns ist klar – wir sind in einem Loch.»

Der britisch-amerikanische Spitzenmanager Louis Camilleri kommt gleich zum Punkt. Der 65jährige Ferrari-CEO sagt über die Darbietung des berühmtesten Rennstalls: «Uns ist klar – wir sind in einem Loch.»

Einmal mehr mussten die treuen Tifosi leiden, als sie beim Toskana-GP in Mugello sahen, wie der hervorragend gestartete Charles Leclerc von Rang 3 einen Platz um den anderen einbüsste, mit nachlassenden Reifen an einem langsamen Auto. Am Ende wurde der zweifache GP-Sieger aus Monaco nur Achter, der vierfache Weltmeister Sebastian Vettel musste sich mit Rang 10 begnügen.

Camilleri in Mugello: «Wir stecken in einem Loch aus verschiedenen Gründen, aber was immer ich nun dazu sagen, wird wie Ausreden klingen. Und ich mag keine Ausreden.»

«In einer solchen Situation muss man sich auf die Probleme konzentrieren, und die in aller Entschlossenheit anpacken. Nur so und mit harter Arbeit werden wir unseren angestammten Platz wieder einnehmen können.»

Rosig sind die Aussichten nicht. Denn wegen der Coronakrise fahren wir 2021 mit den gleichen Rennwagen wie heute, die Entwicklung ist eingeschränkt. Louis Camilleri weiter: «Man muss realistisch genug sein zu erkennen, auch die Saison 2021 wird für uns hart. In der Formel 1 kämpfst du immer gegen die Zeit, auf und abseits der Rennstrecke, Rad an Rad mit den Gegnern oder in Sachen Entwicklung. Es gibt kein Wundermittel. Also werden wir Zeit brauchen. Wir haben ein wenig Flexibilität beim Reglement, also sollten wir Fortschritte machen.»

«Unsere grosse Hoffnung aber ist die Saison 2022, wenn in der Formel 1 die neuen Regeln eingeführt werden. Wir hoffen auf einen starken Neustart.»

«Ferrari und die Formel 1 sind eng verbunden. Kann sich wirklich jemand Ferrari ohne die Formel 1 oder umgekehrt vorstellen? Wir waren schon immer hier, während Andere gekommen und gegangen sind. Aber diese gewaltige Historie erzeugt auch Druck.»

Toskana-GP 2020, Mugello

1. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, 1:31:55,955h
2. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes, +4,942 sec
3. Alex Albon (T), Red Bull Racing, +7,910
4. Daniel Ricciardo (AUS), Renault, +10,476
5. Sergio Pérez (MEX), Racing Point, +15,638
6. Lando Norris (GB), McLaren, +18,931
7. Daniil Kvyat (RUS), AlphaTauri, +21,751
9. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +27,785
8. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo, +29,247
10. Sebastian Vettel (D), Ferrari, +29,595
11. George Russell (GB), Williams, +31,894
12. Romain Grosjean (F), Haas, +40,707
Out
Lance Stroll (CDN), Racing Point, Reifenschaden/Unfall   
Esteban Ocon (F), Renault, Bremsen
Nicholas Latifi (CDN), Williams, Crash
Kevin Magnussen (DK), Haas, Crash
Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo, Crash
Carlos Sainz (E), McLaren, Crash
Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, Crash
Pierre Gasly (F), AlphaTauri, Crash

WM-Stand Fahrer nach 9 von 17 Rennen

1. Hamilton 190 Punkte
2. Bottas 135
3. Verstappen 110
4. Norris 65
5. Albon 63
6. Stroll 57
7. Ricciardo 53
8. Leclerc 49
9. Pérez 44
10. Gasly 43
11. Sainz 41
12. Ocon 30
13. Vettel 17
14. Kvyat 10
15. Nico Hülkenberg (D) 6
16. Räikkönen 2
17. Giovinazzi 2
18. Magnussen 1
19. Latifi 0
20. Russell 0
21. Grosjean 0

Marken

1. Mercedes 325
2. Red Bull Racing 173
3. McLaren 106
4. Racing Point 92
5. Renault 83
6. Ferrari 66
7. AlphaTauri 53
8. Alfa Romeo 4
9. Haas 1
10. Williams 0

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