Kimi Räikkönen: «Das macht alles schwieriger»

Von Andreas Reiners
Formel 1
Kimi Räikkönen

Kimi Räikkönen

Formel-1-Urgestein Kimi Räikkönen weiss, dass die Rennfahrerei schon immer ein teurer Sport war. Über die Unsummen, die heute schon auf Kart-Niveau aufgewendet werden müssen, wundert er sich trotzdem.

Kimi Räikkönen hat es in die Formel 1 auf einem Weg geschafft, der heute im Grunde undenkbar ist. Der Finne bekam keine großen Förderhilfen, er war auch kein Nutznießer irgendwelcher Juniorprogramme, wie es heute gang und gäbe ist.

Der 41-Jährige schaffte es in erster Linie dank seines Talents in die Motorsport-Königsklasse. Was sagt er zu der Entwicklung heute, wo bereits im Kartsport Unsummen auf den Tisch gelegt werden müssen?

«Motorsport war schon immer ein sehr teurer Sport, auch schon, als ich noch jung war. Jetzt aber höre ich, dass professioneller Kart-Sport ungefähr so teuer ist wie die Formel Renault vor 20 Jahren, als ich in dieser Kategorie gefahren bin. Das ist verrückt», sagte er der Autozeitung.

«Das macht alles viel schwieriger, als junger Mensch in den Automobilsport zu kommen. Die guten Junior-Teams haben heute alle Unterstützung von großen Herstellern, Teams oder Sponsoren», so Räikkönen.

«Andererseits: Auch im Profi-Fußball haben die Vereine Junior-Mannschaften und Nachwuchs-Akademien. Aber so ist es eben im Profisport, und eigentlich ist es auch gleich, ob das jetzt gut oder schlecht ist.»

Was sein Sohn Robin, der inzwischen fünf Jahre alt ist, einmal machen wird – da hat Räikkönen «keine Ahnung. Fragt man ihn heute, will er Kart fahren, fragt man ihn morgen, ist es etwas anderes, was er will. So ist es eben. Ihm macht es Spaß.»

Da Räikkönen auch 2021 für Alfa Romeo fahren wird, bleibt es erst einmal dabei, dass er nicht viel Zeit für die Familie hat. «Wenn wir Motocross fahren, sagt er, das mache ihm mehr Spaß. Bis jetzt ist das alles nur ein Hobby. Wenn es beim Hobby bleibt, ist es okay. Die Zeit wird es zeigen. Mal sehen, wie es in zwei Jahren ist.»

Und was hat er für Pläne nach der aktiven Karriere?

Noch gar keine, wie er betont. «Mal sehen, was in absehbarer Zeit passieren wird. Vielleicht gibt es einige Rallyes, die ich fahren könnte, vielleicht auch nicht. Vielleicht mache ich gar nichts, vielleicht betreue ich meinen Sohn im Kart-Sport. Bei Peugeot hatte ich mal vor Jahren den Le Mans-Prototyp ausprobiert. Ein schönes Auto, aber das war nichts für mich. Die Rallye Dakar hatte mich stark interessiert. Aber dieser Wettbewerb ist nicht mehr der alte. Das hat sich stark verändert.»

Türkei-GP, Istanbul

1. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, 1:42:19,313 h
2. Sergio Pérez (MEX), Racing Point, +31,633 sec
3. Sebastian Vettel (D), Ferrari, +31,960
4. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +33,858
5. Carlos Sainz (E), McLaren, +34,363
6. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +44,873
7. Alex Albon (T), Red Bull Racing, +46,484
8. Lando Norris (GB), McLaren, +1:01,259 min
9. Lance Stroll (CDN), Racing Point, +1:12,353
10. Daniel Ricciardo (AUS), Renault, +1:35,460
11. Esteban Ocon (F), Renault, +1 Runde
12. Daniil Kvyat (RUS), AlphaTauri, +1 Runde
14. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +1 Runde
13. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes, +1 Runde
15. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo, +1 Runde
16. George Russell (GB), Williams, +1 Runde
Out
Kevin Magnussen (DK), Haas, Aufgabe
Romain Grosjean (F), Haas, Schäden nach Kollision mit Latifi
Nicholas Latifi (CDN), Williams, Schäden nach Kollision mit Grosjean
Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo, Getriebedefekt

WM-Stand nach 14 von 17 Rennen

Fahrer
1. Hamilton 307 Punkte
2. Bottas 197
3. Verstappen 170
4. Pérez 100
5. Leclerc 97
6. Ricciardo 96
7. Sainz 75
8. Norris 74
9. Albon 70
10. Gasly 63
11. Stroll 59
12. Ocon 40
13. Vettel 33
14. Kvyat 26
15. Nico Hülkenberg (D) 10
16. Räikkönen 4
17. Giovinazzi 4
18. Grosjean 2
19. Magnussen 1
20. Latifi 0
21. Russell 0

Marken
1. Mercedes 504
2. Red Bull Racing 240
3. Racing Point 154
4. McLaren 149
5. Renault 136
6. Ferrari 130
7. AlphaTauri 89
8. Alfa Romeo 8
9. Haas 3
10. Williams 0

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