Red Bull Racing: Neuer Ruf dank Adrian Newey

Von Otto Zuber
Formel 1
Adrian Newey

Adrian Newey

Das Red Bull Racing Team war am Anfang der Party-Rennstall, doch das Image der Mannschaft aus Milton Keynes änderte sich, als Star-Designer Adrian Newey an Bord kam, wie Teamchef Christian Horner erzählt.

In den ersten Jahren machte das Red Bull Racing Team vor allem mit grossen Partys neben der Strecke von sich reden, auf der Piste hielt sich der Erfolg in Grenzen. Den ersten Podestplatz konnte man zwar schon im zweiten Formel-1-Jahr feiern, als David Coulthard im Monaco-GP von 2006 den dritten Platz einfuhr.

Bis zum ersten Sieg dauerte es allerdings noch eine ganze Weile: 2009 schaffte Sebastian Vettel in Schanghai das Kunststück, Mark Webber machte das Glück mit dem zweiten Platz perfekt. Der Rest ist Geschichte: Zwischen 2010 und 2013 holte der Rennstall mit Sebastian Vettel vier Mal den Titel in der Fahrer- und Team-Wertung.

Ein Grossteil des Erfolgs geht auf Aerodynamik-Guru Adrian Newey zurück, der 2006 zum Team stiess. Die Ankunft des erfolgreichen Designers veränderte auch das Image der Party-Truppe, wie Teamchef Christian Horner im Podcast «Talking Bull The 300 Club» erzählt. «Sobald Adrian an Bord kam, begannen die Leute, uns ernst zu nehmen.»

«Sie dachten sich: 'Mein Gott, wenn der erfolgreichste Designer aller Zeiten das McLaren-Team verlässt, das beide Titel wegen Problemen mit der Standfestigkeit knapp verpasst hat, dann muss dort etwas Vielversprechendes laufen'», erinnert sich der Brite. «Es war definitiv ein Wendepunkt, an dem wir in den Augen der Leute vom Party-Team zum ernsthaften WM-Teilnehmer avancierten.»

Das Ziel war aber von Anfang an ehrgeizig. Zunächst lautete die Vorgabe, so schnell wie möglich so konkurrenzfähig wie möglich zu werden, wie Horner weiter berichtet. «Red Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz ist sehr leidenschaftlich, wenn es um den Sport geht. Er hatte bereits Teams gesponsert und war bei Sauber dabei, aber das war das erste Mal, dass er die totale Kontrolle hatte. Und er ermutigte uns, die Red Bull-Philosophien zu übernehmen – keine Angst zu haben, das Establishment herauszufordern, Dinge anders anzugehen und dabei auch ein bisschen Spass zu haben.»

In den ersten Tagen habe man einen gewissen Ruf gehabt, weil in den Boxen laute Musik gespielt wurde, so der 47-Jährige. «Ich denke, die Leute nahmen uns nicht besonders ernst, denn sie dachten an uns, wenn es um die Tickets für die Red Bull Party ging. Doch dahinter stand eine echter Wille, das beste Rennteam überhaupt zusammenzustellen.»

Türkei-GP, Istanbul

1. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, 1:42:19,313 h
2. Sergio Pérez (MEX), Racing Point, +31,633 sec
3. Sebastian Vettel (D), Ferrari, +31,960
4. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +33,858
5. Carlos Sainz (E), McLaren, +34,363
6. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +44,873
7. Alex Albon (T), Red Bull Racing, +46,484
8. Lando Norris (GB), McLaren, +1:01,259 min
9. Lance Stroll (CDN), Racing Point, +1:12,353
10. Daniel Ricciardo (AUS), Renault, +1:35,460
11. Esteban Ocon (F), Renault, +1 Runde
12. Daniil Kvyat (RUS), AlphaTauri, +1 Runde
14. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +1 Runde
13. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes, +1 Runde
15. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo, +1 Runde
16. George Russell (GB), Williams, +1 Runde
Out
Kevin Magnussen (DK), Haas, Aufgabe
Romain Grosjean (F), Haas, Schäden nach Kollision mit Latifi
Nicholas Latifi (CDN), Williams, Schäden nach Kollision mit Grosjean
Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo, Getriebedefekt

WM-Stand nach 14 von 17 Rennen

Fahrer
1. Hamilton 307 Punkte
2. Bottas 197
3. Verstappen 170
4. Pérez 100
5. Leclerc 97
6. Ricciardo 96
7. Sainz 75
8. Norris 74
9. Albon 70
10. Gasly 63
11. Stroll 59
12. Ocon 40
13. Vettel 33
14. Kvyat 26
15. Nico Hülkenberg (D) 10
16. Räikkönen 4
17. Giovinazzi 4
18. Grosjean 2
19. Magnussen 1
20. Latifi 0
21. Russell 0

Marken
1. Mercedes 504
2. Red Bull Racing 240
3. Racing Point 154
4. McLaren 149
5. Renault 136
6. Ferrari 130
7. AlphaTauri 89
8. Alfa Romeo 8
9. Haas 3
10. Williams 0

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