Mattia Binotto (Ferrari): «Hier wird es schwieriger»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Ferrari-Teamchef Mattia Binotto

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto weiss, dass Sebastian Vettel und Charles Leclerc in Bahrain mehr Schwierigkeiten beim Reifenmanagement haben werden als in Istanbul. Dennoch bleibt er zuversichtlich.

Die Reise in die Wüste von Bahrain tritt Mattia Binotto erst nächste Woche an, das erste Formel-1-Kräftemessen auf dem Wüstenkurs verfolgt er aus dem Ferrari-Werk in Maranello mit, wie er in einem Interview mit Sky Sports F1 während des dritten freien Trainings offenbarte. «Wir nennen diesen Raum die Maranello-Box, hier kann ich mit den Ingenieuren vom Werk alle Daten analysieren und stehe auch in ständigem Kontakt mit den Jungs an der Strecke. Es ist eine sehr effiziente Arbeitsweise, die sich kaum von der Arbeit an der Boxenmauer unterscheidet», berichtete der Teamchef der Roten.

«Natürlich fehlt die Fahrerlager-Atmosphäre, die mir sehr vertraut ist, aber zu diesem Zeitpunkt der Saison ist es wichtiger, sich auf 2021 und die weitere Zukunft zu konzentrieren», begründete der Italiener seine Abwesenheit, versprach aber auch gleich: «Ich kehre aber nächste Woche an die Rennstrecke zurück und werde die letzten beiden Rennen vor Ort dabei sein.»

Binotto weiss, dass seine beiden Schützlinge in Bahrain eine schwierigere Aufgabe als noch beim vorangegangenen Rennen in der Türkei erwartet. Trotzdem bleibt er zuversichtlich. «In Portimão und Istanbul konnten wir die Reifen gut ins Arbeitsfenster bringen, das wird hier sicherlich schwieriger. Aber auch in Imola war es nicht einfach und wir hatten ein gutes Rennen. Ich denke, wir konnten das Auto verbessern und wir werden natürlich weiterhin unser Bestes geben.»

GP-Veteran und Technik-Experte Karun Chandhok verweist angesichts der bescheidenen FP3-Platzierungen der Ferrari-Piloten – Vettel landete auf Platz 13, Leclerc auf Position 15 – auch auf die Streckencharakteristik. «Ferrari hat Mühe, auch weil dies eine Power-Strecke ist. Sie umfasst vier lange Passagen, auf denen man mit viel Speed unterwegs ist. Da brauchst du PS, um schnell zu sein. Und in dieser Hinsicht hat Ferrari in diesem Jahr ein Defizit, was hier deutlich zu erkennen ist», analysiert der Inder.

3. Training, Bahrain

1. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:28,355 min
2. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +0,263 sec
3. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes, 0,366
4. Alex Albon (T), Red Bull Racing, +0,663
5. Carlos Sainz (E), McLaren, +1,100
6. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +1,117
7. Lando Norris (GB), McLaren, +1,212
8. Daniil Kvyat (RUS), AlphaTauri, +1,230
9. Lance Stroll (CDN), Racing Point, +1,305
10. Sergio Pérez (MEX), Racing Point, +1,317
11. Daniel Ricciardo (AUS), Renault, +1,329
12. Esteban Ocon (F), Renault, +1,336
13. Sebastian Vettel (D), Ferrari, +1,504
14. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo, +1,615
15. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +1,828
16. George Russell (GB), Williams, +2,204
17. Romain Grosjean (F), Haas, +2,297
18. Kevin Magnussen (DK), Haas, +2,404
19. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo, +2,468
20. Nicholas Latifi (CDN), Williams, +2,562

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