MotoGP: Wen Marc Marquez als Problem sieht

Ralf Schumacher: Mitleid für Sebastian Vettel

Von Mathias Brunner
​Sebastian Vettel im Bahrain-Test: Rang 13 am ersten Tag, Letzter am zweiten, Zweitletzter am dritten. Bei Aston Martin ist der Wurm drin. GP-Sieger Ralf Schumacher: «Sebastian Vettel kann einem leidtun.»

Aston Martin ist beim Bahrain-Test aus verschiedenen Gründen kaum zum Fahren gekommen, wichtige Zeit ist verloren gegangen wegen Problemen mit dem Kabelbaum, mit dem Getriebe und mit dem Ladedruck des 1,6-Liter-V6-Turbomotors. Die letzten beiden Probleme gehen auf die Kappe von Mercedes. Ist es da fair zu sagen, wir sprechen hier eher von Mercedes-Problemen als von Aston Martin-Problemen? Vettel meinte in Bahrain auf diese Frage von SPEEDWEEK.com: «Da bin ich nicht ganz einverstanden. Motor und Getriebe stammen von Mercedes, das ist wahr, aber wir fahren ja gemeinsam. Für mich ändert das nichts, wir müssen solche Probleme einfach lösen – gemeinsam.»

Vettel macht gute Miene zum bösen Spiel: «Von mir selber kommt noch mehr, vom Wagen kommt auch mehr, also mache ich mir keine grossen Sorgen. Was mir aber klar ist: Ich stehe in einer steilen Lernkurve während der ersten GP-Wochenenden. Wir sind nie auf Zeitenjagd gegangen, es ging für mich mehr darum, so viel als möglich übers Auto zu lernen. Ich bleibe entspannt. Keiner kann schönreden, dass wir keinen reibungslosen Test hatten. Wir müssen es halt am ersten GP-Wochenende besser machen. Panik spüre ich keine, dazu bin zu erfahren. Es ist ja auch nicht so, dass wir gar nicht zum Fahren gekommen sind.»

«Anderes Auto, anderer Motor, neue Mitarbeiter, andere Abläufe, die Lenkung fühlt sich anders an, weil sich jede Servolenkung in der Formel 1 ein wenig anders anfühlt, es gibt so viel zu lernen. Und da stecke ich mitten drin. Wir haben viel Arbeit, aber dafür bin ich ja da. Und die WM wird auch nicht am ersten Wochenende entschieden, es kommen ja noch 22 weitere.»

Aston Martin hat den Anspruch, 2021 den dritten WM-Rang einzufahren. In der Form von Bahrain wird das nichts. Das findet auch Sky-GP-Experte Ralf Schumacher (45). Der sechsfache GP-Sieger sagt: «Sebastian kann einem leidtun. Wir wissen aus dem vergangenen Jahr, dass Sebastian Vettel nicht nur, was das Team betrifft, wahnsinnig sensibel ist, sondern er muss auch Vertrauen ins Auto aufbauen. Und was passiert jetzt? Die ganzen neuen Systeme wie das Lenkrad konnte er gar nicht richtig testen.»

Gemäss des WM-Vierten von 2001 und 2002 «sind die ganzen Automatismen im Wagen essenziell, denn nur dann hat der Pilot zusätzliche Kapazitäten frei. Der arme Sebastian kommt jetzt in ein komplett neues Auto. Er hat schon gesagt, dass sich das Lenken anders anfühle und er nicht happy sei. Und dann wird ihm auch noch die Möglichkeit genommen, sich darauf einzustellen.»

Bahrain-Test, Tag 3

1. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:28,960 min (64 Runden) Reifenmischung C4
2. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, 1:29,053 (91) C5
3. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, 1:29,611 (79) C4
4. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, 1:29,766 (166) C5
5. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, 1:30,025 (54) C5
6. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, 1:30,117 (158) C5
7. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:30,144 (76) C4
8. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda,1:30,187 (49) C4
9. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, 1:30,318 (78) C4
10. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, 1:30,486 (80) C3
11. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:30,661 (56) C3
12. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, 1:30,828 (76) C4
13. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, 1:31,310 (61) C3
14. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, 1:31,531 (67) C4
15. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, 1:32,053 (78) C3
16. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, 1:32,406 (86) C2
17. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, 1:35,041 (56) C3
18. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, 1:36,100 (80) C3

Bahrain-Test, Tag 2

1. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, 1:30,289 (58 Runden) Reifenmischung C5
2. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, 1:30,413 (87) C5
3. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, 1:30,693 (71) C5
4. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:30,586 (52) C4
5. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, 1:30,760 (125) C5
6. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, 1:30,903 (73) C5
7. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, 1:32,672 (132) C4
8. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:31,682 (117) C2
9. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:32,215 (52) C3
10. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, 1:32,339 (128) C2
11. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, 1:32,684 (57) C4
12. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, 1:32,883 (88) C3
13. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, 1:33,072 (56) C3
14. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, 1:33,101 (76) C4
15. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, 1:33,399 (58) C2
16. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, 1:38,849 (10) Prototyp

Bahrain-Test, Tag 1

1. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:30,674 (139 Runden) Reifenmischung C3
2. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:30,889 (46) C3
3. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, 1:31,146 (129) C4
4. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, 1:31,782 (46) Prototyp
5. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, 1:31,919 (57) C3
6. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, 1:31,945 (68) C3
7. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:32,203 (45) C2
8. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, 1:32,231 (74) C3
9. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, 1:32,727 (37) C2
10. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, 1:32,912 (42) C2
11. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, 1:33,242 (59) C3
12. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, 1:33,320 (63) C3
13. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, 1:33,742 (51) Prototyp
14. Roy Nissany (IL), Williams FW43B-Mercedes, 1:34,789 (83) C2
15. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, 1:34,798 (70) C3
16. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, 1:36,127 (15) C2
17. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, 1:36,850 (6) C2


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