Tost: Micks Nachteil ist der Nachname Schumacher

Von Andreas Reiners
Formel 1
Mick Schumacher

Mick Schumacher

Mick Schumacher erlebte in Bahrain ein sehr ordentliches Debüt in der Formel 1. AlphaTauri-Teamchef Franz Tost betont, dass Micks Nachteil die riesige Erwartungshaltung sei.

Mick Schumacher kann zufrieden sein. Der 22-Jährige hat am ersten Rennwochenende der neuen Formel-1-Saison die Erwartungen erfüllt, er hat geliefert. Denn klar war vorher, dass im Haas keine Wunderdinge zu erwarten sind.

Ihm unterlief im Rennen ein Patzer, als er sich drehte – ansonsten agierte er fehlerfrei, wurde 16. Damit war er zwar Letzter, war aber auch besser als sein Teamkollege Nikita Mazepin, der ausschied. Der Russe wird 2021 der Maßstab für Mick sein.

«Für Mick ist das ein Lehrjahr. Er muss möglichst viel aufsaugen. Er muss die Formel 1 kennenlernen. Er muss versuchen, die Rennen zu beenden», sagte AlphaTauri-Teamchef Franz Tost im AvD Motor & Sport Magazin auf Sport1.

Schumacher habe bewiesen, dass er Rennen gewinnen könne, so Tost: «Das wird jetzt ein bisschen dauern, bis er ein richtiges Auto hat, und dann kann er auch weiter vorne fahren.» Schumacher ist nicht nur Haas-Pilot, sondern auch Teil der Ferrari-Nachwuchsakademie, das mittelfristige Ziel also ein Platz bei der Scuderia.

Tost war 1991 dabei, als Micks Vater Michael in die Formel 1 gestartet ist. «Der Jordan war ein sensationell gutes Auto. Da hat alles zusammengepasst. Die haben ein wirklich gutes Programm entwickelt. Michael ist top vorbereitet in ein super Auto gekommen», sagte Tost.

Rekord-Weltmeister Schumacher war damals im Qualifying auf den siebten Startplatz gefahren. «Mick hat nicht das Glück, in so einem Auto zu sitzen wie früher sein Vater», so Tost.

Parallelen zu ziehen sei schwierig, sagte Tost, «aber Fakt ist: Beide sind fokussiert, konzentriert, machen ihren Job. Mick hat den Nachteil, dass er Schumacher heißt. Dadurch ist die Erwartungshaltung viel größer. Es gibt in der Formel 1 keine Wunder. Man muss sich alles erarbeiten. Mick darf sich vom Nachnamen nicht in die Irre führen lassen. Klar lastet da ein gewisser Druck von außen. Aber das muss von ihm abprallen.»


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