Marc Surer zu Verstappen–Hamilton: Endlich ein Duell

Von Mathias Brunner
Der frühere Schweizer Grand-Prix-Pilot Marc Surer ist vor kurzen 70 geworden. Sein Interesse an der Formel 1 ist ungebrochen. Der Basler sagt, was ihn an der Königsklasse erfreut und was ihn nervt.

Am 18. September 2021 ist Marc Surer 70 Jahre jung geworden. Im  Gespräch mit SPEEDWEEK.com ging es unter Anderem ums Älterwerden und um Unterschiede zwischen der Formel 1 von 2011 und 2021. Das wollen wir ein wenig vertiefen.

Marc, wie geht es deiner Ansicht nach der Formel 1 im September 2021?

Wir haben mit Verstappen gegen Hamilton endlich wieder ein tolles WM-Duell – wie früher Prost gegen Senna oder Schumacher gegen Hill: Zwei Fahrer dominieren und gehen aufeinander los. Für die Formel 1 ist das eine tolle Sache. Auch wenn Unfälle wie in Monza unnötig sind, so sind sie für den Sport an sich positiv; es läuft etwas in der Formel 1, die Leute reden von der Königsklasse, das ist hervorragend.

Wird der Schritt zu neuen Autos 2022 bringen, was sich Formel-1-Sportchef Ross Brawn davon verspricht, nämlich spannenderen Sport?

Ich hoffe es. Und ich hoffe, wir werden dann auch die verstellbaren Heckflügel namens DRS los. Denn dank dieses technischen Hilfsmittels ist das Überholen auf gewissen Strecken zu einfach. Ich weiss noch, wie in Abu Dhabi 2019 wegen eines Defekt das DRS zwanzig Runden lang nicht funktionierte, und was hatten wir? Tolle Zweikämpfe! Dabei sagen doch immer alle, wie schwierig das Überholen dort sei. Stattdessen erlebten wir Kämpfe hüben und drüben, weil diese Hilfe nicht mehr da war, weil sie überholen mussten. DRS hat die Fahrer bequem gemacht.

Als du vor dem 60. Geburtstag standest, wurde die Formel 1 noch von Bernie Ecclestone geleitet. Wie stufst du seine Nachfolger ein?

Die machen einen guten Job, weil sie nun für die einzelnen Aufgaben die richtigen Leute haben – angefangen bei Formel-1-CEO Stefano Domenicali und Sportchef Ross Brawn, beides Racer und Insider mit ernomer Rennerfahrung. Und das unterscheidet Domenicali von den Amerikanern, die vor ihnen die Macht von Ecclestone übernommen hatten.

Was die Amerikaner sofort besser machten als Bernie: Die Formel 1 hat in Sachen sozialer Netzwerke endlich Gas gegeben und spricht vermehrt wieder jüngere Menschen an, Stichwort Netflix. Das hatte Ecclestone bei aller Bewunderung für seine Leistungen verpasst, weil er zuletzt nicht mehr mit der Zeit ging. In Sachen Marketing ist die Formel gut aufstellt, in Sachen Führung jetzt auch.

Grand Prix von Italien

01. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes
02. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes
03. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12
04. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21
05. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda
06. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21
07. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes
08. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault
09. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes
10. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault
11. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes
12. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes
13. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari
14. Robert Kubica (PL), Alfa Romeo C41-Ferrari
15. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari
Out
Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari (Motorschaden)
Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12 (Unfall)
Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda (Unfall)
Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda (Aufhängungsdefekt)
Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda (Bremsdefekt)

WM-Stand nach 14 von 21 Rennen

Fahrer
1. Verstappen 226,5 Punkte
2. Hamilton 221,5
3. Bottas 141
4. Norris 132
5. Pérez 118
6. Leclerc 104
7. Sainz 97,5
8. Ricciardo 83
9. Gasly 66
10. Alonso 50
11. Ocon 45
12. Vettel 35
13. Stroll 24
14. Tsunoda 18
15. Russell 15
16. Latifi 7
17. Räikkönen 2
18. Giovinazzi 1
19. Schumacher 0
20. Kubica 0
21. Mazepin 0

Teams
1. Mercedes 362,5
2. Red Bull Racing 344,5
3. McLaren 215
5. Ferrari 201.5
5. Alpine 95
6. AlphaTauri 84
7. Aston Martin 59
8. Williams 22
9. Alfa Romeo 3
10. Haas 0

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