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Guanyu Zhou (Alfa Romeo): Der jüngste Einzeltäter

Der in Shanghai geborene Guanyu Zhou wird im März 2022 in Bahrain Mitglied eines ziemlich exklusiven Klubs: Der 22-Jährige ist Vertreter eines Landes mit nur einem einzigen Grand-Prix-Piloten.

Formel 1

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Formel-2-Fahrer Guanyu Zhou hat ein grosses Etappenziel in seiner Karriere erreicht – er wird zum ersten GP-Stammfahrer der Königsklasse aus China, in Diensten von Alfa Romeo.

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Zhou wird der erste GP-Fahrer aus China sein, aber er ist nicht der erste Chinese im Formel-1-Auto. Ma Qing Hua war 2012 der erste Chinese, der an einem Formel-1-GP-Wochenende teilnahm (Freitagtraining für das Hispania Racing Team in Monza). Der grosse Durchbruch kam nie, nach Formel-E-Rennen 2016 bis 2018 verschwand Hua in der Versenkung.

Der in den Niederlanden geborene Ho Pin Tung war 2010 Teil der Renault-Nachwuchsförderung. Tung fuhr 2003 in der asiatischen Formel BMW und wurde überlegen Meister (10 Siege in 14 Rennen, 13 Mal auf dem Podest). Als Belohnung für seinen Titelgewinn durfte er einen Williams testen – als erster Chinese in einem Formel-1-Renner. Weil Ho-Pin jedoch nicht in China geboren wurde, erachteten ihn viele Chinesen nicht als echten Landsmann.

Guanyu Zhou (22) aus Shanghai wird am 20. März in Bahrain einem kleinen Kreis beitreten – Fahrer aus Ländern mit nur einem Grand-Prix-Fahrer. Wir stellen hier die anderen GP-Exoten vor.

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Chile: Eliseo Salazar

1981–1983

24 Grands Prix

Beste Platzierung: 5. in Imola 1982

In der Formel 1 hat er zwar keine Bäume ausgerissen, aber in seiner Heimat Chile ist Eliseo Salazar ein Volksheld. Der heute 67-Jährige aus Santiago, der von 1981 bis 1983 insgesamt 24 Grand Prix bestritt und dabei immerhin drei WM-Punkte erzielte, wurde im GP-Sport durch eine skurrile Szene berühmt. In Hockenheim 1982 schoss er den Brabham-Star Nelson Piquet ab, als der Brasilianer den ATS-Fahrer überrunden wollte. Piquet sprang fuchsteufelswild aus seinem Renner und deckte Salazar mit Boxhieben und Fusstritten ein, die Bilder gingen damals um die Welt.

Tschechien: Tomás Enge

2001

3 Grands Prix

Beste Platzierung: 12. in Monza 2001

Tomás Enge (45) ist einer der wenigen Formel-1-Fahrer, die im Netz der Dopingkontrollen hängenblieben. Wegen unerlaubten Marihuana-Konsums wurde ihm der Formel-3000-Titel 2002 aberkannt, da hatte er seine drei Einsätze im Rennstall von Alain Prost schon hinter sich. Im Juni 2012 wurde Enge erneut positiv getestet, im August verhängte der Autoverband FIA eine Sperre von 18 Monaten. Danach kehrte der Tscheche in den Sportwagensport zurück.

Ungarn: Zsolt Baumgartner

2003/2004

20 Grands Prix

Beste Platzierung: 8. in Indianapolis 2004

Im Rahmen der Formel-1-WM haben wir nur einen GP-Piloten aus Ungarn erlebt: Zsolt Baumgartner aus Debrecen. Baumgartner, heute 41 Jahre alt, fuhr von Ungarn 2003 bis Brasilien 2004 insgesamt 20 WM-Läufe für Jordan und Minardi. Beim Heimrennen auf dem Hungaroring wurde er 2004 15., das Highlight seiner Karriere war Rang 8 in Indianapolis in der gleichen Saison. Damit wurde er WM-20.

Indonesien: Rio Haryanto

2016

12 Grands Prix

Beste Platzierung: 15. in Monaco 2016

Weil Rio Haryanto eher selten in die Rückspiegel zu schauen pflegte, wurde dem Asiaten ein wenig schmeichelhafter Titel verliehen – der Blindonesier. Haryanto trug immer das Etikett des klassischen Pay-Drivers. Monatelang hatte Haryantos Manager Piers Hunnisett versucht, die notwendigen Mittel aufzutreiben, um den Schritt in die Formel 1 zu schaffen. Dann war es endlich geschafft, wie anlässlich einer Pressekonferenz in Jakarta verkündet wurde, am Stammsitz von Rio Haryantos langjährigem Sponsor Pertamina (Öl). Haryanto hatte 2015 in der GP2 (heute Formel 2) immerhin drei Rennen gewonnen, und er schlug sich in der Formel 1 tapfer. Doch im Sommer 2016 hatte Pertamina keine Lust mehr auf Formel 1, damit wurde Rio bei Manor Racing durch Esteban Ocon ersetzt.

Liechtenstein: Rikky von Opel

1973/1974

10 Grands Prix

Beste Platzierung: 9. in Anderstorp und Zandvoort 1974

Geboren in New York, aber an sich Liechtensteiner mit Ahnen aus Deutschland, wir stellen vor: Frederick "Rikky" von Opel – Urenkel von Firmengründer Adam Opel. Von Opel begann seine Rennkarriere unter dem Pseudonym Antonio Bronco, doch als er mit dem Gewinn einer britischen Formel-3-Meisterschaft (Lombard North Central Championship) 1972 bewiesen hatte, dass er durchaus Autofahren konnte, war Bronco schon längst in Pension geschickt und durch den richtigen Namen ersetzt.

Von Opel und sein Vermögen standen hinter dem Formel-1-Projekt des früheren Rennfahrers Morris (Mo) Nunn, der mit ihm 1973 in den GP-Sport aufstieg. Von Opel und Nunn schlugen sich mit dem Modell MN01 (N173) beachtlich. Für 1974 wurde der N174 (oder MN02) gebaut, doch nach einem katastrophal schlechten Training in Argentinien verliess von Opel das Team Knall auf Fall. Er ersetzte im Brabham-Werksteam Richard Robarts (der kein Geld mehr hatte). Von Opel wurde in Schweden und den Niederlanden jeweils Neunter (seine besten Formel-1-Ergebnisse), nach einer Nichtqualifikation in Frankreich hängte er mit 26 Jahren den Helm an den Nagel. Sein Cockpit ging an den talentierteren Carlos Pace aus Brasilien. Über das spätere Leben von von Opel ist so gut wie nichts bekannt. Der 74-Jährige soll sich heute in Thailand aufhalten.

Malaysia: Alex Yoong

2001/2002

14 Grands Prix

Beste Platzierung: 7. in Australien 2002

In einem überaus empfehlenswerten Buch hat Alex Yoong (45) davon geschrieben, wie er bei Minardi über den Tisch gezogen worden ist. Richtiges Feuer konnte der Malaysier chinesischer Abstammung bei seinen Landsleuten nie entfachen. Das war mit zweitklassigem Material auch schwierig. Yoong hatte überdies das Pech, beim kleinen Rennstall gegen hervorragende Stallgefährten antreten zu müssen: 2001 gegen den kommenden Superstar Fernando Alonso, 2002 gegen den späteren GP-Sieger Mark Webber. Nach der Formel 1 fuhr Yoong in allen möglichen Rennserien: ChampCar, Porsche-Cup Asien, V8-Supercars in Australien, A1 Grand Prix, wo er vier Mal gewann, Le Mans Series, GP2, bevor er zu seiner alten Liebe zurückkehrte, dem Wasserskisport.

Marokko: Robert La Caze

1958

1 Grand Prix

Beste Platzierung: 14. in Ain-Diab

Der in Paris geborene Marokkaner bestritt nur einen WM-Lauf – das Heimrennen 1958 auf dem schnellen Wüstenkurs von Ain-Diab bei Casablanca. La Caze sass in einem Formel-2-Cooper, den er in Eigenregie einsetzte. Damit wurde er Dritter seiner Klasse und im Gesamtklassement 14., fünf Mal überrundet von Sieger Stirling Moss. La Caze verbrachte seine komplette Rennkarriere in Nordafrika. Da er längst eine marokkanische Rennlizenz besass, war das für die Organisatoren des WM-Lauf die Gelegenheit, einen Einheimischen am Start zu haben. La Caze machte sich auch bei Strassen- und Tourenwagenrennen einen Namen und ging ebenfalls bei Rallyes an den Start. 1954 gewann er die internationale Marokko-Rallye auf einem Simca und pilotierte 1957 bei den 24 Stunden von Le Mans einen Werks-Gordini. La Caze starb im Juli 2015 in Frankreich.

Polen: Robert Kubica

2006–2018

99 Grands Prix

Beste Platzierung: 1. in Kanada 2008

Der Pole Robert Kubica stand mitten in einer vielversprechenden GP-Karriere: Bestzeit bei den Wintertests 2011 in Valencia mit seinem Renault R31, 2012 sollte er neben Fernando Alonso in einem Ferrari sitzen. Doch ein schwerer Unfall bei der italienischen Rallye "Ronde di Andora" am 6. Februar 2011 veränderte alles. Erst nach langer Reha-Phase kehrte Kubica in den Motorsport zurück, allerdings nicht mehr als GP-Pilot, sondern auf die Rallye-Piste. Von Ungarn 2006 bis Abu Dhabi 2010 hatte er 76 Formel-1-WM-Läufe bestritten, 2008 eroberte er in Kanada einen Sieg (für BMW-Sauber), in jener Saison wurde er WM-Vierter. Doch eine Fortsetzung der GP-Karriere war in weiter Ferne.

2013 holte der heute 37-Jährige den WRC2-Titel. 2014 bestritt er die komplette WM, ein sechster Rang in Argentinien war das Highlight. Doch Kubica träumte immer davon, auf die Rundstrecke zurückzukehren. Im Sommer fuhr er einen Test für Renault, aber den gelben Renner für 2018 erhielt Carlos Sainz. Im November sass Kubica im Williams, aber den GP-Stammplatz für 2018 erhielt der Moskauer Sergey Sirotkin. Kubica gab nicht auf, arbeitete bienenfleissig und wurde belohnt – GP-Stammfahrer 2019 bei Williams. Seit 2020 ist Kubica Reservist bei Alfa Romeo (2021 zwei Grands Prix als Ersatzmann für den Corona-erkrankten Kimi Räikkönen), damit schliesst sich der Kreis: Denn 2022 ist Kubica bei den Rotweissen Stallgefährte von Guanyu Zhou.

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