Sergio Pérez: «Eiferte meinem Bruder nach»

Von Otto Zuber
Sergio Pérez: «Jeder will dir sagen, was du anders oder besser machen kannst»

Sergio Pérez: «Jeder will dir sagen, was du anders oder besser machen kannst»

Red Bull Racing-Pilot Sergio Pérez blickt die Anfänge seiner Rennfahrer-Karriere zurück. Der Formel-1-Routinier aus Mexiko spricht dabei auch über die Kehrseite eines Daseins als Nationalheld.

Für Sergio Pérez kam der Formel-1-Erfolg spät: Erst im zehnten GP-Jahr schaffte es der angriffslustige Mexikaner als Erster über die Ziellinie: Das zweite Kräftemessen auf dem Wüstenkurs von Bahrain entschied er im Racing-Point-Renner für sich und bewies damit, dass er unter den richtigen Umständen in der Lage ist, seine Chance zum Sieg zu nutzen. Zuvor hatte er sich mit Achtungserfolgen im Mittelfeld begnügen müssen, mehr lag angesichts des Materials, das ihm zur Verfügung stand, nicht drin.

Nach der Saison 2020 wurde der 31-Jährige aus Guadalajara zu Red Bull Racing befördert. Dort wurde er den hohen Erwartungen von Red Bull-Motorsportberater Dr. Helmut Marko und Teamchef Christian Horner gerecht. Er leistete Max Verstappen auf dem Weg zum Fahrer-WM-Titel wertvolle Schützenhilfe und siegte in Baku, als sein Teamkollege wegen eines Reifenschadens unverschuldet ausfiel.

Danach schaffte es Pérez noch vier weitere Male aufs Treppchen: In Le Castellet, Istanbul, Texas und bei seinem Heimrennen in Mexiko wurde er jeweils Dritter. Seinen jüngsten Podestplatz fuhr er unter dem Jubel der vielen heimischen Fans ein, die ihren Lokalhelden frenetisch bejubelten. Er genoss das Bad in der Menge, wie er im «TAG Heuer»-Podcast «The Edge» erzählte.

«Ich habe nie davon geträumt, so berühmt zu sein», erklärte der WM-Vierte von 2021. «Mein Hauptziel war, auf der Strecke erfolgreich zu sein und der beste Fahrer der Welt zu werden. Der Rest gehört dazu, und es ist natürlich schön, wenn man eine solch starke Unterstützung bekommt. Das können nicht viele Fahrer geniessen, ich weiss, dass es ein Privileg ist», fügte er an.

Gleichzeitig betonte Pérez aber auch: «Aber es hat auch seinen Preis. Denn jeder weiss, wer du bist und was du machst. Jeder will dir sagen, was du anders oder besser machen kannst.» Er weiss: «Aber das gehört dazu und insgesamt ist es eine grosse Ehre, das erleben zu dürfen.»

Der Einstieg in den Motorsport erfolgte eher zufällig, verriet der Red Bull Racing-Pilot: «Mein Bruder fuhr Rennen und ich eiferte ihm als jüngerer Bruder nach. Das war ziemlich cool, denn ich schaute ihm immer zu und sah dabei, was er richtig und falsch machte. Ich denke, das half mir, ein Verständnis aufzubauen und speziell zum Start meiner Karriere erfolgreich zu sein.»

Geplante Formel-1-WM 2022

23.–25. Februar: Testfahrten Barcelona, Spanien
11.–13. März: Testfahrten Sakhir, Bahrain
20. März: Sakhir, Bahrain
27. März: Dschidda, Saudi-Arabien
10. April: Melbourne, Australien
24. April: Imola, Italien
8. Mai: Miami, USA
22. Mai: Barcelona, Spanien
29. Mai: Monte Carlo, Monaco
12. Juni: Baku, Aserbaidschan
19. Juni: Montreal, Kanada
3. Juli: Silverstone, Grossbritannien
10. Juli: Spielberg, Österreich
24. Juli: Le Castellet, Frankreich
31. Juli: Budapest, Ungarn
28. August: Spa-Francorchamps, Belgien
04. September: Zandvoort, Niederlande
11. September: Monza, Italien
25. September: Sotschi, Russland
2. Oktober: Singapur
9. Oktober: Suzuka, Japan
23. Oktober: Austin, USA
30. Oktober: Mexiko-Stadt, Mexiko
13. November: São Paulo, Brasilien
20. November: Yas Marina, Abu Dhabi

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