Laurent Rossi (Alpine): Monza und Silverstone schäbig

Von Rob La Salle
Alpine-CEO Laurent Rossi

Alpine-CEO Laurent Rossi

Der Franzose Laurent Rossi, Geschäftsleiter von Alpine, ist der Überzeugung: «Die Traditionsstrecken wie Spa, Monza oder Silverstone müssen nachlegen. Sie wirken langsam veraltet.»

2022 sollen in der Formel 1 gleich 23 WM-Läufe ausgetragen werden, so viele wie nie zuvor. In einem Gruppen-Interview zum Schluss der GP-Saison 2021 hat Alpine-CEO Laurent Rossi über das anspruchsvolle Programm gesprochen.

«Ja, das ist viel», sagt der Franzose, «vor allem für die Mechaniker. Gleichzeitig ist das für den Sport eine tolle Sache, und die Fahrer lieben es. Wenn wir ihnen 40 Läufe anbieten würden, dann würden sie auch auch 40 Mal fahren. Wenn sie nicht an Formel-1-Strecken sind, hocken sie ohnehin im Kart oder machen andere Sachen.»

Aber Rossi erkennt die Grenzen des Wachstums: «Ich glaube, mit 23 Läufen haben wir langsam das Maximum des Zumutbaren erreicht. Vor allem finde ich – je weniger Läufe unmittelbar hintereinander, also an zwei oder gar drei aufeinander folgenden Wochenenden, desto besser.»

Die Formel 1 tritt 2022 erstmals in Miami (Florida) an, und Rossi stellt fest, «dass die neuen Kurse in Sachen Infrastruktur die Latte höher und höher legen. Dadurch wirken Traditionskurse veraltet und schäbig. Ich meine, es ist fabelhaft, in Spa-Francorchamps, Monza oder Silverstone zu sein, und ich liebe diese Rennen sehr. Aber dort muss in Sachen Infrastruktur nachgelegt werden, sie dürfen sich nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen, sonst laufen sie Gefahr, ihren Platz im WM-Programm zu verlieren.»

Im so genannten Concorde-Abkommen, also der Formel-1-Verfassung, welche die sportlichen und wirtschaftlichen Zusammenhänge zwischen Autosport-Weltverband FIA, dem Formel-1-Management und den Rennställen regelt, ist eine Obergrenze von 25 Rennen pro Jahr verankert.

Fahrzeugpräsentationen

10. Februar: Aston Martin
11. Februar: McLaren
17. Februar: Ferrari
18. Februar: Mercedes

Wintertestfahrten

23.–25. Februar: Barcelona, Spanien
11.–13. März: Sakhir, Bahrain

Geplante Formel-1-WM 2022

20. März: Sakhir, Bahrain
27. März: Dschidda, Saudi-Arabien
10. April: Melbourne, Australien
24. April: Imola, Italien
8. Mai: Miami, USA
22. Mai: Barcelona, Spanien
29. Mai: Monte Carlo, Monaco
12. Juni: Baku, Aserbaidschan
19. Juni: Montreal, Kanada
3. Juli: Silverstone, Grossbritannien
10. Juli: Spielberg, Österreich
24. Juli: Le Castellet, Frankreich
31. Juli: Budapest, Ungarn
28. August: Spa-Francorchamps, Belgien
04. September: Zandvoort, Niederlande
11. September: Monza, Italien
25. September: Sotschi, Russland
2. Oktober: Singapur
9. Oktober: Suzuka, Japan
23. Oktober: Austin, USA
30. Oktober: Mexiko-Stadt, Mexiko
13. November: São Paulo, Brasilien
20. November: Yas Marina, Abu Dhabi

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