Formel 1: Mercedes-Ärger über Dummheit

Formel-1-Sprit 2022: Eine bedeutende Veränderung

Von Vanessa Georgoulas
Die Mercedes-Ingenieure mussten auch mit Blick auf den neuen Kraftstoff für den W13 eine grosse Herausforderung meistern

Die Mercedes-Ingenieure mussten auch mit Blick auf den neuen Kraftstoff für den W13 eine grosse Herausforderung meistern

Das neue Formel-1-Reglement wirkt sich nicht nur auf die GP-Autos aus, auch beim Sprit mussten sich die Ingenieure der GP-Teams ins Zeug legen, wie Hywel Thomas, Managing Director von Mercedes AMG HPP, erklärt.

Die meisten Diskussionen über die neueste Fahrzeuggeneration der Formel 1 drehten sich um die aerodynamischen Änderungen, aber auch beim Kraftstoff gab es für die Ingenieure eine knifflige Aufgabe zu lösen, denn in diesem Jahr wird ein neuer E10-Treibstoff eingeführt, der zu zehn Prozent aus nachhaltigem Ethanol besteht.

Hywel Thomas, Managing Director von Mercedes AMG HPP, bestätigt: «Wir haben zehn Prozent Ethanol im Kraftstoff und das klingt nicht unbedingt nach einer grossen Änderung, aber es ist eine ziemlich bedeutende Veränderung in der Art und Weise, wie der Kraftstoff und die Antriebseinheit zusammenwirken.»

Und der Motor-Profi aus dem Mercedes-Team erklärt: «Es war eine grosse Herausforderung, aber wir können auf eine gute Entwicklungsphase zurückblicken, in der wir sehr eng mit unserem Partner Petronas zusammengearbeitet haben. Das war absolut entscheidend. Ich weiss, dass wir in diesem Jahr mehr Kandidaten getestet und mehr Entwicklungsschleifen durchlaufen haben als in den vergangenen Jahren, und wir haben einige interessante Entwicklungen gefunden. Es ist ein nachhaltiges Ethanol der zweiten Generation, also ein kleiner, aber wichtiger Schritt in die richtige Richtung, was die Nachhaltigkeit angeht.»

Die Ingenieure müssen flexibel bleiben, denn die neuen Regeln wirken sich natürlich auch auf die Fahrweise aus. Thomas sagt dazu: «Ich vermute, dass die Art und Weise, wie die Antriebseinheit über eine Runde funktioniert, nicht dieselbe sein wird wie im letzten Jahr. Obwohl es schwierig sein dürfte, den Unterschied in der Rundenzeit wirklich zu erkennen, wird das Auto im Allgemeinen anders funktionieren und den Abtrieb und die Leistung auf eine neue Weise erzeugen. Die Fahrer werden aufgrund der Fahrzeugcharakteristik wollen, dass der Motor zu unterschiedlichen Zeiten in den Kurven und möglicherweise von einer Kurve zur nächsten unterschiedliche Dinge tut.»

«Die Dauer der Vollgasphase, die Art und Weise, wie die Fahrer die Kurven anfahren und aus ihnen wieder herauskommen, wird nicht mehr genau so sein wie früher, und das wird sich auch darauf auswirken, wie wir die Energie zurückgewinnen und einsetzen», weiss der 49-Jährige, der auch betont: «Wir werden reaktionsfreudig sein müssen, um sicherzustellen, dass wir das liefern, was der Fahrer verlangt.»

«Ich denke, dass sich das Gesamtpaket des Autos im Laufe des Jahres aufgrund der Regeländerungen stark weiterentwickeln wird, so dass die Art und Weise, wie die Antriebseinheit zu Beginn der Saison funktioniert, bei den letzten Rennen 2022 nicht mehr dieselbe sein wird», prophezeit Thomas.

«Wir müssen die Anpassungsfähigkeit des Triebwerks von Beginn an einbeziehen, da ihre Leistung danach eingefroren wird. Aufgrund dieser Unbekannten und des Umfangs der Veränderungen sind die Testfahrten vor Saisonbeginn und viel Zeit auf der Rennstrecke absolut entscheidend. Es gibt zwar grossartige Simulationswerkzeuge, die uns in den richtigen Bereich bringen, aber nichts kommt an das heran, was wir tun können, wenn wir den Motor ins Auto einbauen und damit auf die Strecke gehen», erklärt der Brite weiter.

Fahrzeugpräsentationen

21. Februar: Alpine
27. Februar: Alfa Romeo

Wintertestfahrten

23.–25. Februar: Barcelona, Spanien
10.–12. März: Sakhir, Bahrain

Geplante Formel-1-WM 2022

20. März: Sakhir, Bahrain
27. März: Dschidda, Saudi-Arabien
10. April: Melbourne, Australien
24. April: Imola, Italien
8. Mai: Miami, USA
22. Mai: Barcelona, Spanien
29. Mai: Monte Carlo, Monaco
12. Juni: Baku, Aserbaidschan
19. Juni: Montreal, Kanada
3. Juli: Silverstone, Grossbritannien
10. Juli: Spielberg, Österreich
24. Juli: Le Castellet, Frankreich
31. Juli: Budapest, Ungarn
28. August: Spa-Francorchamps, Belgien
04. September: Zandvoort, Niederlande
11. September: Monza, Italien
25. September: Sotschi, Russland
2. Oktober: Singapur
9. Oktober: Suzuka, Japan
23. Oktober: Austin, USA
30. Oktober: Mexiko-Stadt, Mexiko
13. November: São Paulo, Brasilien
20. November: Yas Marina, Abu Dhabi

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