FP1 Saudi-Arabien: Bestzeit von Charles Leclerc

Von Vanessa Georgoulas
Charles Leclerc machte in Saudi-Arabien da weiter, wo er in Bahrain aufgehört hatte – an der Spitze

Charles Leclerc machte in Saudi-Arabien da weiter, wo er in Bahrain aufgehört hatte – an der Spitze

Formel-1-Champion Max Verstappen führte die Zeitenliste im ersten freien Training in Saudi-Arabien lange an, doch am Ende hatte Bahrain-Sieger Charles Leclerc im Ferrari die Nase vorn.

Die Formel-1-Stars durften bei strahlendem Sonnenschein zum ersten Training auf dem Jeddah Corniche Circuit in Saudi-Arabien ausrücken. Das Thermometer zeigte 22 Grad Celsius an, der Strassenkurs hatte sich auf 28 Grad aufgeheizt, als die beiden Alpine-Renner, das Aston Martin-Duo, die beiden Alfa Romeo-Fahrer und die AlphaTauri-Piloten gleich zum Start der Session ausrückten.

Im Heck von Fernando Alonsos Auto brummte eine neue Antriebseinheit, denn das Team hatte nach dem Bahrain-GP ein Problem entdeckt. Als Vorsichtsmassnahme wurde das Aggregat ausgetauscht, um das Triebwerk vom ersten Rennen im Motorenwerk in Viry genauer unter die Lupe nehmen zu können.

Gleich zu Beginn der Session bekamen die Zuschauer die ersten Verbremser zu sehen. Valtteri Bottas und Max Verstappen nutzten die Auslaufzone in der letzten Kurve, auch Pierre Gasly vertat sich kurz darauf am gleichen Ort, während Kevin Magnussen an die Box beordert und angewiesen wurde, nicht zu schalten. Ein Hydraulik-Leck hielt die Mechaniker des US-Rennstalls auf Trab, für den Rückkehrer war das Training somit gelaufen.

Nach den ersten zehn Minuten führte Verstappen die Zeitenliste mit 1:31,885 min vor Lewis Hamilton an, der die 6,174 km 1,107 sec langsamer umrundet hatte. Die Aussagekraft dieser Zeiten hält sich aber in Grenzen, schliesslich sind die GP-Stars im Qualifying und Rennen bei ganz anderen Bedingungen unterwegs.

Nach 17 Minuten wurde die Session für neun Minuten unterbrochen, weil sich eine Bremsmarkierungstafel in der ersten Kurve gelöst hatte. Verstappen hatte in der Zwischenzeit die Bestmarke auf 1:30,888 min gedrückt, hinter ihm belegten Yuki Tsunoda, Pierre Gasly, Sergio Pérez, Hamilton, Daniel Ricciardo, Lando Norris, Esteban Ocon, Lance Stroll und Alex Albon die weiteren Top-10-Positionen.

Nico Hülkenberg, der erneut für den an Covid-19 erkrankten Sebastian Vettel einspringen musste, folgte auf der 14. Position, Mick Schumacher belegte nach den ersten 17 Minuten Platz 16 auf dem Zeitenmonitor. Die beiden Ferrari-Piloten Charles Leclerc und Carlos Sainz hatten zu diesem Zeitpunkt genau wie Mercedes-Neuzugang George Russell noch keine gezeitete Runde gedreht.

Das holten die Drei nach, als die Strecke wieder freigegeben wurde. Zur Halbzeit führte immer noch Verstappen die Zeitenliste vor Tsunoda, Gasly und Pérez an. Mit mehr als zwei Sekunden Rückstand auf die Spitzenzeit folgte Hamilton auf dem fünften Platz vor dem McLaren-Duo Ricciardo und Norris. Ocon, Stroll und Leclerc komplettierten die Top-10 vor Albon, Nicholas Latifi, Fernando Alonso, Valtteri Bottas, Sainz, Hülkenberg, Russell, Guanyu Zhou, Mick Schumacher und Kevin Magnussen, der sich nach der ersten Installationsrunde nicht wieder hatte blicken lassen.

22 Minuten vor dem Ende der Session verbesserte sich Bahrain-Sieger Leclerc auf die zweite Position, von der er Tsunoda verdrängte. Lange durfte er sich nicht darüber freuen, denn Gasly legte auf den weichen Reifen eine 1:31,317 min nach und übernahm damit die zweite Position, während Verstappen in der achten Kurve eine Schrecksekunde erlebte und kurz neben die Strecke geriet. «Hat der Wind zugelegt?», fragte er daraufhin über Funk nach.

Leclerc sorgte für Unterhaltung, weil er die Ferrari-Box verpasste. Der Monegasse bemerkte seinen Fehler und konnte ein paar Meter weiter anhalten. In den letzten zehn Minuten konnte sich Leclerc auf die zweite Position verbessern, der Monegasse war drei Zehntel langsamer als der Spitzenreiter aus dem Red Bull Racing Team. Bald darauf konnte er sich um mehr als vier Zehntel verbessern und damit die Spitzenposition übernehmen. Auch Bottas verbesserte sich und schloss die Session als Drittschnellster vor Sainz, Gasly, Tsunoda, Pérez, Ocon, Hamilton und Alonso ab.

1. Training, Dschidda

01. Charles Leclerc (MC), Ferrari F1-75, 1:30,772 min
02. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB18, 1:30,888
03. Valtteri Bottas (FIN), Alfa Romeo C42-Ferrari, 1:31,084
04. Carlos Sainz (E), Ferrari F1-75, 1:31,139
05. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT03, 1:31,317
06. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT03, 1: 31,505
07. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB18, 1:31,563
08. Esteban Ocon (F), Alpine A522-Renault, 1:32,026
09. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W13, 1:32,364
10. Fernando Alonso (E), Alpine A522-Renault, 1:32,381
11. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL36-Mercedes, 1:32,506
12. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR22-Mercedes, 1:32,582
13. Lando Norris (GB), McLaren MCL36-Mercedes, 1:32,594
18. Guanyu Zhou (RC), Alfa Romeo C42-Ferrari, 1:32,608
14. George Russell (GB), Mercedes W13, 1:32,839
16. Nico Hülkenberg (D), Aston Martin AMR22-Mercedes, 1:33,034
15. Alex Albon (T), Williams FW43B-Mercedes, 1:33,087
17. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW44-Mercedes, 1:33,529
19. Mick Schumacher (D), Haas VF-22-Ferrari, 1:34,429
20. Kevin Magnussen (DK), Haas VF-22-Ferrari, keine Zeit

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