Toto Wolff zur Mercedes-Krise: «Das machen wir nicht»

Von Mathias Brunner
Toto Wolff: Es kommen auch wieder bessere Zeiten

Toto Wolff: Es kommen auch wieder bessere Zeiten

Mercedes-Benz steht zwar nach zwei Rennen auf Rang 2 in der Konstrukteurs-Meisterschaft, aber Teamchef Toto Wolff nimmt kein Blatt vor den Mund, was die gegenwärtige Leistungsfähigkeit angeht.

Ein glücklicher dritter Platz von Lewis Hamilton in Bahrain, Rang 5 von George Russell in Saudi-Arabien, während Superstar Hamilton nur Zehnter wurde – es muss inzwischen jedem klar sein: Mercedes-Benz steckt in ersthaften Schwierigkeiten.

Es ist dem Österreicher Toto Wolff hoch anzurechnen, dass er – im Gegensatz zu anderen Teamchefs in solch einer Lage – nichts schönredet. Der Wiener sagt: «Was derzeit an der Spitze der Formel 1 passiert, das ist für den Zuschauer eine tolle Sache, aber es schmerzt uns, dass wir da nicht mitmischen können und um ein beträchtliches Stück zurückliegen.»

«Wir werden nicht locker lassen, bis wir wieder vorne dabei sein. Spass macht das derzeit überhaupt nicht. Das ist vielmehr eine Übung in Demut. Aber ich weiss, dass wir aus dieser Situation noch stärker hervorgehen.»

«Es ist schwer einzuschätzen, wozu wir wirklich imstande wären. Dazu müssten wir den Wagen tiefer legen können, aber das geht nicht. Ich würde mir gerne wünschen, dass der Abstand zur Spitze kleiner ist, wenn das Auto macht, was wir uns davon versprechen.»

Viele Fans haben darauf hingewiesen, dass die einstige Überlegenheit von Mercedes beim Motor wohl vorbei sei. Toto Wolff meint dazu: «Es ist jetzt wichtig, dass wir nicht mit dem Finger auf einen bestimmten Teil des Wagens zeigen, das machen wir nicht. Wir haben überall Defizite, unser Rückstand geht nicht nur auf die Antriebseinheit zurück.»

Ergebnisse Formel 1, Dschidda

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB18
02. Charles Leclerc (MC), Ferrari F1-75, +0,549 sec
03. Carlos Sainz (E), Ferrari F1-75, +8,097
04. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB18, +10,800
05. George Russell (GB), Mercedes W13, +32,732
06. Esteban Ocon (F), Alpine A522-Renault, +56,017
07. Lando Norris (GB), McLaren MCL36-Mercedes, +56,124
08. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT03, +1:02,946 min
09. Kevin Magnussen (DK), Haas VF-22-Ferrari, +1:04,308
10. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W13, +1:13,948
11. Guanyu Zhou (RC), Alfa Romeo C42-Ferrari, +1:22,215
12. Nico Hülkenberg (D), Aston Martin AMR22-Mercedes, +1:31,742
13. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR22-Mercedes, +1 Runde
Out:
— Alex Albon (T), Williams FW44-Mercedes, Crash
— Fernando Alonso (E), Alpine A522-Renault
— Valtteri Bottas (FIN), Alfa Romeo C42-Ferrari
— Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL36-Mercedes
— Nicholas Latifi (CDN), Williams FW44-Mercedes, Crash
— Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT03, kein Start, Antriebsstrang
Nicht am Start:
— Mick Schumacher (D), Haas VF-22-Ferrari, Crash im Qualifying

WM-Stand Fahrer

01. Leclerc 45 Punkte
02. Sainz 33
03. Verstappen 25
04. Russell 22
05. Hamilton 16
06. Ocon 14
07. Pérez 12
08. Magnussen 12
09. Bottas 8
10. Norris 6
11. Tsunoda 4
12. Gasly 4
13. Alonso 2
14. Zhou 1
15. Schumacher 0
16. Stroll 0
17. Hülkenberg 0
18. Albon 0
19. Ricciardo 0
20. Latifi 0

WM-Stand Konstrukteure

01. Ferrari 78
02. Mercedes 38
03. Red Bull Racing 37
04. Alpine 16
05. Haas 12
06. Alfa Romeo 9
07. AlphaTauri 8
08. McLaren 6
09. Aston Martin 0
10. Williams 0

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