Mick Schumacher: Gute Karten für Australien-GP

Von Mathias Brunner
Mick Schumacher

Mick Schumacher

Die Rennstrecke im Albert-Park von Melbourne (Australien) ist für Ferrari-Zögling Mick Schumacher Neuland. Der GP-Pilot von Haas sagt: «Ich war früher mit meinem Vater in Australien und habe ihn fahren sehen.»

Nach zwei Rennen steht Mick Schumacher weiterhin ohne WM-Punkte da. Aber der Nachwuchsfahrer von Ferrari weiss: Im Gegensatz zur Saison 2021 sitzt er nun in einem Haas-Rennwagen, mit dem er in die Top-Ten fahren kann. Im Albert-Park von Melbourne soll das endlich zum ersten Mal in der Formel 1 klappen.

Mick sagt: «Was das Fahren angeht, so ist Melbourne für mich eine Premiere. Ich freue mich darauf, Stadt und Rennstrecke zu erkunden. Aber ich war früher mit meinem Vater schon in Australien und habe ihn dort auch fahren gesehen. Das habe ich in guter Erinnerung, umso mehr sehne ich mich danach, diese tolle Strecke selber unter die Räder nehmen zu können.»

Ein Blick in die Statistik zeigt: Michael Schumacher hält noch immer den Pistenrekord, mit seinem Ferrari fuhr er im Grossen Preis von Australien 2004 eine Runde von 1:24,125 min. Es ist ein Rekord für die Ewigkeit, denn zum Rennen 2022 hin ist die Pistenführung des Albert Park Circuit geändert worden – sie ist an einigen Stellen flüssiger gestaltet, um 24 Meter kürzer und soll um bis zu fünf Sekunden pro Runde schneller sein.

Mick Schumacher weiter: «Ich hatte die Gelegenheit, den 2004er Ferrari meines Vaters zu fahren, ein tolles Rennauto! Ich finde ja, unsere neuen Rennwagen sehen wieder ein wenig aus wie die Autos von damals, mit diesem höher angesetzten Frontflügel.»

«Was die Strecke angeht, so sollten wir auch in Australien mit diesem Auto bei der Musik sein. Wie jeder Strassenkurs wird es eine Weile dauern, bis die Piste richtig Grip entwickelt, weil sie das ganze Jahr über vom normalen Verkehr befahren wird.»

Die Zeitumstellung von neun Stunden bewältigt Mick, «indem ich früh nach Australien reise, um mich optimal zu akklimatisieren».

Haas, seit 2016 in der Königsklasse, tritt in Australien zum 125. Grand Prix an. Mick Schumacher erinnert sich an einen schönen Moment mit der Mannschaft: «Das war in Österreich im vergangenen Jahr, als wir ja zwei Rennen auf dieser Strecke hatten und zwischendurch Radfahren gingen, ein Barbecue veranstalteten und Fussball spielten. Du hast normalerweise während einer Saison kaum Raum, um etwas Zeit mit deinem Team zu verbringen, was über die Arbeit hinausgeht.»

«Was ich bei Haas bemerkenswert finde: Die Menschen sind sehr offen, und es war schön, in diesen Tagen damals mehr über ihr Leben und ihre Familien zu erfahren. Das geht dann weit über ein normales Arbeitsverhältnis hinaus, das sind Momente, die du nicht vergisst.»


Ergebnisse Formel 1, Dschidda

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB18
02. Charles Leclerc (MC), Ferrari F1-75, +0,549 sec
03. Carlos Sainz (E), Ferrari F1-75, +8,097
04. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB18, +10,800
05. George Russell (GB), Mercedes W13, +32,732
06. Esteban Ocon (F), Alpine A522-Renault, +56,017
07. Lando Norris (GB), McLaren MCL36-Mercedes, +56,124
08. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT03, +1:02,946 min
09. Kevin Magnussen (DK), Haas VF-22-Ferrari, +1:04,308
10. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W13, +1:13,948
11. Guanyu Zhou (RC), Alfa Romeo C42-Ferrari, +1:22,215
12. Nico Hülkenberg (D), Aston Martin AMR22-Mercedes, +1:31,742
13. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR22-Mercedes, +1 Runde
Out:
— Alex Albon (T), Williams FW44-Mercedes, Crash
— Fernando Alonso (E), Alpine A522-Renault
— Valtteri Bottas (FIN), Alfa Romeo C42-Ferrari
— Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL36-Mercedes
— Nicholas Latifi (CDN), Williams FW44-Mercedes, Crash
— Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT03, kein Start, Antriebsstrang
Nicht am Start:
— Mick Schumacher (D), Haas VF-22-Ferrari, Crash im Qualifying

WM-Stand Fahrer

01. Leclerc 45 Punkte
02. Sainz 33
03. Verstappen 25
04. Russell 22
05. Hamilton 16
06. Ocon 14
07. Pérez 12
08. Magnussen 12
09. Bottas 8
10. Norris 6
11. Tsunoda 4
12. Gasly 4
13. Alonso 2
14. Zhou 1
15. Schumacher 0
16. Stroll 0
17. Hülkenberg 0
18. Albon 0
19. Ricciardo 0
20. Latifi 0

WM-Stand Konstrukteure

01. Ferrari 78
02. Mercedes 38
03. Red Bull Racing 37
04. Alpine 16
05. Haas 12
06. Alfa Romeo 9
07. AlphaTauri 8
08. McLaren 6
09. Aston Martin 0
10. Williams 0

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