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Singapur-Sieger Sergio Pérez: «Erwarte keine Strafe»

Der 13. Grosse Preis von Singapur endet mit dem vierten Formel-1-Sieg des Red Bull Racing-Piloten Sergio Pérez. Der Mexikaner musste nach seiner grandiosen Leistung bei der Rennleitung antraben!

Formel 1

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Der Nacht-Grand Prix von Singapur war zwölf Ausgaben lang das Rennen der Champions: Nur Weltmeister oder Fahrer, die im gleichen Jahr erstmals Champion wurden, konnten die bislang zwölf Rennen auf dem schwierigen Marina Bay Circuit für sich entscheiden. Nun hat sich Sergio Pérez in die Siegerliste eingetragen, als erst fünfter Fahrer, der den Singapur-GP gewinnen konnte, nach Fernando Alonso, Lewis Hamilton, Sebastian Vettel und Nico Rosberg.

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Für den 32-jährigen Pérez ist dies der vier Triumph in der Königsklasse, sein zweiter Sieg in der GP-Saison 2022 nach Monaco, sein 23. Podestplatz (wie Michele Alboreto, James Hunt und Jacques Villeneuve), sein erster in den Strassen von Singapur, wo er als bestes Ergebnis zuvor 2017 Fünfter geworden war. Sein Rennstall Red Bull Racing kommt nun auf 88 Siege in der Königsklasse.

"Checo" hat auf dem schwierigen Strassenkurs alles richtig gemacht, wurde aber nach dem Rennen zur Rennleitung gebeten: Er soll bei einer Safety-Car-Phase hinter dem Führungswagen von Bernd Mayländer zu langsam gefahren sein.

Aus diesem Grund, weil es eine Fünfsekundenstrafe geben könnte, wurde er gebeten, zum Schluss hin Tempo zuzulegen, prompt vergrösserte Pérez den Vorsprung auf Charles Leclerc.

Sergio über sein Rennen zum angeblichen Vergehen eines nicht korrekten Abstands zum Safety-Car: "Ich würde das eher als Missverständnis bezeichnen. An Stellen, wo ich Mühe hatte, auf schmieriger Bahn mitzuhalten, zog er mir weg, an anderen Stellen, wo er herumrutschte, konnte ich gut aufschliessen. Das war alles nicht normal und nur den besonderen Pistenverhältnissen zuzuordnen."

"Der letzte Pistenabschnitt etwa war super-tückisch. Aber ich erwarte keine Strafe für so etwas. Ich war bei den Rennkommissaren und habe meinen Standpunkt klargemacht, ich bin der Ansicht, dass sie mich verstanden haben."

Lieber redet Pérez über seine beneidenswerte Fahrt: "Ich bin deshalb sehr erleichtert, weil ich nach gutem Saisonbeginn einige Rennen lang Mühe hatte. Ich würde nicht sagen – jetzt habe ich es euch allen gezeigt! Aber gerade in meiner Heimat wird schnell Kritik laut, wenn ich mal nicht zwei Rennen auf dem Siegerpodest stehe. Ich weiss, welche Leistungen ich zeigen kann, und ich bin zufrieden, dass ich das heute umsetzen konnte."

Zwischendurch monierte der Mittelamerikaner am Funk, er habe Probleme mit der Fahrbarkeit. Sergio vertieft: "Ich will nicht zu sehr ins Detail gehen, aber der Motor machte nicht immer ganz das, was er sollte. Das müssen wir uns in Ruhe ansehen."

"Das grössere Problem jedoch waren die Pistenverhältnisse. Wenn deine Reifen Temperatur verlieren, und du gerätst auf eine feuchte Stelle, dann bist du ratz-fatz nur noch Passagier. Es ist manchmal ein wenig schwierig zu erklären, wie heikel das ist. Ich war auch erstaunt, dass es nicht schneller abtrocknete."

"Der Schlüssel zum Sieg war mein guter Start. Auf Intermediates hatte ich alles unter Kontrolle, ich konnte jedes Mal reagieren, wenn Charles ein wenig näherkam. Als sich George Russell Slicks abholte, ging mir durch den Kopf – das werden jetzt alle machen. Aber das passierte nicht, die Bahn blieb schmierig."

"Bei den Re-Starts war deutlich, dass Charles mehr Tempo machen konnte. Erst nach einigen Runden war ich wieder auf Speed. Es gab jede Menge haariger Momente, in welchen mein Wagen querschlug. Heute war es sehr leicht, alles zu verlieren. Ich bin sehr froh, dass ich heil durchgekommen bin."

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Rennen, Singapur

01. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, 2:02:15,238 h

02. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +7,595 sec

03. Carlos Sainz (E), Ferrari, +15,305

04. Lando Norris (GB), McLaren, +26,133

05. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren, +58,282

06. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +61,330

07. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +63,825

08. Sebastian Vettel (D), Aston Martin, +65,032

09. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +66,515

10. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +74,576

11. Valtteri Bottas (FIN), Alfa Romeo, +93,844

12. Kevin Magnussen (DK), Haas, +97,610

13. Mick Schumacher (D), Haas, +1 Runde

14. George Russell (GB), Mercedes, +2 Runden

Out

Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri, Unfall

Esteban Ocon (F), Alpine, Motorschaden

Alex Albon (T), Williams, Aufgabe nach Dreher

Fernando Alonso (E), Alpine, Motorschaden

Nicholas Latifi (CDN), Williams, Kollision mit Zhou

Guanyu Zhou (RC), Alfa Romeo, Kollision mit Latifi

WM-Stand (nach 17 von 22 Rennen)

Fahrer

01. Verstappen 341 Punkte

02. Leclerc 237

03. Pérez 235

04. Russell 203

05. Sainz 202

06. Hamilton 170

07. Norris 100

08. Ocon 66

09. Alonso 59

10. Bottas 46

11. Ricciardo 29

12. Vettel 24

13. Gasly 23

14. Magnussen 22

15. Stroll 13

16. Schumacher 12

17. Tsunoda 11

18. Zhou 6

19. Albon 4

20. De Vries 2

21. Latifi 0

22. Nico Hülkenberg (D) 0

Konstrukteurspokal

01. Red Bull Racing 576 Punkte

02. Ferrari 439

03. Mercedes 373

04. McLaren 129

05. Alpine 125

06. Alfa Romeo 52

07. Aston Martin 37

08. Haas 34

09. AlphaTauri 34

10. Williams 6

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Mercedes-AMG Petronas Formula One Team

131

2

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Mercedes-AMG Petronas Formula One Team

88

3

Charles Leclerc

Scuderia Ferrari HP

75

4

Lewis Hamilton

Scuderia Ferrari HP

72

5

Lando Norris

McLaren Formula 1 Team

58

6

Oscar Piastri

McLaren Formula 1 Team

48

7

Max Verstappen

Oracle Red Bull Racing

43

8

Pierre Gasly

BWT Alpine Formula One Team

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MoneyGram Haas F1 Team

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Liam Lawson

Visa Cash App Racing Bulls Formula One Team

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