Alonso-Albtraum Petrov zu Mercedes: «Geht gar nicht»

Von Mathias Brunner
​Vitaly Petrov versemmelte beim WM-Finale 2010 Ferrari-Star Fernando Alonso den Titel. Nun schätzt der 38 Jahre alte Russe die Situation vor der GP-Saison 2023 ein und kann dabei Mercedes nicht verstehen.

Vitaly Petrov war der zweite Russe in der Formel 1, nach Minardi-Testfahrer Sergey Zlobin. Der heute 38-jährige Petrov aus Vyborg hat von 2010 bis 2012 57 Formel-1-WM-Läufe bestritten – 2011 wurde er im Renault solider WM-Zehnter.

In der gleichen Saison erreichte er mit Rang 3 in Melbourne sein bestes Formel-1-Ergebnis. Dennoch wurde er am Ende der Saison nicht weiter verpflichtet. Ende 2012 musste Vitaly dann auch bei Caterham sein Cockpit räumen: Der Franzose Charles Pic und der Holländer Giedo van der Garde konnten mehr Mitgift vorweisen.

Am meisten Schlagzeilen hat Petrov beim WM-Finale 2010 in Abu Dhabi gemacht. Durch einen strategischen Fehler von Ferrari strandete Fernando Alonso hinter dem Renault des Russen und kam nicht an Petrov vorbei, ein Albtraum für den Spanier. Das war einer der Gründe, wieso er den WM-Titel an Sebastian Vettel verlor.

Petrov hat den Kontakt zur Formel 1 nie verloren und hat vor kurzem über jüngste Entwicklungen in der Königsklasse gesprochen. Beim russischen Portal Championat gibt sich Petrov verblüfft darüber, dass Mercedes-Benz den genialen Strategen James Vowles hat ziehen lassen – Vowles ist neuer Teamchef des Williams-Rennstalls.

Petrov sagt: «Jetzt wird alles davon abhängen, wie Mercedes die Probleme mit dem Auto löst und wie sie einen solchen Mann ersetzen sollen. Ganz ehrlich – ich hätte den nie gehen lassen. Gewiss, ich verstehe, dass es manchmal nicht möglich ist, einen Mann ganz lange auf dem gleichen Posten zu behalten. Denn es gibt einfach Mitarbeiter, die eine frische Aufgabe suchen, und das ist auch keine Frage des Geldes. Aus Sicht von Vowles kann ich den Wechsel verstehen.»

Mercedes-Teamchef Toto Wolff hatte dazu gesagt: «James hinterlässt keine Lücke, denn wir haben seit vielen Jahren über die Nachfolge in diesem Bereich gesprochen. Wir haben ein extrem talentiertes Team von Strategen. Wir haben neun Leute, einige davon sehr hochrangig, die nicht immer an vorderster Front stehen. Diese Gruppe war bereits in den vergangenen sechs Monaten für die Strategie verantwortlich. Ich fühle mich also sehr wohl mit der Struktur, die wir in Zukunft haben werden. Es ist nicht so, dass plötzlich eine grosse Schwachstelle entstanden wäre.»

Petrov hingegen findet: «Ohne einen Chefstrategen zu arbeiten, das geht gar nicht. Ich bin sicher, sie müssen ihn irgendwie ersetzen. Ich kann mir sogar vorstellen, dass dies verschiedene Fachkräfte tun.»

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08.10. Katar-GP, Losail International Circuit, Doha *
22.10. Austin-GP, Circuit of the Americas, Austin *
29.10. Mexiko-GP, Autódromo Hermann Rodríguez, Mexiko-Stadt
05.11. Brasilien-GP, Autódromo José Carlos Pace, Interlagos *
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