Mark Webber: Sind einige moderne GP-Fahrer Weicheier?

Von Mathias Brunner
Mark Webber

Mark Webber

​Der Australier Mark Webber (46) hat kein Verständnis für heutige Formel-1-Piloten, die ständig über die gewaltigen Opfer sprechen, die sie angeblich bringen müssen. «Das ist alles ein Haufen Unsinn.»

Mark Webber hat in der Formel-1-WM 215 Grands Prix bestritten, neun davon konnte der heute 46-jährige Australier gewinnen. Der langjährige Red Bull Racing-Fahrer betreut als Manager den GP-Debütanten Oscar Piastri, den Kontakt zur Königsklasse hat Webber ohnehin nie abbrechen lassen – seine Analysen vor den Kameras von Sky oder Channel 4 gehörten zu den besten der Vollgasbranche.

Vor kurzem hat der WM-Dritte der Jahre 2010, 2011 und 2013 über die Einstellung gewisser Fahrer gesprochen, mit welcher Webber wenig anfangen kann. Im Podcast Performance Hackers nimmt Mark wie immer kein Blatt vor den Mund: «Seien wir doch mal ehrlich – als Formel-1-Fahrer hat du einen phänomenalen Job und kriegst dafür ein stattliches Sümmchen Geld. Als Last sehe ich das nun sicher nicht.»

«Und doch höre ich gewisse Fahrer, die darüber sprechen, welche Opfer sie bringen mussten. Das ist alles ein Haufen Unsinn! Da muss ich mich wirklich fragen, ob ein solcher Fahrer den richtigen Ehrgeiz mitbringt.»

«Ich selber habe das Wort Opfer nie in den Mund genommen. Ich glaube, wer so spricht, der ist bereits im Hintertreffen. Aber ich sehe das schon bei jungen Fahrern, die von Australien nach Europa reisen, um ihre Karriere fortzusetzen. ‘Ah, was ich alles opfern muss.’ Für mich sind das keine Opfer, wenn man seine Karriere verfolgt.»

«Es geht doch darum, sich in einem überaus Wettbewerbs-orientierten Umfeld zu behaupten. Du arbeitest mit einigen der hellsten Köpfe der Branche, und die helfen dir dabei, das Beste aus dir herauszuholen. Klar ist der Druck gross. Selbst in den letzten drei Jahren meiner Formel-1-Karriere hatte ich jeweils nur einen Einjahresvertrag. Aber genau das stachelte mich an zu sagen: ‘So, und jetzt zeige ich allen, was noch in mir steckt. Ich bin ein wesentlicher Teil dieses Rennstalls, und das erfüllt mich mit stolz.’»

Mark Webber, nach seiner Zeit als GP-Pilot mit Porsche Langstrecken-Weltmeister geworden, sagt weiter: «Mein erster Formel-1-Vertrag war für zwei Rennen. Könnt ihr euch das vorstellen? Das war ein Zeitraum von drei Wochen. Das war brutal, aber ich hatte keine Wahl. Da musst du dich eben entscheiden – soll ich nun über meine Situation jammern oder reisse ich mich zusammen und gebe mein Bestes?»

Formel 1 2023

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02.04. Australien-GP, Albert Park Circuit, Melbourne
30.04. Aserbaidschan-GP, Baku City Circuit, Baku *
07.05. Miami-GP, Miami International Autodrome, Miami
21.05. Emilia Romagna-GP, Autodromo Enzo e Dino Ferrari, Imola
28.05. Monaco-GP, Circuit de Monaco, Monte Carlo
04.06. Spanien-GP, Circuit de Barcelona-Catalunya, Montmeló
18.06. Kanada-GP, Circuit Gilles Villeneuve, Montreal
02.07. Österreich-GP, Red Bull Ring, Spielberg *
09.07. Grossbritannien-GP, Silverstone Circuit, Silverstone
23.07. Ungarn-GP, Hungaroring, Budapest
30.07. Belgien-GP, Circuit de Spa-Francorchamps, Spa *
27.08. Niederlande-GP, Circuit Zandvoort, Zandvoort
03.09. Italien-GP, Autodromo Nazionale di Monza, Monza
17.09. Singapur-GP, Marina Bay Street Circuit, Singapur
24.09. Japan-GP, Suzuka International Racing Course, Suzuka
08.10. Katar-GP, Losail International Circuit, Doha *
22.10. Austin-GP, Circuit of the Americas, Austin *
29.10. Mexiko-GP, Autódromo Hermann Rodríguez, Mexiko-Stadt
05.11. Brasilien-GP, Autódromo José Carlos Pace, Interlagos *
18.11. Las Vegas-GP, Las Vegas Street Circuit, Las Vegas
26.11. Abu Dhabi-GP, Yas Marina Circuit, Yas Island

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