Ferrari weiter in Not: Schumacher unterstützt Vasseur
Ferrari kommt in der Formel 1 nicht in Fahrt, den Traditionsrennstall plagen Probleme und Baustellen. Ralf Schumacher nimmt Teamchef Fred Vasseur in Schutz.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Ferrari bleibt in der Formel 1 das große Sorgenkind. Die Scuderia ist weiterhin weit von der Spitze entfernt. In Barcelona kamen die Reifen bei Charles Leclerc nie ins richtige Arbeitsfenster, der Vize-Weltmeister musste deshalb aus der Boxengasse starten und wurde im Rennen nur Elfter.
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Teamkollege Carlos Sainz startete von Position zwei, konnte sich also Hoffnungen auf das Podium machen, wurde aber nur Fünfter. Dass Ferrari nur die vierte Kraft ist, ist keine Momentaufnahme mehr, sondern die Realität. Ralf Schumacher nahm Teamchef Fred Vasseur nach dem erneuten Ergebnis-Desaster in Schutz. Der Franzose hat vor der Saison die Aufgabe an der Spitze von Ferrari übernommen, und die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Geduld im Umfeld des Rennstalls schnell aufgebraucht ist.
"Er ist erst ein paar Monate da, das darf man nicht unterschätzen. Gucken wir mal, durch welche Zeit Mercedes als absolutes Topteam gegangen ist. In dem Laden durchzukehren, dauert eine Zeit", sagte der Sky-Experte nach dem Spanien-GP.
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Man habe es auch bei Aston Martin gesehen, betonte Schumacher. "Das ist ein Prozess, der teilweise anderthalb bis zwei Jahre dauern kann."
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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In seiner Sky-Kolumne schrieb er von einem "steinigen Weg". Vasseur sei gerade dabei, einige neue Leute ins Team zu holen, so der TV-Experte. "Bis die dann alle anfangen zu arbeiten und diese Arbeit Früchte trägt, kann es noch dauern. Gut möglich, dass Ferrari daher diese Saison und auch noch den Beginn des kommenden Jahres abhaken kann", so Schumacher.
Vasseur selbst bleibt im Moment nichts anderes übrig, als gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Der Franzose sucht deshalb krampfhaft nach den positiven Dingen. Es sei "kein gutes Wochenende" gewesen räumte er ein, "man kann auch was Positives mitnehmen. Die Tatsache, dass du mit Carlos in der ersten Reihe bist, ist positiv. Es war das beste Ergebnis dieser Saison für Carlos. Das Positive muss auch gesehen werden, du brauchst aber Punkte am Sonntag und brauchst die Konstanz."
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"Wir hatten eigentlich am Samstag eine starke Pace mit Carlos. Das Auto haben wir in die erste Reihe gestellt. Im Rennen war es schwieriger, was die Konstanz angeht. Einmal sind wir bei der Pace dabei, ein andermal nicht. Bei Charles war es vom harten auf den harten Reifen unterschiedlich. Daran müssen wir arbeiten, um gute Ergebnisse zu kriegen", so Vasseur, der verriet, dass Sainz beim zweiten Stint fünfzehn Sekunden verloren hat, im Vergleich zu fünf im ersten und fünf im dritten. Und was bedeutet das für Kanada? Vasseur: "Man kann auch das positiv sehen: Die Pace werden wir sicherlich haben und die Konstanz auch. Wir können relativ schnell zurückkommen, müssen den Schritt aber gehen. Es ist kein einfacher Schritt. Wir haben schon ein paar Monate hinter uns, konnten das Problem aber nicht lösen." Spanien-GP, Circuit de Barcelona-Catalunya 01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:27:57,860 h 02. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +24,090 sec 03. George Russell (GB), Mercedes, +32,389 04. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, +35,812 05. Carlos Sainz (E), Ferrari, +45,698 06. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +1:03,320 min 07. Fernando Alonso (E), Aston Martin, +1:04,127 08. Esteban Ocon (F), Alpine, +1:09,242 09. Guanyu Zhou (RCH), Alfa Romeo, +1:11,878 10. Pierre Gasly (F), Alpine, 1:13,530 11. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:14,419 12. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri, 1:15,416 13. Oscar Piastri (AUS), McLaren, +1 Runde 14. Nyck de Vries (NL), AlphaTauri, +1 Runde 15. Nico Hülkenberg (D), Haas, +1 Runde 16. Alex Albon (T), Williams, +1 Runde 17. Lando Norris (GB), McLaren, +1 Runde 18. Kevin Magnussen (DK), Haas, +1 Runde 19. Valtteri Bottas (FIN), Alfa Romeo, +1 Runde 20. Logan Sargeant (USA), Williams, +1 Runde
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WM-Stand (nach 7 von 22 Rennen) Fahrer 01. Verstappen 170 Punkte 02. Pérez 117 03. Alonso 99 04. Hamilton 87 05. Russell 65 06. Sainz 58 07. Leclerc 42 08. Stroll 35 09. Ocon 25 10. Gasly 145 11. Norris 12 12. Hülkenberg 6 13. Piastri 5 14. Bottas 4 15. Zhou 4 16. Tsunoda 2 17. Magnussen 2 18. Albon 1 19. De Vries 0 20. Sargeant 0 Konstrukteurspokal 01. Red Bull Racing 287 Punkte 02. Mercedes 152 03. Aston Martin 134 04. Ferrari 100 05. Alpine 40 06. McLaren 17 07. Haas 8 08. Alfa Romeo 68 09. AlphaTauri 2 10. Williams 1
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