Aston Martin und Fernando Alonso: Ihre Ziele 2024

Von Mathias Brunner
​Fernando Alonso hat 2023 eine vorzügliche Saison gezeigt: 19 Punktefahrten in 22 Grands Prix, acht Mal auf dem Siegerpodest, WM-Vierter. Aston Martin-Ingenieur Tom McCullough sagt, wie es weitergeht.

Am 12. Februar zeigt Aston Martin den neuen Rennwagen vom Typ AMR24. Nach der tollen Saison von Fernando Alonso 2023 sind die Erwartungen hoch: Die Traditionsmarke will 2024 sicherstellen, was sie in Monaco 2023 mit Alonso knapp verpasst hat – den ersten Formel-1-Triumph.

Aston Martin war die Überraschung im ersten Teil der GP-Saison 2023: Fernando Alonso preschte vom einem hervorragenden Ergebnis zum nächsten, am Ende des Jahres konnte der Spanier acht Podestplätze vorweisen (drei Mal Zweiter, fünf Mal Dritter). Der vierte WM-Schlussrang bedeutete seine beste Platzierung in der Formel-1-WM seit 2013!

Aston Martin lag hinter Red Bull Racing lange auf dem zweiten Rang im Konstrukteurs-Pokal, musste sich dann aber von Mercedes, Ferrari und McLaren überholen lassen.

Der langjährige Formel-1-Techniker Tom McCullough ist bei Aston Martin «Performance Engineer», also leitender Ingenieur, wenn es darum geht, am Grand-Prix-Wochenende aus den Autos von Fernando Alonso und Lance Stroll das Beste herauszuholen.

Der 48-jährige Brite blickt zurück: «Wir haben bis auf die Ausnahmen Singapur und Mexiko jedes Mal gepunktet, das sieht so leicht aus, ist es aber nicht. Die Leute vergessen schnell, dass wir weiterhin am Wachsen sind, es aber dennoch mit Schwergewichtlern wie Mercedes und Ferrari aufnehmen.»

Die Saison wurde von Max Verstappen und Red Bull Racing dominiert, aber dahinter geschieht genau das, was die Formel 1 mit der Flügelauto-Generation ab 2022 anstrebt: Das Feld rückt zusammen.

McCullough sagt: «Beim Abschlusstraining des Formel-1-Finales von Abu Dhabi hatten wir in den Top-Ten acht verschiedene Rennwagentypen. Das finde ich phänomenal. Es zeigt sich einmal mehr – wenn ein Reglement stabil bleibt, dann nimmt die Leistungsdichte zu.»

«Für 2024 sage ich vorher: Die Abstände im Feld werden noch geringer, und es wird noch wichtiger sein, an einem bestimmten Wochenende das Maximum aus dem Wagen zu holen.»

Aston Martin hat von 2022 auf 2023 einen grossen Schritt nach vorne getan und war im Frühling der erste Red Bull Racing-Verfolger. Tom McCullough gibt zu: Nochmals einen solchen Schritt zu tun, das wird sehr schwierig. «Bei uns fiel dieser Schritt natürlich auch auf, weil wir 2022 nur Siebte geworden waren. Würden wir nochmals einen solchen Fortschritt erzielen, dann lägen wir vor Red Bull Racing, und das zu erwarten wäre vermessen.»

«Nein, für uns muss der nächste Schritt darin bestehen, für 2024 ein Auto zu bauen, das auf jeder Art von Rennstrecke podestfähig ist. Wir wollen einen Wagen haben, der vom ersten Training an in den Top-Ten liegt und den wir dann mit Feinarbeit schrittweise schneller machen. In der Saison 2023 mussten wir zu viele Kompromisse eingehen.»

Der Aston Martin AMR23 war gemäss Fernando Alonso «auf den Geraden zu langsam. Um mithalten zu können, mussten wir die Flügel flacherstellen, und das hat sich in den Kurven gerächt. Was wir für 2024 konservieren müssen: Der Wagen war überaus reifenschonend, in zahlreichen Rennen hat sich das als Schlüssel zu einem guten Ergebnis erwiesen. Unser Ziel muss sein, konstanter um Spitzenränge zu kämpfen – und natürlich den ersten Sieg einzufahren.»

Formel-1-Präsentationen

13. Februar: Ferrari
14. Februar: Mercedes
14. Februar: McLaren
15. Februar: Red Bull Racing

Formel-1-Wintertests

21.02. bis 23.2. in Bahrain

Formel-1-WM 2024

02.03. Bahrain-GP, Bahrain International Circuit, Sakhir
09.03. Saudi-Arabien-GP, Jeddah Corniche Circuit, Dschidda
24.03. Australien-GP, Albert Park Circuit, Melbourne
07.04. Japan-GP, Suzuka International Racing Course, Suzuka
21.04. China-GP, Shanghai International Circuit, Shanghai *
05.05. Miami-GP, Miami International Autodrome, Miami *
19.05. Emilia Romagna-GP, Autodromo Enzo e Dino Ferrari, Imola
26.05. Monaco-GP, Circuit de Monaco, Monte Carlo
09.06. Kanada-GP, Circuit Gilles Villeneuve, Montreal
23.06. Spanien-GP, Circuit de Barcelona-Catalunya, Montmeló
30.06. Österreich-GP, Red Bull Ring, Spielberg *
07.07. Großbritannien-GP, Silverstone Circuit, Silverstone
21.07. Ungarn-GP, Hungaroring, Budapest
28.07. Belgien-GP, Circuit de Spa-Francorchamps, Spa
25.08. Niederlande-GP, Circuit Zandvoort, Zandvoort
01.09. Italien-GP, Autodromo Nazionale di Monza, Monza
15.09. Aserbaidschan-GP, Baku City Circuit, Baku
22.09. Singapur-GP, Marina Bay Street Circuit, Singapur
20.10. Austin-GP, Circuit of the Americas, Austin *
27.10. Mexiko-GP, Autódromo Hermann Rodríguez, Mexiko-Stadt
03.11. Brasilien-GP, Autódromo José Carlos Pace, Interlagos *
23.11. Las Vegas-GP, Las Vegas Street Circuit, Las Vegas
01.12. Katar-GP, Losail International Circuit, Doha *
08.12. Abu Dhabi-GP, Yas Marina Circuit, Yas Island

* im Sprint-Format



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