Fernando Alonso: Was er von Aston Martin fordert

Von Mathias Brunner und Andreas Reiners
​Fernando Alonso ist 2023 mit Aston Martin grandioser WM-Vierter geworden. Der 42-jährige Spanier sagt, was er sich für die Saison 2024 vorgenommen hat und wie die Grünen die Top-Teams ärgern wollen.

Auch nach 378 Formel-1-WM-Einsätzen und 20 Jahren Königsklasse ist Fernando Alonso erfolgshungrig und frisch wie ein ein GP-Neuling.

Vor seiner zweiten Saison mit Aston Martin sagt der 32-fache GP-Sieger: «Wir versuchen, aus den Schwächen zu lernen, die wir im letzten Jahr erkannt haben, und jedes Jahr versuchen wir, besser vorbereitet in die neue Saison zu gehen. Ich glaube, dass wir alle notwendigen Punkte in Angriff genommen haben, und ich fühle mich besser als je zuvor.»

Aston Martin-Technikche Dan Fallows hält Red Bull Racing für bezwingbar. Fernando Alonso fährt fort: «Ich freue mich, wenn er das sagt. Das zaubert ein Lächeln auf mein Gesicht. Ich finde, wir müssen in dieser Phase der Saison optimistisch sein. Wir haben im letzten Jahr gesehen, dass Ferrari wirklich stark war und im letzten Teil des Jahres einige Pole-Positions erreicht hat. Auch McLaren hat im Laufe der Saison einen großen Schritt gemacht und war in einigen Rennen nahe an Red Bull Racing dran. Also ist das machbar.»

«Ich schätze, wir müssen erst einmal regelmäßig in die Punkteränge fahren und wie im letzten Jahr so oft als möglich ein Anwärter auf Podestplätze sein. Wenn wir in dieser Position sind, wäre es schön, den ersten Sieg für Aston Martin zu holen, hoffentlich mit mir hinter dem Lenkrad. Aber wir müssen Schritt für Schritt vorgehen. Es wird sehr eng werden. In diesem Jahr liegen vier oder fünf Teams innerhalb von zwei oder drei Zehntelsekunden, da wette ich drauf.»

«Ich bleibe nicht in der Formel 1, nur um zu fahren und um Spaß zu haben. Diese Art von Fahrer bin ich nicht. Wenn ich weiterfahren will, dann nur deshalb, weil ich weiß, dass ich dem Team auf und neben der Strecke 100 Prozent geben kann.»

Welche Erkenntnisse hat der Formel-1-Champion von 2005 und 2006 im Rennsimulator über das 2024er Auto gewonnen? Fernando fährt fort: «Ich bin das Auto vor ein paar Wochen virtuell im Simulator gefahren, aber das umfangreichste Programm wird erst in der kommenden Woche stattfinden, nachdem wir das Auto auf die Strecke gebracht haben.»

«Es ist also noch sehr früh, um Unterschiede zwischen den Autos vom letzten Jahr und aus diesem Jahr zu erkennen. In Bahrain auf der Strecke werden wir die Wahrheit über alles erfahren. Es sollte ein guter Schritt nach vorne sein.»

«Einige der Schwächen, die wir letztes Jahr erkannt haben, einige der Ungereimtheiten, die wir letztes Jahr auf den verschiedenen Strecken hatten, auf denen wir mehr oder weniger konkurrenzfähig waren, haben wir zu beseitigen versucht. Ich bin einigermaßen zufrieden mit dem, was mit all diesen Änderungen beabsichtigt ist.»

«Ich bin zuversichtlich, dass wir verstanden haben, was 2023 nicht optimal gelaufen ist. Wenn nicht, hätte ich in den letzten zwei Monaten schlecht geschlafen! Ich glaube fest daran dass wir in der Lage sein werden, wieder vorne mitmischen zu können.»

«Wir haben viel ausprobiert und viele Änderungen vorgenommen, um die Probleme zu verstehen die Richtung, die wir in diesem Jahr einschlagen. Ich glaube, wir haben in diesem Winter einen guten Schritt nach vorne gemacht.»

«Ich weiß aber, dass es sehr eng werden wird. Selbst wenn wir also einen vernünftigen Schritt nach vorne machen, so wissen wir, dass die anderen Teams das ebenfalls tun. Wenn man sich um ein paar Zehntelsekunden verbessert, kann das viel verändern. Es ist nur ein kleines Update, das man zum nächsten Rennen mitbringt und dich von Q2 auf ein Podium springen lässt. Das wird eine sehr interessante Saison.»

Was hatte Alonso als Wünsche bei seinen Technikern deponiert? «Was das Auto angeht, hätte ich gerne ein bisschen mehr Abtrieb, vor allem in Hochgeschwindigkeitskurven. Das war eine Schwachstelle im letzten Jahr. Der Top-Speed war letztes Jahr auch nicht der beste. Wir kämpften immer auf den Geraden, und wir waren immer am Ende der Liste, was die Höchstgeschwindigkeit anging. Wir versuchen also, in diesem Jahr ein bisschen effizienter zu sein, ein bisschen schneller auf den Geraden.»

Formel-1-Präsentationen

13. Februar: Ferrari
14. Februar: Mercedes
14. Februar: McLaren
15. Februar: Red Bull Racing

Formel-1-Wintertests

21.02. bis 23.2. in Bahrain

Formel-1-WM 2024

02.03. Bahrain-GP, Bahrain International Circuit, Sakhir
09.03. Saudi-Arabien-GP, Jeddah Corniche Circuit, Dschidda
24.03. Australien-GP, Albert Park Circuit, Melbourne
07.04. Japan-GP, Suzuka International Racing Course, Suzuka
21.04. China-GP, Shanghai International Circuit, Shanghai *
05.05. Miami-GP, Miami International Autodrome, Miami *
19.05. Emilia Romagna-GP, Autodromo Enzo e Dino Ferrari, Imola
26.05. Monaco-GP, Circuit de Monaco, Monte Carlo
09.06. Kanada-GP, Circuit Gilles Villeneuve, Montreal
23.06. Spanien-GP, Circuit de Barcelona-Catalunya, Montmeló
30.06. Österreich-GP, Red Bull Ring, Spielberg *
07.07. Großbritannien-GP, Silverstone Circuit, Silverstone
21.07. Ungarn-GP, Hungaroring, Budapest
28.07. Belgien-GP, Circuit de Spa-Francorchamps, Spa
25.08. Niederlande-GP, Circuit Zandvoort, Zandvoort
01.09. Italien-GP, Autodromo Nazionale di Monza, Monza
15.09. Aserbaidschan-GP, Baku City Circuit, Baku
22.09. Singapur-GP, Marina Bay Street Circuit, Singapur
20.10. Austin-GP, Circuit of the Americas, Austin *
27.10. Mexiko-GP, Autódromo Hermann Rodríguez, Mexiko-Stadt
03.11. Brasilien-GP, Autódromo José Carlos Pace, Interlagos *
23.11. Las Vegas-GP, Las Vegas Street Circuit, Las Vegas
01.12. Katar-GP, Losail International Circuit, Doha *
08.12. Abu Dhabi-GP, Yas Marina Circuit, Yas Island

* im Sprint-Format


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Happy Birthday, Marc Márquez!

Werner Jessner
Mit 31 Jahren startet der achtfache Weltmeister in den Herbst seiner Karriere. Möge er uns noch lange erhalten bleiben. Die MotoGP wäre sehr viel ärmer ohne ihn.
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