Formel 1: Verstappen-Schlappe in Monaco

Daniel Ricciardo (Racing Bulls): «Ich bin so gierig»

Von Mathias Brunner
​Der Australier Daniel Ricciardo (34) konnte es kaum erwarten, hinters Lenkrad seines neuen GP-Rennwagens zu kommen. «Ich habe im Winter ein wenig über mich selber gestaunt, wie gierig ich aufs Arbeiten bin.»

Es war eine seltsame Formel-1-Winterpause für den 239-fachen GP-Teilnehmer Daniel Ricciardo: «Es hat sich gar nicht wie eine Pause angefühlt. Denn meine Saison 2023 verlief so ungewöhnlich, dass ich keine Pause nötig hatte.»

Wir blenden kurz zurück: Red Bull war in der ersten Saisonhälfte 2023 mit den Leistungen von Nyck de Vries bei AlphaTauri nicht zufrieden und setzte daher den Red Bull Racing-Reservisten Ricciardo ins Auto des Niederländers, dies ab Ungarn.

Aber im Training zum Grand Prix der Niederlande in Zandvoort zog sich Ricciardo mehrere Brüche im linken Handgelenk zu, als er versuchte, dem neben die Bahn geratenen McLaren seines australischen Landsmannes Oscar Piastri auszuweichen.

Die Zwangspause dauerte bis zum USA-GP in Austin (Texas), in Mexiko geigte Ricciardo keck mit den Top-Piloten mit, «das war meine beste Leistung 2023, das gab mir auch weiter Selbstvertrauen, dass ich das noch voll drauf habe. Zur Halbzeit der Saison zurückzukommen und dann erneut eine Pause machen zu müssen, das erzeugte ein seltsames Gefühl. Ich war am Ende des Jahres nicht müde. Von mir aus hätte es gleich weitergehen können.»

Inzwischen hat Red Bull den Rennstall AlphaTauri einer Jungzellenkur unterzogen – das Team tritt 2024 als Visa Cash App RB (VCARB) auf; Red Bull-Motorsportberater Dr Helmut Marko nennt das sehr passend die «Racing Bulls». Aufbruchstimmung in Faenza.

Daniel Ricciardo hat nie ein Geheimnis daraus gemacht: «Ich will hier so gute Leistungen zeigen, dass ich mich aufdränge, wenn es um einen Platz bei Red Bull Racing geht.» Dort hat sieben seiner acht GP-Siege errungen, dort ist er 2014 und 2016 WM-Dritter geworden.

«Die Rückkehr zu RBR, das ist das größere Bild», sagt Ricciardo. «Aber ganz ehrlich – im Moment denke ich nicht daran. Ich will mich jetzt ganz auf meine Arbeit bei den Racing Bulls konzentrieren, es bringt mir nichts, wenn ich von RBR träume. Mein Beitrag im vergangenen Jahr wurde geschätzt, ich will mich hier weiter einbringen. Ich hing im Winter ständig am Telefon. Ich habe selber ein wenig gestaunt über mich selber, wie gierig ich aufs Arbeiten und aufs Fahren bin. Das ist für mich das untrügliche Zeichen, dass ich für die Saison bereit bin.»

Am Nachmittag des 21. Februar ist Ricciardo mit dem neuen Rennwagen auf den Bahrain International Circuit gegangen: «Die Wintertestfahrten sind extrem wichtig, denn wenn erst mal die Rennen angehen, bist du in so hohem Rhythmus unterwegs, dass dir für gewisse Dinge fast die Zeit ausgeht. Die Tests geben dir ohne den Druck des Rennwochenendes die Chance, den Ton für die ganze Saison vorzugeben.»


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