Motocross-Skandal: Hund auf der Strecke

Fred Vasseur über Bearman: «Fast wie ein alter Hase»

Von Vanessa Georgoulas
Ferrari-Teamchef Fred Vasseur war mehr als zufrieden mit dem Einsatz von Oliver Bearman

Ferrari-Teamchef Fred Vasseur war mehr als zufrieden mit dem Einsatz von Oliver Bearman

Ferrari-Teamchef Fred Vasseur hatte in Saudi-Arabien keine speziellen Erwartungen an Sainz-Ersatzmann Oliver Bearman. Der Teenager zeigte ein hervorragendes Debüt, und kassiert dafür ein dickes Lob.

Dass Fred Vasseur mit einem Rookie ins zweite Formel-1-Kräftemessen der Saison in Saudi-Arabien steigen musste, war nicht abzusehen. Doch Stammfahrer Carlos Sainz musste sich den entzündeten Blinddarm entfernen lassen und der Ferrari-Teamchef entschied, Oliver Bearman einzusetzen. Der erst 18-jährige Brite war vor Ort, um im Rahmen der Königsklasse in der Formel 2 anzutreten. Und im Qualifying der Nachwuchsserie überzeugte er mit er schnellsten Runde.

Die gute Ausgangslage konnte er nicht nutzen, denn am Freitagmorgen wurde klar, dass er das Wochenende im Formel-1-Renner der Scuderia beenden würde. Der Ferrari-Reservist, der erst im vergangenen Jahr seine ersten Erfahrungskilometer im GP-Renner gesammelt hatte, lieferte eine hervorragende Leistung und sicherte sich nach nur einer Trainingsstunde den elften Startplatz, den er im Rennen nutzte, um sich den siebten Rang zu sichern.

Die versammelte Konkurrenz lobte den Auftritt des GP-Neulings und auch aus den eigenen Reihen gab es viele nette Worte. Vasseur erklärte etwa: «Ich hatte wegen der Umstände, die zu seinem Einsatz geführt haben, keine speziellen Erwartungen. Er hat die beiden Tage aber unglaublich gut gemeistert, fast wie ein alter Hase.»

«Es gab weder bei seinem Start noch beim Boxenstopp Probleme, obwohl das alles neu war für ihn. Er blieb immer ruhig und lieferte am Funk ein sehr präzises Feedback ab. Er konnte sein Vertrauen aufbauen, sodass er am Ende mit Lando Norris und Lewis Hamilton zwei grossartige Fahrer hinter sich halten konnte», freute sich der 55-Jährige, der mit einer Rückkehr von Sainz in Melbourne rechnet.

«Es war schön, dass Carlos in der Lage war, nur 24 Stunden nach seiner Operation hier mit uns an der Strecke zu sein und wir hoffen, dass er in Australien einsatzbereit sein wird. Dieses Wochenende hat uns aber gezeigt, dass wir einen Reservisten haben, der einsatzbereit ist, wenn es nötig ist», sagte Vasseur mit Blick auf den nächsten GP in Melbourne.

Saudi-Arabien-GP, Jeddah Corniche Circuit

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:20:43,273 h
02. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, +13,643 sec
03. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +18,639
04. Oscar Piastri (AUS), McLaren, +32,007
05. Fernando Alonso (E), Aston Martin, +35,759
06. George Russell (GB), Mercedes, +39,936
07. Oliver Bearman (GB), Ferrari, +42,679
08. Lando Norris (GB), McLaren, +45,708 sec
09. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +47,391 sec
10. Nico Hülkenberg (D), Haas, +1:16,996
11. Alex Albon (T), Williams, +1:28,354
12. Kevin Magnussen (DK), Haas, +1:45,737
13. Esteban Ocon (F), Alpine, +1 Runde
14. Yuki Tsunoda (J), Racing Bulls, +1
15. Logan Sargeant (USA), Williams, +1
16. Daniel Ricciardo (AUS), Racing Bulls, +1
17. Valtteri Bottas (FIN), Sauber, +1
18. Guanyu Zhou (RCH), Sauber, +1
Out
Lance Stroll (CDN), Aston Martin, Unfall
Pierre Gasly (F), Alpine, Getriebe

WM-Stand (nach 2 von 24 Grands Prix)

Fahrer
01. Verstappen 51 Punkte
02. Pérez 36
03. Leclerc 28
04. Russell 18
05. Piastri 16
06. Sainz 15
07. Alonso 12
08. Norris 12
09. Hamilton 8
10. Bearman 6
11. Hülkenberg 1
12. Stroll 1
13. Albon 0
14. Zhou 0
15. Magnussen 0
16. Ricciardo 0
17. Ocon 0
18. Tsunoda 0
19. Sargeant 0
20. Bottas 0
21. Gasly 0

Konstrukteurspokal
01. Red Bull Racing 87 Punkte
02. Ferrari 49
03. McLaren 28
04. Mercedes 26
05. Aston Martin 13
06. Haas 1
07. Williams 0
08. Sauber 0
09. Racing Bulls 0
10. Alpine 0

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