Nach Alpine-Blamage: Erste Schritte aus der Krise

Von Mathias Brunner
Esteban Ocon

Esteban Ocon

​Alpine ist nach drei WM-Läufen 2024 Letzter im Konstrukteurs-Pokal, ohne Punkt, mit zwei 13. Plätzen als Highlight. Ab dem GP-Wochenende von Japan soll bei den Franzosen alles besser werden.

Das kann keiner schönreden: Die Leistung des Alpine-Teams im ersten Teil der Formel-1-WM 2024 ist rundweg ein Desaster: Die Blauen, F1-Speerspitze des Renault-Konzerns, sind punktelos WM-Letzter, die GP-Sieger Esteban Ocon und Pierre Gasly haben mit dem bockigen Auto alle Hände voll zu tun, mehr als zwei 13. Plätze waren nicht drin. Zudem kommt das Team in Sachen Personal nicht zur Ruhe. Viele langjährige Mitarbeiter haben das Weite gesucht oder wurden ihrer Posten enthoben.

Ocon, WM-Achter von 2017 und 2022, hatte im Winter geahnt, was sich da anbahnt. Im Fahrerlager des Jeddah Corniche Circuit sagte der 27-Jährige: «Als wir den 2024er Wagen virtuell im Simulator bewegt haben, da merkten wird, dass wir vor einem harten Stück Arbeit stehen.»

«Der Rennwagen muss in allen Belangen besser werden. Aber das werden wir nur Schritt um Schritt hinbekommen. Wir haben einen Plan mit Entwicklungsteilen, die wir ans Auto bringen werden im Laufe der Saison. Und hoffentlich bringen die uns nach vorne. Es ist aber auch allen hier klar – über Nacht wird das nicht passieren.»

Ein erster Schritt soll am Wochenende des Großen Preises von Japan (7. April) gemacht werden. Teamchef Bruno Famin: «Wir bringen in Suzuka erste Verbesserungen ans Auto. Der Wagen wird leichter sein, dazu gibt es einen neuen Frontflügel.»

«In Australien waren wir ein wenig konkurrenzfähiger als in Bahrain und Saudi-Arabien. Aber das kann auch mit der Pistencharakteristik von Melbourne zusammenhängen.»

Die Blauen treten beim Traditions-GP von Japan auch wirklich als die Blauen an: Die vornehmlich pinkfarbene Lackierung als Knicks vor Hauptsponsor BWT kommt erst im späteren Verlauf der Saison wieder zum Einsatz.

Australien-GP, Albert Park Circuit

01. Carlos Sainz (E), Ferrari, 1:20:26,843 h
02. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +2,366 sec
03. Lando Norris (GB), McLaren, +5,904
04. Oscar Piastri (AUS), McLaren, +35,770
05. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, +56,309
06. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +1:33,222
07. Yuki Tsunoda (J), Racing Bulls, +1:35,601
08. Fernando Alonso (E), Aston Martin, +1:40,992*
09. Nico Hülkenberg (D), Haas, +1:44,553
10. Kevin Magnussen (DK), Haas, +1 Runde
11. Alex Albon (T), Williams, +1
12. Daniel Ricciardo (AUS), Racing Bulls, +1
13. Pierre Gasly (F), Alpine, +1
14. Valtteri Bottas (FIN), Sauber, +1
15. Guanyu Zhou (RCH), Sauber, +1
16. Esteban Ocon (F), Alpine, +1
Out
George Russell (GB), Mercedes, Unfall
Lewis Hamilton (GB), Mercedes, Motorschaden
Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, Bremsdefekt

*20-sec-Zeitstrafe wegen Bremsmanöver im Duell mit George Russell
Nennung zurückgezogen: Logan Sargeant (USA), Williams
(Unfall von Alex Albon im freien Training, kein Ersatz-Chassis in Australien)

WM-Stand (nach 3 von 24 Grands Prix)

Fahrer
01. Verstappen 51 Punkte
02. Leclerc 47
03. Pérez 46
04. Sainz 40
05. Piastri 28
06. Norris 27
07. Russell 18
08. Alonso 16
09. Stroll 9
10. Hamilton 8
11. Tsunoda 6
12. Oliver Bearman (GB) 6
13. Hülkenberg 3
14. Magnussen 1
15. Albon 0
16. Zhou 0
17. Ricciardo 0
18. Ocon 0
19. Gasly 0
20. Bottas 0
21. Sargeant 0

Konstrukteurspokal
01. Red Bull Racing 97 Punkte
02. Ferrari 93
03. McLaren 55
04. Mercedes 26
05. Aston Martin 25
06. Racing Bulls 6
07. Haas 4
08. Williams 0
09. Sauber 0
10. Alpine 0


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