MotoGP: KTM zur Personalie Marc Marquez

Fernando Alonso (Aston Martin): Honda als Schlüssel

Von Mathias Brunner
Fernando Alonso in China

Fernando Alonso in China

​Nur fünf Fahrer sind in den vier 2024er F1-Rennen in die Top-Ten gefahren: Sergio Pérez, Charles Leclerc, Lando Norris, Oscar Piastri – und Fernando Alonso. Was der Spanier in China erwartet.

Beim kommenden Sprintwochenende auf dem Shanghai International Circuit kann Fernando Alonso seine ganze Erfahrung in die Waagschale legen. Die Abfolge: hektisch. Ein freies Training am Freitag, 19. April, dann geht es schon in die Sprint-Quali. Und am Samstag wird die hohe Schlagzahl gehalten: Am Morgen in China der Sprint, am Nachmittag die Qualifikation für den Sonntag.

Vor diesem Hintergrund und angesichts der Tatsache, dass die Königsklasse seit fünf Jahren nicht mehr auf dem Shanghai International Circuit gefahren ist – jetzt ist Erfahrung Gold wert. Und davon hat F1-Rekordteilnehmer Alonso mit 382 Grands Prix jede Menge.

Der 42-jährige Spanier ist von 2004 bis 2018 satte 15 Mal in China angetreten, 2005 gewann er im Renault, 2013 siegte er im Ferrari, fünf Mal stand er auf dem Siegerpodest.

Und diese Chance wird er noch mindestens drei Mal erhalten – der Asturier hat bis Ende 2026 bei Aston Martin unterschrieben und wird damit der älteste GP-Fahrer werden seit 50 Jahren oder seit Graham Hill 1975!

Fernando Alonso sagt: «Es war nicht leicht, mir in Ruhe zu überlegen, was ich machen will. Das ist wohl mein letzter Vertrag als Formel-1-Fahrer. Aber als mir klar war, was ich machen will, und als ich sah, was das Team alles noch plant, war es letztlich doch einfach, mit Verhandlungen, die sich nach Japan intensivierten und nach zwei Tagen abgeschlossen waren.»

Gab es ernsthafte Gespräche mit anderen Rennställen? Fernando antwortet: «Es bringt nichts mehr, darüber zu reden. Ich bin Aston Martin-Fahrer, ich bleibe Aston Martin-Fahrer. Klar gab es Gespräche mit Anderen, aber die waren eher oberflächlich.»

«Am aufregendsten finde ich, dass wir ab 2026 der einzige Partner von Honda sein werden. Heute sind wir ja einer von verschiedenen Kunden von Mercedes. Das neue Reglement ist eine Chance, einen großen Sprung zu machen, und Honda ist dabei der Schlüssel. Werkspartner eines Motorherstellers zu sein, als einziges Team, das wird ein ganz entscheidender Vorteil sein.»

Ganz wichtig dabei: Wie Fernando Alonso und Lance Stroll ihre Autos abstimmen. Fernando verrät: «Lance und ich sind in Sachen Set-up ganz anders. Ich bin weniger feinfühlig, um wirklich schnell zu sein. Will bedeuten – wenn es kleine Probleme mit dem Wagen gibt, dann ignoriere ich das und hole 90 Prozent aus dem Auto. Aber um das ganze Potenzial aus dem Fahrzeug herauszuholen, brauche ich die Eindrücke von Lance und auch die Hilfe meiner Techniker.»

Wie geht Alonso im strammen Sprintformat vor an diesem Wochenende? «Nicht anders als bei den Sprints im vergangenen Jahr. Der große Unterschied zu früher – wir können die Abstimmung nachregulieren nach dem Sprint und in der Quali zum Grand Prix. Das wird es einfacher machen, für den Grand Prix ein gutes Auto zu haben.»

«Das Sprintformat ist eines, aber auch bei einem normalen Ablauf erleben hier wir hier oft guten Sport – es gibt reichlich Möglichkeiten zum Überholen, und der Reifenverschleiß ist hoch.»

Japan-GP, Suzuka Circuit

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:54:23,566 h
02. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, +12,535 sec
03. Carlos Sainz (E), Ferrari, +20,866
04. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +26,522
05. Lando Norris (GB), McLaren, +29,700
06. Fernando Alonso (E), Aston Martin, +44,272
07. George Russell (GB), Mercedes, +45,951
08. Oscar Piastri (AUS), McLaren, +47,525
09. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +48,626
10. Yuki Tsunoda (J), Racing Bulls, +1 Runde
11. Nico Hülkenberg (D), Haas, +1 Runde
12. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +1 Runde
13. Kevin Magnussen (DK), Haas, +1 Runde
14. Valtteri Bottas (FIN), Sauber, +1 Runde
15. Esteban Ocon (F), Alpine, +1 Runde
16. Pierre Gasly (F), Alpine, +1 Runde
17. Logan Sargeant (USA), Williams, +1 Runde
Out
Guanyu Zhou (RCH), Sauber, Elektrik
Alex Albon (T), Williams, Crash
Daniel Ricciardo (AUS), Racing Bulls, Crash

WM-Stand (nach 4 von 24 Grands Prix)

Fahrer
01. Verstappen 77 Punkte
02. Pérez 64
03. Leclerc 59
04. Sainz 55
05. Norris 37
06. Piastri 32
07. Russell 24
08. Alonso 24
09. Hamilton 10
10. Stroll 7
11. Tsunoda 7
12. Oliver Bearman (GB) 6
13. Hülkenberg 3
14. Magnussen 1
15. Albon 0
16. Zhou 0
17. Ricciardo 0
18. Ocon 0
19. Gasly 0
20. Bottas 0
21. Sargeant 0

Konstrukteurspokal
01. Red Bull Racing 141 Punkte
02. Ferrari 120
03. McLaren 69
04. Mercedes 34
05. Aston Martin 33
06. Racing Bulls 7
07. Haas 4
08. Williams 0
09. Sauber 0
10. Alpine 0

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