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Imola-Sieger Max Verstappen baff: Fahren wie auf Eis

Von Mathias Brunner
Max Verstappen

Max Verstappen

​Gut, Weltmeister und WM-Leader Max Verstappen hat in Imola seinen 59. GP-Sieg geangelt. Aber der Niederländer gibt zu: «Es schoss mir durch den Kopf, dass ich dieses Rennen verlieren könnte.»

Auf dem Papier ist allen in Butter für WM-Leader Max Verstappen: 59. GP-Triumph, der dritte in Imola nach 2021 und 2022, der fünfte Sieg im siebten Saisonrennen, WM-Führung ausgebaut, auf 48 Punkte vor Ferrari-Fahrer Charles Leclerc.

Verstappen durfte zum 104. Mal nach einem Grand Prix aufs Siegerpodest, er hat Red Bull Racing den 118. GP-Sieg geschenkt. Zahlen lügen zwar nicht, aber sie sagen auch nicht immer die ganze Wahrheit, denn Verstappen musste sein ganzes Können aufbieten, um gegen Schluss des Imola-Rennens den aufrückenden Lando Norris im McLaren auf Distanz zu halten.

Max erzählt: «Wir hatten einen schwierigen Start ins Wochenende, auf mittelharten Reifen lief es im ersten Teil des Rennens überraschend gut. Nach dem Wechsel auf die harten Walzen aber wurde es immer schwieriger, der Wagen fühlte sich mit der Zeit an, als würde ich auf Eis fahren. Ich musste höllisch aufpassen und begann sogar, mit den Linien zu spielen.»«Ich sah, wie Lando näher und näher kann und wusste – ich muss mir jetzt echt etwas einfallen lassen. Es hat gereicht, aber wirklich nur knapp. Als ich sah, wie er mir pro Runde eine halbe Sekunde mehr abnimmt, ging mir durch den Kopf: Vielleicht werde ich dieses Rennen verlieren.»

«In den letzten Runden hat es geholfen, dass wir auf den Geraden ein sehr schnelles Auto haben. Vielleicht hat mich das heute sogar gerettet.»

«Die Probleme im Training haben bestimmt dazu beigetragen, dass die Fahrzeugbalance auf harten Reifen nicht gut war. Das müssen wir uns im Detail ansehen.»

Auf dem mittelharten Reifen untersteuerte der Wagen stark, «daher rutschte ich in einigen Kurven geradeaus», so Max, «also kam der Punkt, an dem ich eine Warnung erhielt – noch einmal und es setzt eine Strafe. Also musste ich mir da eine gewisse Sicherheitsmarge lassen. Auch das hat meine Aufgabe zum Schluss des Rennens komplizierter gemacht.»

Was bedeutet das alles für Monaco? Max grinst: «Überhaupt nichts, weil dort ohnehin alles anders ist. Aber der heutige Rennverlauf zeigt, dass wir uns auf viel Gegenwehr einrichten müssen.»

«In Monaco wird alles darum gehen, vom ersten Training an einen guten Rhythmus zu finden. Monaco hat seine eigenen Gesetze.»

Emilia Romagna-GP, Autodromo Enzo e Dino Ferrari

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:25:25,252 h
02. Lando Norris (GB), McLaren, +0,725 sec
03. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +7,916
04. Oscar Piastri (AUS), McLaren, +14,132
05. Carlos Sainz (E), Ferrari, +22,325
06. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +35,104
07. George Russell (GB), Mercedes, +47,154
08. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, +54,776
09. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +1:19,556 min
10. Yuki Tsunoda (J), Racing Bulls, +1 Runde
11. Nico Hülkenberg (D), Haas, +1
12. Kevin Magnussen (DK), Haas, +
13. Daniel Ricciardo (AUS), Racing Bulls, +1
14. Esteban Ocon (F), Alpine, +1
15. Guanyu Zhou (RCH), Sauber, +1
16. Pierre Gasly (F), Alpine, +1
17. Logan Sargeant (USA), Williams, +1
18. Valtteri Bottas (FIN), Sauber, +1
19. Fernando Alonso (E), Aston Martin, +1
Out
Alex Albon (T), Williams, Aufgabe

WM-Stand (nach 7 von 24 Grands Prix und 2 von 6 Sprints)

Fahrer
01. Verstappen 161 Punkte
02. Leclerc 113
03. Pérez 107
04. Norris 101
05. Sainz 93
06. Piastri 53
07. Russell 44
08. Hamilton 35
09. Alonso 33
10. Tsunoda 15
11. Stroll 9
12. Oliver Bearman (GB) 6
13. Hülkenberg 6
14. Ricciardo 5
15. Ocon 1
16. Magnussen 1
17. Albon 0
18. Zhou 0
19. Gasly 0
20. Bottas 0
21. Sargeant 0

Konstrukteurspokal
01. Red Bull Racing 268 Punkte
02. Ferrari 206
03. McLaren 154
04. Mercedes 79
05. Aston Martin 42
06. Racing Bulls 20
07. Haas 7
08. Alpine 1
09. Williams 0
10. Sauber 0

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