Superbike-WM: Was Toprak über Stoppies sagt

3. Training Monaco: Charles Leclerc wieder vorn

Von Vanessa Georgoulas
Formel-1-Star Charles Leclerc schaffte es im dritten freien Training schneller als die Konkurrenz um den Strassenkurs von Monte Carlo. Max Verstappen war der Zweitschnellste, Hamilton belegte Platz 3.

Obwohl die Teams und Fahrer in Monte Carlo gebetsmühlenartig wiederholen, wie wichtig es ist, möglichst viel Zeit auf der Strecke zu verbringen, dauerte es in der dritten und letzten freien Trainingsstunde acht Minuten, bis die erste Rundenzeit auf dem Monitor aufleuchtete. Kevin Magnussen schaffte die 3,337 km in 1:14,683 min.

Damit hielt sich der Däne aus dem Haas-Team nicht lange an der Spitze. Lewis Hamilton, der als Nächster die Start-Ziel-Linie kreuzte, legte mit 1:14,104 min eine neue Messlatte. Beide waren auf den weichen Reifen unterwegs. Sein Teamkollege George Russell tat es ihm gleich, blieb aber mit 1:23,169 min sehr langsam.

Nach zwölf Minuten wurde die Session unterbrochen. Grund dafür war Valtteri Bottas, der kurz vor der Rascasse rechts die Leitplanken erwischte und dabei die rechte Vorderradaufhängung zerstörte. Der Finne musste sein Auto in der Rascasse stehen lassen, und damit löste er einen Stau aus, denn Hamilton kam nicht am Sauber-Renner vorbei.

Das Auto wurde von den flinken Monaco-Streckenposten – die zu den Besten der Welt zählen – schnell aus dem Weg geschafft und nach nur vier Minuten durfte der Rest des Feldes weitermachen. Schon vor der Freigabe der Strecke bildete sich am Ende der Boxengasse eine Schlange von Fahrzeugen, und sobald es weiterging, purzelten die Zeiten. 20 Minuten nach dem Start der Session durfte sich Hülkenberg mit 1:13,652 min über die schnellste Zeit freuen.

Während Russell mit 1:13,304 min die erste Position übernahm – die er kurz darauf an Piastri (1:12,875 min) abgab – vertat sich Lewis Hamilton in der St. Devote und ruinierte sich dabei die Reifen. Kurz zuvor hatte Kevin Magnussen den Notausgang in Mirabeau genutzt und mit einem beachtlichen Manöver das Auto wieder in die richtige Fahrtrichtung gebracht.

Nachdem mehrere Fahrer die Notausgänge genutzt hatten, drehte Leclerc mit 1:12,521 min eine neuste schnellste Runde, sodass die Reihenfolge nach 30 Minuten folgendermassen lautete: Leclerc vor Yuki Tsunoda, Piastri, Max Verstappen, Lando Norris, Carlos Sainz, Magnussen, Alex Albon, Hülkenberg, Lance Stroll, Russell, Pierre Gasly, Daniel Ricciardo, Logan Sargeant, Fernando Alonso, Esteban Ocon, Hamilton, Sergio Pérez, Guanyu Zhou und Bottas.

Dabei blieb es natürlich nicht, denn die Piloten gaben auch in der zweiten Hälfte des dritten Trainings richtig Gas. Leclerc drückte die Bestmarke auf 1:11,977 min, Sainz reihte sich hinter dem Ferrari-Star ein, erst dann folgte Verstappen, dem mehr als vier Zehntel auf Leclerc fehlten. In den letzten 20 Minuten begeisterte erst Russell mit der zweitschnellsten Runde, kurz darauf tat es ihm Alonso gleich.

Eine Viertelstunde vor Schluss war immer noch Leclerc der Schnellste, sein Teamkollege Sainz kam bis auf zwei Tausendstel an dessen Zeit heran. Alonso, Russell, Verstappen, Piastri, Hamilton, Tsunoda, Albon und Sargeant komplettierten die Top-10. Leclerc reagierte auf die schnelle Zeit seines Stallgefährten und legte mit 1:11,369 min nach. Damit distanzierte er seinen ersten Verfolger Sainz um mehr als sechs Zehntel.

Die Regelhüter sahen sich mehrere Szenen an, verzichteten aber meist auf eine eingehende Untersuchung. Nur im Falle von Lando Norris und George Russell kündigten sie eine Untersuchung nach der Session an. Der Mercedes-Pilot war seinem Landsmann aus dem McLaren-Team im Weg, als dieser aus dem Tunnel kam. Verstappen geriet auch wegen des Verdachts, unnötig langsam gefahren zu sein, ins Visier der Stewards. Auch diese Session sahen sich die Rennkommissare nach der Session an.

In den letzten Minuten blieb es spannend, Gasly verlor ein Teil von seinem Alpine-Renner, während Tsunoda sich über die Gegner im Tunnel aufregte. An der Spitze änderte sich nichts mehr, Leclerc blieb mit 1:11,369 min der Schnellste, Verstappen reihte sich auf Platz 2 ein. Der WM-Leader war knapp zwei Zehntel langsamer als der Ferrari-Star.

3. Training, Monaco

01. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:11,369 min
02. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:11,566
03. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, 1:11,710
04. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:11,901
05. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, 1:11,923
06. George Russell (GB), Mercedes, 1:11,968
07. Carlos Sainz (E), Ferrari, 1:11,979
08. Lando Norris (GB), McLaren, 1:11,988
09. Yuki Tsunoda (J), Racing Bulls, 1:11,991
10. Fernando Alonso (E), Aston Martin, 1:12,087
11. Pierre Gasly (F), Alpine, 1:12,144
12. Alex Albon (T), Williams, 1:12,180
13. Nico Hülkenberg (D), Haas, 1:12,192
14. Kevin Magnussen (DK), Haas, 1:12,216
15. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, 1:12,331
16. Esteban Ocon (F), Alpine, 1:12,472
17. Logan Sargeant (USA), Williams, 1:12,703
18. Daniel Ricciardo (AUS), Racing Bulls, 1:12,829
19. Guanyu Zhou (RCH), Sauber, 1:13,830
20. Valtteri Bottas (FIN), Sauber, keine Zeit

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