Williams out: Ferrari/McLaren auch schon betroffen
Die beiden Williams von Carlos Sainz und Alex Albon mussten nach dem Abschlusstraining von Singapur disqualifiziert werden. Die Historie zeigt – solche Rückschläge sind gar nicht so selten.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Harter Schlag für den Formel-1-Traditionsrennstall Williams nach der Qualifikation zum Nacht-GP von Singapur: Lücke zwischen den Heckflügel-Elementen zu gross, die Regelhüter hatten keine andere Wahl, als beide Autos aus der Wertung zu nehmen. Sie müssen das Rennen vom 5. Oktober von ganz hinten in Angriff nehmen.
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Gar nicht so selten, dass Formel-1-Autos disqualifiziert werden müssen, auch Top-Teams wie Ferrari, McLaren, Mercedes oder Red Bull Racing sind davon in den vergangenen Jahren betroffen. So wie vor knapp einem halben Jahr. Helle Aufregung im Fahrerlager des Shanghai International Circuit nach dem Grossen Preis von China im Ende März 2025: Drei Fahrer mussten von den Rennkommissaren aus der Wertung genommen werden – Pierre Gasly (Wagen von Alpine untergewichtig), Charles Leclerc (auch der Ferrari untergewichtig), Lewis Hamilton (Bodenplatte zu sehr abgeschliffen).
Traurige Premiere für Ferrari: Noch nie in 75 Jahren Formel 1 musste nach einem Grand Prix beide Rennwagen aus der Wertung genommen werden! Bei einem Vergehen wie diesen haben die Rennkommissare null Spielraum: Entweder ein Auto entspricht dem Reglement oder eben nicht. Es kommt in der Formel 1 häufiger vor als viele Fans denken würden, dass ein Pilot sein Ergebnis nach dem Rennen verliert. Meist handelt es sich dabei im technische Vergehen, aber nicht immer. Hier eine Liste der nach dem Grand Prix Disqualifizierten aus den letzten 25 Jahren Königsklasse, und wir sehen – Superstar Lewis Hamilton traf es in China schon zum dritten Mal, nach USA 2023 sowie Australien 2009. 2025 China: Lewis Hamilton (GB), Ferrari, Bodenplatte zu stark abgenutzt China: Charles Leclerc (MC), Ferrari, Auto untergewichtig China: Pierre Gasly (F), Alpine, Auto untergewichtig 2024 Brasilien: Nico Hülkenberg (D), Haas, Inanspruchnahme fremder Hilfe Belgien: George Russell (GB), Mercedes, Bodenplatte zu stark abgenutzt 2023 USA: Lewis Hamilton (GB), Mercedes, Bodenplatte zu stark abgenutzt USA: Charles Leclerc (MC), Ferrari, Bodenplatte zu stark abgenutzt 2021 Ungarn: Sebastian Vettel (D), Aston Martin, zu wenig Benzin im Tank für die vorgeschriebene Spritprobe 2019 Japan: Daniel Ricciardo (AUS), Renault, unerlaubte Bremskraft-Verteilung Japan: Nico Hülkenberg (D), Renault, unerlaubte Bremskraft-Verteilung 2018 Italien: Romain Grosjean (F), Haas, Unterboden illegal USA: Kevin Magnussen (DK), Haas, zu viel Benzinfluss USA: Esteban Ocon (F), Force India, zu viel Benzinfluss 2015 Brasilien: Felipe Massa (BR), Williams, Reifendruck zu hoch 2014 Australien: Daniel Ricciardo (AUS), Red Bull Racing, zu viel Benzinfluss 2011 Australien: Sergio Pérez (MEX), Sauber, Heckflügel illegal Australien: Kamui Kobayashi (J), Sauber, Heckflügel illegal 2009 Australien: Lewis Hamilton (GB), McLaren, Schummeln bei den Rennkommissaren 2007 Kanada: Felipe Massa (BR), Ferrari, Ignorieren der Ampel am Ende der Boxengasse Kanada: Giancarlo Fisichella (I), Renault, Ignorieren der Ampel am Ende der Boxengasse 2006 Deutschland: Christijan Albers (NL), Midland, Heckflügel zu flexibel Deutschland: Tiago Monteiro (P), Midland, Heckflügel zu flexibel Ungarn: Robert Kubica (PL), BMW-Sauber, Auto untergewichtig China: Takuma Sato (J), Super Aguri, blaue Flaggen ignoriert 2005 San Marino: Jenson Button (GB), BAR-Honda, Auto untergewichtig San Marino: Takuma Sato (J), BAR-Honda, Auto untergewichtig Kanada: Juan Pablo Montoya (COL), McLaren-Mercedes, Ignorieren der Ampel am Ende der Boxengasse Japan: Takuma Sato (J), BAR-Honda, gefährliches Fahren 2004 USA: Juan Pablo Montoya (COL), Williams-BMW, unerlaubte Verwendung des Ersatzfahrzeugs Kanada: Ralf Schumacher (D), Williams-BMW, Bremsbelüftung illegal Kanada: Juan Pablo Montoya (COL), Williams-BMW, Bremsbelüftung illegal Kanada: Cristiano da Matta (BR), Toyota, Bremsbelüftung illegal Kanada: Olivier Panis (F), Toyota, Bremsbelüftung illegal 2002 Australien: Enrique Bernoldi (BR), Arrows, unerlaubter Fahrzeugwechsel Australien: Heinz-Harald Frentzen (D), Arrows, , Ignorieren der Ampel am Ende der Boxengasse 2000 Australien: Mika Salo (FIN), Sauber, Heckflügelmasse illegal Brasilien: David Coulthard (GB), McLaren-Mercedes, Frontflügel-Endplatten illegal
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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01. George Russell (GB), Mercedes, 1:29,158 min 02. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:29,340 03. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:29,524 04. Kimi Antonelli (I), Mercedes, 1:29,537 05. Lando Norris (GB), McLaren, 1:29,586 06. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, 1:29,688 07. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:29,784 08. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, 1:29,846 09. Oliver Bearman (GB), Haas, 1:29,868 10. Fernando Alonso (E), Aston Martin, 1:29,955 11. Nico Hülkenberg (D), Sauber, 1:30,141 12. Liam Lawson (NZ), Racing Bulls, 1:30,320 13. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing, 1:30,353 14. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, 1:30,820 15. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, 1:30,949 16. Franco Colapinto (RA), Alpine, 1:30,982 17. Esteban Ocon (F), Haas, 1:30,989 18. Pierre Gasly (F), Alpine, 1:31,261 19. Alex Albon (T), Williams* 20. Carlos Sainz (E), Williams* *disqualifiziert (Illegaler Heckflügel)
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