FIA: Diffusor-Proteste abgewiesen

Von Peter Hesseler
Formel 1
Brawn kommt mit zwei Siegen davon.

Brawn kommt mit zwei Siegen davon.

Das Berufungsgericht des Automobil-Weltverbands in Paris bestätigt die Entscheidungen der Rennkommissare pro Brawn, Toyota und Williams. Jetzt beginnt Nachrüstung.

Die Entscheidung im Prozess um die strittigen Diffusoren der Teams Brawn GP, Williams und Toyota ist gefallen. Das Berufungsgericht der FIA wies die Proteste der Teams Ferrari, Red Bull, Renault und BMW-Sauber zurück. Eine ausführliche Urteilsbegründung steht noch aus.

Damit wurden die Entscheidungen der FIA-Kommissare bestätigt, die die betreffenden Autos jeweils vor Ort bei den GP in Australien und Malaysia für legal erklärt hatten.

Wie bekannt, hatten Ferrari, Red Bull, Renault und BMW-Sauber gegen die verlängerten Unterböden – genannt Doppeldecker-Diffusoren – der oben genannten Gegner protestiert.

Denn deren Effekt, ein Wettbewerbsvorteil von rund 20 Prozent durch mehr Abrieb am Heck, macht auf eine Runde gesehen etwa einer halbe Sekunde an Zeitgewinn.

Das Team, dass die Diffusoren-Grauzone am tiefsten ausgelotet hat, Brawn GP, gewann mit Jenson Button die ersten beiden Rennen 2009. Und das trotz einer erheblich kürzeren Vorbereitungszeit als die meisten Gegner hatten. Brawn und Button dürfen ihre Siege behalten. Auch die Formsteigerungen von Williams und Toyota, den beide anderen Belagten, sind signifikant. Alle 3 Teams rangieren unter den Top 5 der aktuellen Teamwertung.

Die Gegner werden nun umgehend mit eigenen Doppeldecker-Diffusoren aufwarten, allerdings nicht immer mit dem optimalen Effekt, da die Entwicklung dem kompletten Auto angepasst werden muss.

McLaren-Mercerdes und Partner-Team Force India packen womöglich schon Morgen in Shanghai beim Routinecheck eigene, nun genehmigte Diffusor-Varianten aus.

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